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Full text of "Die Herren und Grafen von Stubenberg Eine genealogischbiographische Studie"

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US SitJö.f 



$arbarü College Hiiiravt) 




FROM TUR FCNT> OF 

CHARLES MI NOT 

Claas of 1828 



Bf, 



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Sie 

mtn unfc iraftn m Stutonteg. 



Don 

Dr. SonM oon JDuröM. 



T 




Mittt, 1879. 
3>rnrf frer f. f. §of- unü £tuat«brucferei. 



i 



0* ' * 3 OUI'g r-^ 'S— 



HARVARD COLLEGE LlBHAHt 
NOV. 7, 1919 
HIINOT FUN(» 



A M, NEMZ. MÜZEUM 

KÖSYVTÄUABÖL 
A 1. KIR. IBTÖBSfiMK 

Kl AD AT OTT 



e«raro»obbru(f au« btm XL. Uanbt [6. 115-1*7] b;( .«lagiap^|d)tn «nifon« bi« ftalftttbum« Cfflirt.l«. 
Don Dr. eonü. 8. ÜJurjbacfc. («Jim, f. f. €la<il«brucf«ci.) 




M.II.MUZE«:« KöÄ'jVlAhÄ 
Nyomtacv. Kaveü^knapto 



« 

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A. CSrncalogic unb (Ourüfn für töcnenlogif unb törfdjidjtr. 



I. J»r «eneatogie ber Herren an» »rcfen von 
£tnbenberg. fflleid) anceren Familien be« 
bobtn ccutfcben unb au«länbiid)en 3Ibr(6, 
wie |. ». bie SN o n 1 m o r t n c p , Dal- 
b e r g, u i i t r e rg . geniefcen Dil £ lu be n> 
btrg Mr )weifelpaftc fflunft, con piftortfdien 
Speidjelledern ipren Urfprung in eine 3'* 1 
jurüdoerfefct }u (eben, für weldjr e« an allen 
urfunDlidben "Kadjweifen gebricpr, fo bafc e6 
njdjt SSunber nebmen fann, wenn oon 3weip 
Ittn am Cfnbe ielbfi ba« gefäiditlid) Ü3e. 
«loubifllt in gtage geftellt wirb, flud» werben 
b<i btn Stubenberg tt>ir bei anberrn 
5}pnaftengefd)le*tetn (Jreißniffe trfiterer 3 f »t 
in eine friere errieft, eben um »IM «Her 
be6 eblen fflefrblrdite« eme präbiftcrifAt 
^Patina ju gebm 3öie oerlodenb e« audj 
wate, foldjt (Srgögliditeiten btr genealogifdien 
goridiuna. bit tb.n burd) bitftlben oiel opn 
iberm einfiuen Nimbus eingebüßt, unfrrrn 
Seiern aufeutiftfeen, fo liegt boep bergleid>en 
weit ab von Den aufgaben, weldie $erau«. 
gebtr tiefet 8>rifon« fid) geftellt. unb tueldie 
ju löfen }unäd)ft fe>n ©eftrrben üt. Uetri 
gen« wirb bat Sörfentltwfte baoon nieder 
unten im Slh'djnitte „Sagen , ba« $>au« 
Stubenbera be treffen b', in Äürje er- 
wähnt werben. Dod) einer biefer genealo. 
gifdjen flj&antafien mufr pter fd>on näforr 
gebad)» werben, erden« weil ipr ein Äörn. 
lein 2Babrbeit ju (Brunbe liegt, unb gweiten« 
weil He einen inbirerten ©ewei« liefert für 
ba« bepe 91ni'e&en, in weld>em bie Herren 
oon Stubenberg, bie fiep eben barum 
nur Herren unb nie trafen ober ©arone 
oon Stube n berg fdjreiben wollten, feit 
3aprfc im baten geflanben. Ungefähr ein 3abr> 
punbert cor jener 3"t* in weldter urrrin gelt 
auitaud)enbe Familiennamen im fingen mit 
ber altgewohnten Benennung nad) bem Sn. 
fißt ju bauernber Weitung ju femmen fud>> 
ten, fei, fo berichten mebrere (Genealogen, 
QBülfin«) oon St üben berg nad) ad)t< 
jäbnger abwrfcnfccit im Äriege nad) flapfen« 
betg jutüdgefebtt. um nun feine heiterte, 
'.1 h n ( 6 oon frabfiburg, beten blcnben 
paarjopf er ftet6 in filbernem i)erf*lu|]e 

Sepatataborud au« o. 3B u rj ba d>'6 biogr 



am $elme getragen, al« Üüeib beimjufübrrn. 
I Li pabr ber Sobtgeglaubie, ber feine a g n e « 
al« 93raut Siübigrr« oon Äurnring 
ivirbergefunben, biefen genau am 17. 3Rat 
1009 auf bem Plateau be« 5IS1 gut popen 
Siennfelbe« (ber ißante ftüftt fid) auf biefe 
Sage) nädifi ^rurf getöDtel. f)ormapr in 
feinen .«eitrigen }ur 8öfung ber UreiÄfrage 
be« burd)laud)tigften (5rjber}og« 3 " b a n n für 
(ttrograppir uno ()iftorie 3nner6f)erreid)6 im 
WitMalter" wibmet (»e. I, ©. 14«) einen 
längeren Slbfdjniit ber aufgäbe, bie tau- 
fd)ungen biefer Sage bloliufleQen. Sei ber 
immerhin gan< glaubwürbigen Urfadje be« 
3weifampfe« Uim ftd) wobl annehmen, bat 
berfelbe ftattgefunbeu babe, ob aber genau 
am angesehenen -iage. weld)em eine übrigen« 
nid)t auffinbbare Urfunor jur golie bienen 
foü? ob mit dnem Äutiuingei ? ob wegen 
einer oon $ab6burg, bie in ben Stu* 
benberg'icpen Stammbäumen mit btm *4)rn. 
bicate ©rann unb ber 3obre«}abl tOOO al« 
aijnfrau glänjt? — Der «bnberr ber Äu en< 
r i n g e r , a^o oon <&cbatt«bur»i tritt etft 
1037 urtutiblid; auf. wie wäre c« miglid). 
bat einer ieiner 9*ad)fommen, unter weldjen 
wir übrigen« webl gar managen ^obmar, 
aibero unb 4>einrid), aber oon 1057 
bt« 1394 r.du einen einjigen JW üb ig er 
ober Subger finben, fd)on 1009 im 3wei. 
fampfe gefallen? Unb trfl eie ^>ab«bu r« 
gerin! 9lad) 4>ormapr würbe bie ^ab«< 
bürg im Sdjmrijerlanbr — jecenfaH« oon 
Stubenberg unb Xapfrnbrrg loral iebr ge> 
trennt — erft um 1020 burdi Aabeboto 
(Grafen im jtlefgau unb feinen trüber 
3Qernper, 93ifd)of oon Stra§burg. gebaut 
unb ibr jugleid) biefer 9}ame beigelegt. Leiber 
Kater. Äanjelinu«, wirb in btn Seit* 
bütbern ©rafbei. nidjt oon SB i n b if d>, 
erfi 1099 in einer römtfdjen SSuUe JDtrner 
bergromme: (Sraf ju Jpab6burg genannt. 
Söie ift e« alfo benfbor, bafe fdjon oor bem 
Oaue rer Jpab«burg, 1009 eine iodjier biefer 
riu.;, ben anlaft ju einem 3n •■i'-ntipfe auf 
?eben unb Zcb gegeben babe? X)a« e6 olio 
mit ber pietätrcQ bewabnen ftlbernen Äapfel, 

8er:fon. XL. I 



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2 



roeld>e Ben fcaarjopf einer blonben teutfien 
3unflfrau birg», für eine öeroanbtni» babe, 
läßt ftd) nidjt gut beftimmen. SBor Der -£>anb 
mag Re unS alt brauajborer ^JaDabenfloff 
etfetoeinen. ivie ibn benn aud> 3 3- fcon. 
nufdj mirflid) in regelrechten Söerfrn unb 
Dorroiegenb männlidjen «einten von großer 
«einbeit in feinem „SBülfjng oon ©tuben. 
berg* verarbeitet bat [„OeflerreidMfäe Slbelß. 
balle. Sammlung btftorifdirr Stellungen" 
(ffiien <8*2, granj ©immer, I*».) 6.308]. 
Mrm Snfdjeine nad) ifl Die Sagt cou beut 
Äuentinger unb ber ^Sgiie« oon $ab$* 
bürg aufi einer »roei 3abfbunarrte banacb 
in bft itjat beftebenben iBetbinbung b« 
6 lubtnbug mit tiefen beiben Spna. 
fte n^cfdjlfdjt ern berau6entir<i<felt unb ber 
mirfltd» oorbanoene Äern mit einet frembrn 
©d>ale umbül6t roorben. ©on ben &urn. 
ungern tauften bie ©tubenbera 1288 
bte ned) beute in tbmn SJeji&e befinblidie 
^e(ie ©uttenberg an ber SRaab. Siefe urfunB- 
lid) feftfiebrnoe ibatfadie flraft ben 'Senf, 
ftein über bem ©Aloßtbore mit ber 3 ll bre6< 
jabl 90K unb cem Sltifcr auf bem äblerflugf 
Vügen. Sieier Srnfftein ift. nad> feinem 
©tple ju urtbeilen, njabrfdjeinlid) ein Uro- 
buet be« (3 3abrbun?ertG, au« ber 3*'t ber 
roirflidjen (Srroerbung ber *3urg, mo bie 
©tubenberg ftatt be6 ftüberen Sbierefi 
(bi« 1188) bereit« oen »nfer (feit 1215) alt 
Simibol in ibr 2ÖJpprnid)ilb aufgenommen 
batten. Sie 3abte6jabt rouibe erft fpätet 
binju erfunben unb eingemeißelt. Sa bie 
(Stubenberg jur 3«t. al« ber erfte Äaiier 
untere« erlaubten £erndmbaufc6 eben ju 
biefer bödjften ©ürce gefangt roar, mit ben 
•pab«burgern in oertranbtfAaftlidir S3e. 
jiebung traten, fo llanben fie um fo eifriger 
unter ben Söorberften Oer fteierifdtrn Sbel' 
febaft. loetdje für bie SJercrängung be« 
$)6bmenfontg« Ottofat au« ber ©teier» 
marf ju ©unfirn be« $aufe« ab« b u r g 
Seib unb geben einfetten. <5efefcrie& 
©tubenberg fodjt in ber ©4lad>t auf Dem 
s 2Rard)felDe für 9t ub o tpb con$ab«bur»;, 
berfefbe griebridi, roeldjer UM, a!6 be« 
alten jtaifer« 9i u b o I p b 9:i(bt faum falt 
geworben, beffen ftoljen.Sobn, ptrjog, nad». 
maligen jtaifer Stlbrecfct jurrft mit ©orten 
an bie löeftätigung ber SanreSfrribeiten ber 
©teirer mobnte, bonn ab.r mit ber ©djärfe 
leine« ©djroerte« bieten äöotten «adjfrud 
«ab, inbem er allein beim Sinnige be« $er> 
iog« nid»t flüditetr, for.bern bi« auf« äußetfle 



fämpfte. Sie« burfte in jenen Jagen tvobl 
nur ber ©djroeflerfobn be« ©raren #rieb> 
ri6II. oon O r t e n b u r a < ©po n b ei m, 
jugleid) fflemal ber Janle be« $ a b 6 b u f 
S e r 6 wagen, obne narb feiner Beilegung 
bie Cfmpörung mit Oem 2ooe begabten ju 
müjTen. Sie beigegebene Stammtafel III 
Deranfdjaulidjt bie «Uerbinbung be6 $>aufefi 
©tubenberg mit bem mddjtigen tiaufe 
Ortenburg<©ponbeim in jtärtttben. 
baburd) jene mit ben (Srjfen oon Qbbvi unb 
3irol, foroie mit ben $ a b 6b u r g er n . unb 
fie gibt jugleid) eine ü!>eiftd>tlicbe ©arflel« 
lung be« änfatle« oon jtdrntben. 2irol unb 
©6t| an ba« $au6 4»ab«burg. 9uf ibr 
lefen mit übrigen« ben «amen ©tuben. 
berg normal«, benn ber Obm br6 legten 
örafen oon Qbbti un? ^tahgrafen in Sdrn' 
tben, 3obann ÜJIeinbarb (geft. U30), 
batte ägne6, bie «cbiprfler be« legten 
Ueuauer'S, jut (Semalin bie fid) bann 
U32 mit £eut^etb oon ©tubenberg, 
oberilem Sdjenf unb Sanbefibauptmann in 
©teiermatf, oermälte. Leiber ©obn ^an* 
bereitete, oeriortt burd) feinen großen SJeüe, 
oielteidjt aud) oeranlaßt burdi getnbfelig. 
feiten, bie au5 ber faiierli*en Umgebung 
genäbrt tvurbrn. al« Snbünbetrr be« maffen* 
gemanbten ?lnbrä 5öa u m f i i dj er bem bab«' 
burgiidjen jtaifer $riebrid» III. mandje 
bittere ßtunbe, fid» felbfl aber enblidi idiroere 
•'paft, rorldier ber Seeluft eine« gießen IbeileS 
feine« nuidjltg'n unb auögebreilften ©c|lt5« 
tbumee folgte, «od» mit einer anberen uralt« 
abeügen ceutfoben gamilie traten bie S t u b e n- 
berg in oerii'an6tfd)aftlid)e Herbinbung. al« 
ndmlid) ©eor^ Sluguftin, ein (Sntet be« 
obigen $ a n « , burd) feine jmeite Cfbe 
(1663), mit Cubovira, Sodster be« SRljein« 
grafen fflolfgang griebtid» in Saun, 
mit ben fcäufein »Jlafiau, i>anau, p o- 
ben lobe, ©olmS u a, oerfdirpdgrtt 
rourbe. Ser eben angeoeutete utfunbli* oer« 
gfir-äbrte genealo,iifd)e unb biftorifd>e "öeftfe 
geftattei alio Oem (»efdjledjt ber S t u b e n- 
b e r g bie (Joncurrenj mit ben erlaucbteften unb 
berübmteflen «belSbäufern Seutidilanb«. |i« 
ftnb bei biefen WerbältmlTen in ber Sage, ba« 
ibnen oon ber ©cpmfidjlerjunft Slufgebrun. 
grne iurürtjuiorifen. ba eben ba«. ivaS fie 
gefd>id)tlid) bellten, binreidjt. ungemöbiilid) 
bobe «nfprüd)e ju erbeben. Sie betgegebenen 
©tamnitafeln fmb bi« |un l*. 3abrbunbert 
bur(fcau6 nur aur Utfunoen gebaut , oom 
16. 3abrbunbert an ivutben bie »amilien- 



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3 



frhrtften benüfct, unb nur, wo bifft lieh 
{ücfenbaft |eigten, wie tum entlieb, bei ber 
SBucmbecgec linic, mußten bic wegen 
ibcet iHtcbtigfeit in öftre ff bieler 3«it weniger 
anfechtbaren $übner*|cben Tabellen uno 
«nbere genealogifcbe Vrbelfe, allerbtng« mit 
iBorficbi. benüfct werben. 

«ejeicbnenb tft Die tlbarofteriftif biefeS ©e« 
frbleebteö, wie $ormapr fxe gibt, wenn er 
fdjreibt: »Die Stubenberge, ein $auö, 
erlaubt, gleich ben metften Siegentenftämmen, 
in uralter greibeit, in ©pnaftenwürbe, etne 
eoüftänbige Sd)t(ffal$tragöbte in üetfdjiebe« 
nen oerbängntjoollen »den, hart bebrobt unter 
Dttofar wegen SDeibacbteS Der Qfmpörung; 
in offenem Slurrubr gegen fllb recht unb 
feinen 'äJiinifter $ einrieb, s 21t>t ju ülbmont; 
in bebenflicber löeibinbung mit bem neuen 
Äaiferbauie 8urembutg gegen griebrieb 
ben Sdjönen ( i ; an Den ©emalttbaten beS 
gereijten Jpelben Snbrea« 8 au Kit ireber, 
als greunDeö unb Sermanbten, wobi nicht 
fcbulbiger aiS Der attetn beftiafte iRubolpb 
Don SBartb am 3J}oioe ilotfrr [ b r e d> 1 6 ; 
unter geibinanb II. junt Ibeile bis nach 
Sachten unö in6 ferne Siu&laub oertriecen. 
wegen Slntänulidifeit an bie neue ?ebre unb 
an Den 3Btnterfönig Gburfürflen 3 rieb rieh 
»on ber ■tUfalj" . Unb wabrlicb, wenn mir Die 
(S-ivhicbte bit|'e6 £aufe6 im großen Umrtffe 
übrriebauen, gewahren mir in ber 3"t ber 
»iütbe beS ©efcblecbteS, t>. i. im 13. bis 
15. 3abrbunberte, eine SRitterlicbfeit, ein 
energiidtrS manchmal bte ©renjrn ber Älug- 
bete übeifpringenbeö öeipuBtfein feiner auf 
mriten tfanbbefifc fufenben Äraft, roie foldjeS 
in Steiermatf mebcere ©enerationen bin- 
butd) nur noch bei ben 3S i t b o n e r n , 8 i r d)< 
tenfteinern unb (iilltrrn, in Äärmbrn 
allein bei ben a uf f e n ft e i n e r n ju Jage 
tritt. <Die Stubenberg, bereu gewöhn- 
lieber Vorname Rülfing an ben „Siing 
ber Nibelungen" mabnt, haben bie ihnen 
Dom Srbicffal jugetbeilten (gaben ntef)t ein« 
fach nach alltäglichem gemeinen begriffe 
aenoffen. Sie wußten bureb biefelben tbre 
9Jlad)t über ben gewöhnlichen Raufen unter 
unb neben ihnen mit «aebbruef ju bebaup. 
ten. Durch bte mit bem Anbruche ber neuen 
3eit fid» erroeiternbe Ianbe6fürftlicbe Sliacfat 
oolljog fid» eine bebeutenbe äöanolung in ber 
©tellung beß SlörlS, unb in (Srt"enntniß beffen, 
foroie in Grtnnrtung an bie febmeren Sien 
lüfte, welche £an$ oon Stubenberg als 
JBerbünbetet © a u m f i r cb e t'« erlitten 



hatte, mahnten bie Weiter biefeS fcaufeS au« 
eigenem Slntiiebe it>re Söhne, bem 8anbe6« 
berrn in unoerbrüdilicher (Srgebenbett )u 
bienen. »ber noch einmal ergriff gewaltige 
äuiregung nicht nur bie Stubenberg, 
fonbetn auch anbete Göle ibteS Heimat» 
lanbefi, jur 3 f *t ber fflegrnreformation ger« 
binanbS II. 9ln bewaffneten ®iber|tanb 
tonnten fle flugerwrife nicht benfen, bod) ihr 
unbeugfamer bieberer (Sbarafter oerläugnete 
(t* auch in btefer 8age nicht. Vermochten fie 
ftd> gleichwohl ber mißliebigen ©laubenS« 
oroonnanjen im $rimatlanbe nicht ju er- 
wehren, io oerlteßen ibrer fiele hoch lieber 
ben «oben, ben bie Väter im Äampfe für 
ihre Meinung oft genu t i mit ihrem SMute 
gebüngt. Unb gerabe oon ben SluSroan- 
herein finb manche acbten5wertbr Spuren 
bn grilligen Dichtung ibre« Sdjaffenß ju 
oerjeicbiien, wir erinnern bei|piel6weife nur 
an 3ohati ii ©«beim [5. 21. <Rr 25]. 
s Jlud) bieten SJeleae eines milöen unb frei- 
gebigen SBaltenS in bielem ©eirbledjte )abl> 
reiche Ucfunben über fromme ober tonfl 
mobltbätige Stiftungen 

gragen mir nun nach «rief unb Siegel 
ibre6^)erfonimeii5. tbreS Albris, fo haben wir e« 
Wiebec mit einem feiten en 3Ju!nabm6faQe ju 
tbun. Sie oermögen nichts bergleicben auf^u« 
weifen, unb bod) ftebt ihre Sache io, als ob fie 
oollgillige Belege über unb über hätten. 3" ben 
3eiten. als bit S t u b e h b e r g unb jtapfen> 
berg gebietenbe Cfsle, alö fie Sonaften wur. 
ben, gab eS feine Briefe, welche gerabe bie6, unb 
jwar unmittelbai beitätigt hätten. 9Uii mtiffen 
uns baber mit inbirecten Vewen'en ibrer 
auSgejrichneten V>erfumt begnügen, beren 
aber ftnD in guter ülmabl in ben älteften 
Utfunben beS V!anbeS über bie wicbtigften 
Angelegenheiten beSielben oorbanten. Die erfte 
urfunblirbe Spur oetweiSt unS auf baS 3abr 
1135, wo bic »ruber Otto unb ©ottfcbalf 
oon Stubenberg im fflefolge beS Üöaben- 
betger SKacf^rafen geopolb IV. genannt 
werben. SBenn fie ju jener 3*it bereits )u 
bem beroorragenbtn Abel jäblten, müffen fie 
wobl geraume 3'f oorber fchon 9iang In 
Volfe unb auch ffllacbt befe|Ten haben. 3bre 
Stammburg war Stubrnberg an ber 
geiftti^, eine SÜelle, bie ber Sage uarb \o 
umfangreich unb jugletd) fo belebt gemeiert, 
baß oon ben tfnecbteit ber Vet'agung an gefl . 
tagen bie eine Hälfte bie anbere in bec 
Vfanfirdje ablöten mußte, um in berielben 
Vlafc ju Bnben bereits im 12 3abrbunbeite 
1 " 



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4 



ift rint ScAeiDung in Linien bemerfbar. 
OTit bem mad)fenbrn ©efifce ging bn« Strc 
brn nad) Qrmeiterung be« eigrnrn $oriiiontc6 
•frone» in $anb, untrrnebmcnbe ©cfrblecbt«- 
angrboriaf tarnen bann roobl i>ri lieber- 
fdmitung De« ©rbirge« in Da« brrite unb 
üppige, an allen 9laturgflbrn reiche 9Rürj< 
tbal unb liegen fid) unroeit «tuet am Äno- 
tenpuntte Nichtiger Stragenjüge ju Äapfen« 
berg nirbrr ©on ba an cenrentrirte fid) all« 
mälifi brr $auptbefi& um jtapfenberg, 
iväbrenb Stubenberg fpäter Durch eigene 
©uwrafen oerroaltrt rourbr, bi« rß jur 
3fil bre ffiegenreformalton in ba« Sigen« 
tbuni Der gamilie frerberfMn überging. 
*t!ie örroerbung oon Äapfenberg. welcher 
jene oon liiuterf in Unterthier früh folgtr, 
bereitete bei bec bamal« üblldjen Ernennung 
nad) bem roirtlidjeii Vny?: ju-rleid) ben 
©enealogen nitfct geringe i t u ;rrigfeiten, 
abrr au« Urfunben, roelcie nod) oorbanbrn, 
lägt fid) bec 9iad)tuei6 leid)t berfteHen, ba§ 
bie Stubenberg unb Äapfenberg eine« 
»Stamme« ftnb. SRittlerrenl: tarnen bie ©r« 
fd)led>l«namen allmälig in Urbung unb bamit 
entnet enbli* bie Ernennung brt gamilir 
nad) eem ©runbbefi&e Äapfrnberg, rorlcbe 
biß jur Witte br* 13. Sabrbunt rtf« nur 
ftrllrnroeife nod) oortommt. Schon HßO ift 
pon Ctto (I.) oon Stubenberg unb 
©ernbarb oon 'Diu reo? al« 4Hobltbätern 
De« Spital« in (Sereroalb unb Pemmering 
bie Hebe. 1170 befanbrn fid) bie ©rübet 
Söülftng oon Äapfenberg unb Otto 
oon Stubenberg fammt be|Ten Sobne 
SBülftnrj in brr Uniaebung Äaifer grieb« 
rid>« r. oon frobrnftaufen, al« biefrr ju 
griefad) unb gribnife weilte. I ee" legtgenann« 
ten Rülfing Erubrr Ulrich (I.) oon 
Stubrnbrrg roirb in ben meiden Diplo. 
nun br« ÜJlarfgrafen Ottotar oon Sreier, 
aud) in bem lefctrn brflfrlbrn oon 119t r fetvie 
in ber rrilcn Urfunbe be« neuen frerjog« 
8 e o p o I b Drfi Sugmbbaflrn au« Dem Eabrn« 
berger frauie 1192 untrr ben oornebmftrn 
8ani>rteo(rn genannt. Unter brm ©anner 
8 eo polte De« ffllorrcidjen. bem Ceftrrrrid) 
feinen rotten Sdxlb mit bem mei&en ©alten 
oerban!t, baurbte Ufritb im fernen 3Ror. 
^enlanbe feine tapfere Seele au«, SBor bem 
lobe batte er Den 3obanniterorDen mit ©e« 
figungen in Der Bietern»»! befebenft, biefem 
fo Den ffingang in biefr« 8anb eröffnet. U I« 
rieb« gleidjiumiger Sohn roirb in ben öffrnt. 
lieben Tocumenten unmittelbar binter ben 



I CBrafen genannt, batte er fid) botb au« bem 
rrid)«unuiittrlbarrn gräflidjen fraufe ber Or> 
ten bura feine (Bemalin gebolt. 3bn Dürfen 
mir baber bereit« af« einen grei'n, al« 
Donaften anfeben UIrtd)« IT. ©ruber, 
SBütfinaj tritt 1224 an ber Spi&e oon oier^ij 
93aiallen auf bem lurntete «u greifa* (ober 
griefad)) auf, Redt bafrlbft matbtfge (Srafen 
in Den SAatCn, ben patriotiidjen UIrtd) 
oon 8ied)tenftein entjürfenb, ter über ben 
bieberen frerrn auf Äapfenberg nicht ge» 
nug be« Sobr« ju fagen tv<\i. tit Jbat- 
traft biefe« frrlben (ernte Aatier griebrid) 
auf Dem Äreusu'fle oon 1228 tennen. Jöa« 
bie unb ba oon 9Bülfing« ibeifnabme an 
Dem üöoUjuge ber 3leid)«ad)t roiber grieb. 
rieb brn Streitbaren au« Dem ba nie ©aben« 
berg (1237) beridjtet mtrb. entbehrt aller 
urfunbtitbrn ©rgrünDung. (5r brtennt fid) 
noeb 1247 al« ffinifteriale De« frerjog« oon 
Äärntbtn, e« fdjeint aber biefe« T.-.tum für 
bie St üben berg bie (Srenjmarfe biefe« 
£>ienftoerbältniffefl ju bilorn, benn abgefe^en 
Dacon, Dag fie in brn Urfunben oon ba an 
immer „Cfble" unb „flolr frrrren" genannt 
werben, tegitimiren fie fid) ron ber ÜRitte 
br« 13. 3abrbunbert« ab inÄbeionbere burd) 
ibre nunmehrigen gamilirnoerbinbungrn. 
Dann burd) ibr fühne« Sluftretrn mtber 
Ottotar unb aibredjt. ferner aud) burd) 
bie Qrrid)tung eine« eigenen nod) heute in 
fflirfung befinblidien ; ' cjrpr« mittel« 
ber (Srbeinigung Der ©rüoer U(rid> III.» 
^riebnef) II. unb ^etitriit) I. oon Stu. 
ben berg ddo. (Sbaffrnberd) 1292, al« freie 
8anbberren unb Dnnaften. 5)iefe« ©eirf be« 
finbrt fid) im 3oanneum«ard)io ju ©ra$ unter 
Vit. 1428. Durch Daßfrlbe nehmen Die Stu« 
benberg ba« 9ied)t Der ©tioatgefr^gebung 
hinfid)t(id) ihre« unbemeg(id)rn Sigentbum« 
ohne Die Snteroention be« 8anbe«fürften in 
SHniprud). griebrtd)II. oon Stubenberg 
mujte fid) in gofgr fetner Auflehnung roiber 
Sllbred): , al« ©rfirgter jur Winifterialität 
brfennen. 5batfad)ltd) fehm mir im 14. 3abr' 
hunDrrte bie Stuben berg a(6 ©afallen 
unb aud) im frofD'enfte Der frer}oge. Unter 
ben btrjcglidjen «PaiaOen nahmen fie aller« 
hing« Den nornrbmften Slang ein, feit fie ent« 
roeber im 3«bre 1319 orer 1320 mit brm 
erblichen "WunDfcfcenf en.iümte bebütbt 
morben marrn. 9Gßü(fing (VIII.) oon St. 
roub brr tfrfle al« Sebent genannt, unb feit« 
her babrn Md) Dir Stubrnbtrg in grid)lof« 
fenrr tfeibr in Die|er lüürbr behauptet, ftnb 



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6 



gegenrodrtig aud) bie dileften SrbamtStrdger 
in allen öfterreicbifdjen tidnbern. 93 ot btn 
€tubenberg mar in Steiermarf ba« SJin« 
ctrnat nid^t einem ©eid)led)te, fonbern immer 
nur einer $erfon gegeben. 60 maren im 
13. 3abrbunDerte in Steiermarf Sdjrnfen: 
Slbero oon (Srtmenfrein. $einrid) oon 
^> a b 6 b a tb ober $au«bad), örtfoenger 
oon gaubefere, oon 1296 — «309 Ulrid) 
oon iRamrnftein (SRabenftei n?), 1319 
Otto oon $trnet. lud) mar ibneu am 
4. gebruar 1347 von $erjog Sllbcecbt unD 
feiner ©emalin 3obanna, geborenen ©rd- 
{In oon Umt erlaubt voorben, au« ibrem 
eigenen äBappenfleinob ben nolbenen $)ofd)en 
oon SJfirt im Söjppen ju fübren. 9lod) im 
13. Sabtbunbette empfing ddo. «eullabt 
3. SMdrj 1466 bie 2Sim>e Seutbolb« oon 
Stubenberg für fid) unb ibre Äinber 
00m Jtaiirr griebrid) III. ba« 93otred>t, 
oor feinem anbeten JHidjter «I« brm Äaiier 
felbfl )u rridieinen, ein UriDtlrgium, meldje« 
enifdiieben auf bte einfüge Stellung ber 
Stubenberg al« ©pnaften binmei6t. 2>od> 
ergeben fidb binfiefotlid) ber ©atirung birfec 
Uifunbe nidjt uneibeblicbe 3'UftM, benn 
natu beifeiben roar Seutbolb« (»emalin 
im 3abre '*«>♦> beieil« fiJiime, unb bodj finb 
oerfd)iebene Urfunben au« «467, 1468 unb 
1469 oorbanbtn , melden jufolge 8 e u t> 
bolo in genannten 3<»b«" nod) am üeben 
gemefrn mdre. 

Ungeadmt aller biefer Werfmale einer 
iüuflren ©ergangenbeit mürben bie S t u> 
benberg in neuerer 3'"» I« Qonrrijio. 
nen an bie rerdnbeiten 3'itwrbältniffe ge- 
brdngt. naebbrm fit au« ber 3>>bl be« Ur« 
abel« (in Oeftcrrria) memgften6) faft bie ein. 
jigen finb , roeldje fid) bei 8lbel6nad)ioeifen 
md>t auf ein förmlid>e6 Diplom fluten. 3" 
golge beffen begannen bie Stuben berg 
beut ibre ou«ieid)nenbe$erfunft aufibrürfenben 
$itel „fcerr* cen ©rarentitel nid)t ooc, 
fonbern nad)}ufe(rn, fid) alio „fetten 
unbörafen juSlubenberg'ju nennen 
unb ju fa>reiben, unb bie Regierung nabm 
feinen Slnttanb bie« in jablreidjen 8lcten 
anjuerfennen. 916 jfaifer üropolb II. 1 791 
bem neugemdblten «ReidjSfürflen unb 83tfd)of 
oon ffidjftdbt bie «eftdtigung eitbeilte, beifjt 
es aufibrücflid) : ,3ofepb I. au« bem &c 
fdjledite ber fetten unb ©reitet oon Stu> 
benberg'. Sdjon «ubolph {>err ju Stu- 
benberg. ber al« ©mial einer Herrin oon 
Smtfi* |err bet $errfdjaft SReuftabt an btr 



ÜWettau unb jugleid» ein naber Berroonbter 
be? fcerjog« oon grieblanb 8llbrerbt oon 
SBalbftein mar, erhielt um 1610 ba6 
3ncolat in ©dbrr.en unb mürbe bort in 
bie fflrafenclaffe eingetragen, ©elegentlid) ber 
Söerleibung be6 ungarifdjen 3nbigenat« 
an WMf §errn oon Stubenberg 1635 
mürbe biefer al« ©taf in bie ungarifdien ©e> 
fefcbüdjer eingetragen, unb tbatfdrblid) ift bie 
gamilie St. aud> in ba« ungarifdje «bei«, 
merf oon 3°*n fRagp: „Magyarorszäg 
csaltidal czimerekkel i» tdblikkar, b. i. 
Ungarn« gamilien, mit ©appen unb Stamm- 
tafeln [<öb. X, S. 381] aufgenommen. \MuS' 
brueflid) nur um beu angeregten 3 rt,tl ' e ' n 
gegen l'einen boben alten Slbel ju begegnen, 
bat fid) ber am So. September 1771 ju 
Dreöbrn finberlofi oerflorbene furfddjfifdie 
ffiebeimtatb unb StaatSminifler SBi(f><ltn 
ttugufl tierr oon S t u b e n b e r g ein 
©rafenbiplom ddo. granffurt 6. Wai 1742 
ermorben. 81 Ur übrigen Stubenbrrg 
baben, oermöge ibrer Serganjenbeit eine 
befonbete »erbriefung für überflüillg erad)« 
tenb, meber ein gürften- nod» ©rafemDiplom 
gefuept, empfangen ober angenommen. 

SBa« bie ^eijmeigungen be« ©rid)led>« 
teS betrifft, melcbe bie Stammbäume oeran' 
fd)aulid)en, rntftammen bem auf bem Jtreu)* 
juge ISIS oeriiorbenen Ulrid) L oon Stu- 
benberg unb Äapfenbe ig, in ber bereit« 
unter bem Urenfel QBuIfing (VIII.) in 
groei $>auptlinien gedfteten ©eneration, bie 
beiben Siitter J^an« (III.) unb Seutl>olb. 
Sefterer (geft. um 146»; grünbete burd> ba« 
Gfrbe feiner ©emalin Hgncs ben 30 u r m< 
beraer 8lft, brffen Defrenbenten nart) grosen 
Sd)dbigungen im ©eft^e, in golge ber Jbeil- 
nabmr 3obann«anber Cfmpdrung * a u m. 
fird)er'«, }ur A?<a ber ©e^enreformation 
unter jtaifer cerbinanb II. fämmtlid) nadi 
3)rutfd)lanb au«manberten , mt> fie nod) 
im 17. Sabcbunberte )u Dürnberg au«ftar> 
ben. 3>er oon Sobann III. (geft. 140?) 
mit berlnna oon P»rnedit) gegtünbete Äa p f e n» 
berger Slft erbielt ftd) burd) beffen Sobn 
SBülflncj XI. in ben Urenfeln 3oi)ann VI. 
unb SBolfgang XIII. T>e6 gelteren «laej). 
fommen manberten religionfibalber aus unb 
ftarben in ber grembe ab. Ueber Gteorg (III.) 
ben kelteren fdjloi fid) 1630 bie ©ruft ju 
9legen«burg. ffitolfsang (XIV.) manbte fid) 
nad) 8J6bmen unb nad) einer ganulientrabi' 
tion foüen fi* feine 9lad)fommen oon ba 
bis nad) fflufclanb orrbteitet baben. 3o 



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6 



bann (Vr.) fgeft. um 1572) grünbele mit 
Benigna Herrin t>on ScfjarffrnBerg mieber jmei 
Speciallinien, bie ältere unb Dit jüngere, 
bcrrn Stammoäter dtufeolpt) (I.) unb 
®corg .'öartitiaiiii finb (Srflirrr fanb 
tiiifn faß traflif«*en Job. «on ieinen Räch- 
fommrn frbrte nur ber (Snfel Otto (VIII.) 
in bit öfteneicbifcbe Heimat jurücf, aber 
febon btflfcn Sobne ftarben unbeerbt, mäb< 
renb bir in Deutfeblanb oerbliebenen Defcen- 
btntrn mit bem bereits genannten furfädiü« 
fdjen Winiller 40 tl beim «ugufl t77l 
ibre Seite abfdjIofTen. Der von ©rorg 
.fcartmann mit DoroUjcu ren Ifj ir.,uih 
feit gegrünbrte ältere 3meia be« Äapfen- 
berger 3lfte« blübt im SWanneSfiamme nur 
noa) in ber älteren r-on 3Bo(fa,ang (XVII.) 
unb befjen ©emalin CJaria Ctaiimtliana ©rä« 
fin oon pu<f)r)«tm nbleitenben Sink. Die 
5Jinie, n» lebe Srrati) ©coro, gegrünbet. blübt 
jur Stunde nur noch weiblicher Seite, pin- 
gegen orrtmi^tc ben beflebenbcn gamilien* 
Verträgen gemäi baß lefcige äamiltenfcaupt 
©raf 3ofepr) (III.) alle ^engun^en De« 
©efcblecbte« in feiner .fcanb. ©rat 3»frpb, 
ber SJrubrr ber ©räfin Unna, beten ?efctn«. 
fli«e Seite 30 gebracht rotrb, ift e6 auch, 
ber cermöge ber tfrbrutuna feine« Ramen« 
gufcrer ber Deputation be« biitoriicbrn flei - 
nfdjcn abel« au« 2lnla& Der filbernen §ecb' 
»cit«fcier unfere« allerhöchsten Äaifcrpaare6 im 
perflcfjfenen ärübjabre mar. 

50enn rotrbie einjclnen ^Jitglieber bieieö 
Ö>cfcb!eebte« nacb ben '5er- n unb JBürben. na« 
Den Stellungen in« Sluge faffen. roelcbc fie 
im ?eben einnabmen, fo ünben mir unter 
ibnen müröige Männer ber Äircbe, 'JWännrr, 
roelrfte im Ratbe ber güiften, oornrbmlicb 
aber im Speere gtbient, unD mir faft ein 
ganzer 3metg bcrfelben ben Äünften unb 
SEBiffenfcbaften ergeben mar. Unter ben 
Männern ber Äircbe nennen mir ben 
oon einer kartet mit Unrerbt cl« rtmtfücbtig 
bejticbneten Salflburger iJJropft l^aepar, ber 
bmn borb nicht« meitrr gelban, als gegen 
einen (Srjbifcbof, ber mtllfürlicfe be6 SJropfle« 
unb De« (Sapttel« Rechte oeilefcte, ftcb erbeb 
unb lieber s ümt uno Söüroe fahren lieft, al« 
Dergleichen Unaebübr longa ju ertragen. (Sin 
freundlichere«, n>tfblibucnbereS ©ilD gemäbtt 
un« bann ber «amberger (Srjbifcbof Sofept), 
ein Äircbrntürit, bocbfinnig unD eDel, mie er 
bem fcenn mcbUrtäOt. — tfrträcbtlicb iit 
Die 3abl jmer 3Ränner, roelcbe mir im 
Ruthe Der Stronc, in unmittrlbarer Räbe 



be« Surften erbitefen, unb ron benen mir nur 
,Yranj«eotq, ^ofeanrt (III.), Göllheim 
ilugufl unb bie QBülftno, unb SBolfgang 

(X..XII., XV., XIX.) beiipiel6ireife nennen. 
— Sorberrfcbrnb aber finb in tiefer gamilie 
bie «Dlännrr be« Smmerte«, melrbe 
baSfelbe ebenfo jur SOabrung ibrer :H erbte 
unb ibre« mächtigen Öeft&e«, mir jum £ebu$e 
De« SPaterlanbe« febroangen. (Eigentümlich 
aber tft e«, bat mir unter ben jablreieben 
irägern btefe« 9lamen« au* nicht einen 
Coolbenen<$lie§<. nicht einen Wana $btre* 
fien. bitter ju perjeichnen haben. — 916 burd» 
bir Reformation bie ©laubrn«rc*irren auch in 
bie ratierlichen (Srblanbe getrajen muroen, 
ba ftanben bie Stubenberg unter ben 
•öefennent ber neuen Sfbre obenan unb 
nahmen feinen Wnftanb, lieber bie ^»eimat 
al« bie Ueberjeugung ju opfern, i^ernebm- 
lid) mar e« bor jüngere 3meig berÄapfen. 
berger Sinlr, melchrr bie ^t-Ueität be« 
©!auben64mange6 unertiäglid) fanb unb nach 
•ürutjcblanD außmancerte. UnD Dirfer 3m«i« 
auch tf» e«. au« bem 3ot)ann iS3U^cttn oon 
Stubenberg brrooigina, eine eigenartige 
■iRatur, mit Den öigenfcbaften be6 Slittrr« 
jene be« ©elebrten unb ©ifTenfrhaftefreunbe» 
oerbinbenb. 3n einer JJinie De« SOurmbec« 
gtr 31fte«. unb jmar in ber non @eot<} 
Sigmunb gefiüteten. irheint aber eine ganj 
befonDere Vorliebe für bie Äunft obgemaltet 
|u haben, mie mir Siefen Umftanb auch in 
ben furun biographtieben ^otijen ®corcj 
'■linviuin* con Stubenbrtg ausführlicher 
bnrtbun. — Tie Dichtung tft auch ber 
©efebirbte ber Stubenberg roieberbolt 
näher getreten. SBie bic # 3?eimcbronif Otto- 
far6 oon $ornerf unb Ulrich oon Stech' 
ten Itcin in feinem „fttoiienDirnft'' ©t r 
Stubenberg gebenfen, mirb bei .rrirb- 
riefe (II.) Stubenberg 1». 1*. *r. Ii) 
unb bei 'UJulfing (IV.) IS. »6, *r. 4üj 
au«brürflicb ermähnt merben. 3*"* <2bronif« 
oerfe unb be« Winnefänger« begeiflerte Sipo« 
ftropbe jeugen für ben Slbel unb bie Ritter, 
liebreit birfe« ©efcblecbte«. «ber auch bie 
neuere .-im lieft Heb ben reichen Stoff, ben 
bie ©eftfeirbte biefe« $aufe« rarbietet, nicht 
entgehen. So bat beim ber betannte Dieb« 
trr ber Stciermarf 3<>bann Ritter oon 
Äalebberg ein Scbaufpiel: „ffiülfing oon 
Stubenberg" (im jed)6ten Ibnle feiner 
„Sämmtltrben ÜBerte" abgebrudt) gebirbtet, 
unb 3- 3> ^annufcb, ber im Vormär) 
mehr au feinem ©enügen al« iur meibe« 



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7 



Pollen ffrbauung ber ?efrr bie ofterreicbifcben 
Hnterbaltungßbldtter mit Ballaben unt> 5Ro< 
niatiicn beoölfrrte, fanb ipiebetbolt änlafi, 
bie ©tubenberg in Callaben )u per- 
berrlicben, welche unter ben Sitein „grieb- 
rieb »on etubenberfl" unb tf «EQu(ffti8 oon 
©tubenberg" in ber „Oe(terreirt>ifd>en Slbelß. 
bauV (3Bien 1842, ©immer) ©. 303 unb 
308 abgebrueft finb. — ©iß enblid) bie 
ebeSirbcn Berbinbungen bieie« ipaufe« anbei 
langt, fo finben loit in feinen grautn, abge- 
febrn baoon, bo§ (ich bie Stubenberg 
biefelben au« ben regierenben fcäuiern ber 
'Ilarfgrafen oon Harntet n unb (trafen oon 
©örj holten, bie Söcbter auS ben böcbften 
atelSfamilifn te« Haiferftaateß, unb rpir 
nennen mit Öinfdilufc ber bereit? erlofdjenen : 
bie N il u f f e n ft e i n , 93 a u m f t r cb e r, 
8 dar t tau , (3 r o ö 6 i . ©aller, © e r a, 
Röhenberg, Äuenring, H r e i g b, 
Äbeoenbüller, Soienftein, Siechten« 
ii e i n , *4i o 1 1 e n b o r i f , B u d) b e i m , B e r n« 
egg. Saurau, Scfaärffe nberg. Star« 
beutberg, Seuffenbacb, Irauttmanß. 
borff, ©eißbriacb, 3ollner, gel« 
fing, 3 1 1 n i. 

II. Quellen jnr <Srfd|fd|tr brs Banfes ber ijtrrrn 
■nb (Brafen oon Stubenbrrß. a) $anbfdjrift- 

Udjr. lieber geboren bie jablreicben Urfun« 
ben unb 3cten ber gamilie, welche oon ibr 
ielbft tem fleiermärfifcben Sanbeßarefaioe in 
©ra|5 ubergeben würben; au$erbrm finb bie 
Duellen für bie öefdjidtte riefer gamilie 
aud) in ben «rebiorn ber übrigen Sänber 
unb oieler oornebmen abeligen Oirjcfalecbter 
ju iueben 3nt Befifce ber gamilie felbfl be« 
finben fid) bie für bie l'lbnenprobe nötigen 
Bebelfe, bann „Sturje genealogifebe 
Beitreibung ber Herren oon ©tu. 
benberg, gefebrieben 1703* (<u Äejen6. 
bürg oon 3- Seifen). — 31u6 neuefler 
3eit: Hümmel (ffb), „©efdjitbte beß 
g r ä f 1 1 d> e n V i m t ' »tubenberg b i 6 t n 
baß 16. 3abrbunberf (20 Blätter golio, 
1877). — Berfb- ©ibman Ii et t er (?. o ) 
,© e n e a l o g i e uno © e i d) i cb t r ber 
Herren oon 2 tub e nberg". Ürad) bonb< 
ftbrifllicben un» gebrutften Duellen. SRit fünf 
©tammtufeln. 28 balbbrücbig befdirirbene 
goliobogen. $ernu«geber bieie« Jjenfon«, 
brm biefe« tr&tgenannte SRanuicript jur 
uneingtfrbrdnften Benü&ung übergeben wor« 
ben toar, bat baffelbe feiner Arbeit )u ©runbe 
gelegt uno fid) im 'JUefentlid^en banad) gr« 



balten. — b) Gebrückte. 3"' Allgemeinen 
bürfte faum ein bie ©efebtditt ber ©teier. 
marf brbanbelnbe« Buch erifliren, roeld>eß 
ben Hainen 8 1 u b en b erg nicht enlbielte. 
Da« flegifter ju 9JJ u dj a r'« bie IM» reichen- 
ber neunbänbiger „©efd)id)te ber ©teiermarf* 
jeigt nid)t weniger als 534 ?lrtifel unter 
bem «Ramen © t u b e n b e r g unb 68 unter bem 
«Ramen ftapfe nberg an. öbenfo finb baß 
im (Srfcheinen begriffene „Uifunbenbucb". bie 
„«Dfiltbfilungen* (bißber 27 fcefte) unb bie 
„Beiträge jurHunbf ftfiermarfifrberffiefcbtdjt«' 
quellen" (bißber 16 3abrgänge), ledere brei 
berau6gcgeben oom biflorifchen Vereine für 
©teiermaif, reiche gunbgruben über biefe« 
(Sefd)(edjt, Snbere mebr ober minber reiche 
Duellen finb: © en e a l o g i f d) e 6 9leid)6« 
unb S t a a t 6«Jp a n bb ud) auf baS 3abe 
1804 (^ranffutt a 9)1., Barrentrapp unb 
äöenner, gr. 8«) S 733 — » r rfb ' 3B « t>. 
manfletter. ©rat unb feine neuen ©äffen. 
benmnungen(©ra& 1869) S. 24—25.— (Ja r> 
niolia (?aibad>er UnterbaltungSblatt. 4°.), 
III. 3abrg. (1840/4|), « r . 73-79: .Die Stu. 
benberg". Jüon Ä. brennet. — (Jbmel, 
Siegelten ftjifer gri e b r i d)6 III. — Deut- 
fdie ©rafenbäuier ber ©egenroart, 
III. 3abrg . S. 337- 540 — galf e (3. o.). 
®rid>id)tt be6 fürftlicben .paufeC ^ied)ten< 
ftein, I. 'öb., 1868. — Fekete dt Galantha 
( Jok.J, Diplomatoria saera ducatu* Styriae 
1756. — grie§ (©ottf. (Sbm ), 5>ie ^eiren 
oon Äuenring (4Bien 1874). — $ a g e n, 
(5 b r o n i f, in „Pez, »criptorea rem in austria- 
carum", "8b. III, S. 1 122— 1 128. - $ 0 d) en. 
ed (3ob. ©eorg), Die £>errenftänbe oon 
Deflerreid) ob ber <SnnS 1727—1732. 3iod 
©inbe unb Stadjtrag. — ^ormapr, Bei. 
träge jur üöfung ber ^JreiSftage be6 örj. 
berjogS 3<>bann für ©eograpbie unb &iftorie 
3nneiDllerreid)6 im Mittelalter (3ßien 1819) 
S. 148. — fcübner. ©enealogiirbe la. 
bellen. Bj. III, Sab. 715—719. — $ufcb- 
berg(3- gerb.), ©efdiidjle be« berjoglidjen 
unb gräflichen ©tfammtbauie« Drtenburg, 
182S, S. 239-262 — Änefrbte (Urnft 
^einrid) iProfeffor Dr.) SReue« allgemeine« 
beutfebe« ?lbel«'?erifon (Seipjig, griebrid) 
JBoigt, gr. 8«) Bb. IX. 6. «-»7 [mit 
einer reichen Durüen<8itrrJturJ. — 8 ad)> 
mann (5t). Ulrich« oon ^techtrnftein 
„Brauroen Dienert" (Berlin 1841) S. «66, 
81, 83 bi« 83. 16J, 21t, 213 unb 439. — 
DlaiUtb (3obann ©raf), ©rfd)id)te t>e< 
öflerreid)ifchen Haiferftaate« (Hamburg 1850. 



t 



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8 



gran, <Bftttje«. 8».) »b. I, ©. 69-72. — 
Derfelbe, ©efchichte Ungarn?, >?->. III, 
©. 828. — «ebopil (Seopoto), Deutiche 
?Ibel6proben au« btm beutfdjen OrbrnS« 
Cenlral-aichioe (SBien 1868. öraumüder. 
«r. 8».). jReatilftbanb, ©. 203. — 9Ro l ijen« 
blott ber ratierlichen afa&cmie ber SöiiTen- 
(«haften (ffiien, 80.) 3abrgringe 1856 unb 
1859: («JJralobf oera), „Urfunben unb 
SReaeflen brr gräflichen gamilie oon ©tu- 
benberg au« bent ärdbtof be« Soanneum«". 
— iV«p«iAt<6er (Val.J, Annales Styrenses 
I74ü. — ©chmuts (Garl). $iftorifch'topo- 
grapbifehe6 2erifon oon ©teierntarf (®ra$ 
1823, ». Äienreieh, 8») <8b. IV, ©. 117 
bi« 130 [wichtiger »rtifel]. - Sangl 
(Äarlm. ), Die ©rafen oon Ottenburg in ftärn- 
Iben, int „arehio für Jtunce öftcrreicbifcher 
(fiflAiftiequfUen«', 1863-1866 _ O f ft ft . 



reichifche6 or g e nb la lt. ttebigirt oon 
Dr. 3obann Slepomuf »ogl (9Bien, ♦•.) 
XII. 3<>brg. (18*7). #t. 139 u f.: „Orftec 
reichifche abelöballe. Die ©tubenberg auf 
ffapfenberg unb öbmureef* 93on Dr. 9tub. 
S*uff — ©et* <■.)< Äamtben6 »sei bi« 
»um 3abrt. 1300 ($Birn 1869) ©. III, 142 
unb 250. — Wurmbrand (Graf), Collec- 
tanea genealogico-historica 1705, p. 1—5. 
— 3a bn (3 ), gamilienbuch Sigmunb« 
oon fcerberftein. im ,9r*io für Äunbe öfter. 
reidjif*er (Sefd)td»t«qufUrn«. ©o. XXXIX, 
1868. — l§ r o § t * Dol(ftdnbigt6 (io> 
genannte« 3 e b i e r'iche«) Unioerfal« 
Serif on ($>aUt unb Setpjig , 3obann 
$ 3ebler, tl. gol.) ©0. XL, ©p. 1167 
bifi 1176. — «öiele anbere DueQen ftnb 
bei ben einjelnen Wograpbien angegeben 
roorben. 



B. Sagen, las gaus 

©Aon in bec genealogifAen UeberftAt 
würbe rrwäbnt, ba§ ber Urfprung mebrerer 
Üibfl«famtlien in 3eifen oerfe^t wirb. au6 
welAen urfunbliAe «RaAroeii'e nie beij|ubrin. 
tirn finb. ©o foHen bie abnbcrren ber OTont. 
morencD, Dalberg, a u e r S p e c g unb 
©tubenbrrg ber Äreujigung Gbrifti bei. 
geroobnt baben. SejügliA ter Vetteren 
melbet bic Sagt, ber Slbnberr biefe« ©efAieA- 
le« fei frauptmann be« örecution« . (Som- 
manbo« bei ber Äreujigung Gbtiftt geroefen 
unb babe in bitfer feiner CfigenfAaft brin 
SoDeSopfet cur* Lüftung be« *pelme« feine 
gan| befonbere $oAaAlung bcjeigcn roollen, 
Ü b ri fl u « aber babe bem 4>auptmanne rufcig 
erroibert: „©ebalten ©tenurauf, $err9)etler". 
Da« (SroleSfe biefer ©age ergänjenb, berio>. 
ten mir noA, ba§ eine Dalberg, fo ofi fie 
jur ÄirAe fubr, beut ÄutfAer ben Muftrag 
gab. „;'.j metner (Soufine, ber lieben grau" 
(jur ?iebfrauentird)e ju 93orm«). ^lebnlid) 
lautet biete ©oge bejüjlid) ber TOontmo« 
ren cd unb Üluere>perg. ^uS folebeiu ffijbn« 
ftnn ariflofratiidjen Dünfelfi I äst fi* benn 
bo* Aar "Blandteö ernären. roafi fonft faum 
g(aubtia) endjeint. — Wh Sinfptelung auf bte 
ÄreujtgungSgefcbidjte mirb au* ertäbft: 
„3m ©Aloffe )u ©icbtenberg in Oeflerreid) 
fet oor 3eiten ein in bebräifdjrr ©praAe 
auf eine SJaumrinbr gtfdiriebener ©rief auf- 
bripabrt toorben, beffen 3 n P a,t na * f ' n,r 
alten Copie golgenbe« beiagt babe „Wein 



Stubenberg betrefFenb. 

grruub, bie« wirft bu tviflfft, ba§ biefer 
Sage ju Serufalem einer tft gefreujigt wor< 
ben, weldjen fie oor ben 'JReiftam ober boaj 
einen groSen «Dropbeten balten". Tie Unter- 
fmrift : „©moel ©tubenberg". Veiber erfabren 
wir ntdjt, an wen biefer bereit« mit SDor» 
unb ®efa)(e*t«namen au«gefiattete Srief 
gerichtet würbe, bejfen Ueberfr(iung au« bem 
16. 3abrbunbert berrübren bürfte unb welwer 
ben ©tubenberg bie etwa* ^weifelbafte 
Qbre aufbalft, iübiidjen Urfprui'ß« ju fein. 
Unb ba6 birfe Clti<";.i.t oon bem aller be« 
i&e m.fcftev ber ©tubenberg nocb immer 
nicht gefthwunben, foUte Hauptmann oon 
Öecfb'SBibmanftetter erfabren, al« er 
eine« Zage« auf einer guämanberung -u ben 
Stuinen ber 5Befle ■Jöachieneci fam, wo er 
ftch oor bem $aufe be« 9J(üaer6. eine« fletn. 
alten Wanne«, mit biefem in ein <$npräd) 
über bie SJergangrnbeit ber ©urg einlief» unb 
ber ©rei« bemerfte: „3a bie ftanb fa>on 
jur 3ett ber Kreujigung unfere« $errn 3efu 
öbrifli. benn $ontiu« 4}ilatu« bat an ben 
SRitter ba broben einen SJrief geichrieben, in 
bem er fagt, ba§ fte jüngfl oerwichen in 
Serufalem ein' großen Witjfetbäter gefreujigt 
baben. ber ba« 4«olf oerfübrt bat. Die $erren 
in oirap bte baben ben «rief", ©o fagte 
ber alte 9)ü(Ier in einem Territorium, in 
welchem gar oft bie Sporen ber Stuben« 
b e r g flirrten. — Die thronologifth nächd* 
folgenbe ©age ifi jene, in welcher 3B u I« 



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0 



i i n g oon Stubenberg, ff ine $raut 
«gnr« oon $ab «bürg unb fein Sieben, 
bubler Stübigrr oon (Sburnring bon> 
belnb auftreten; ftt mürbe fdjon in ber flenea' 
logifdjen Umfdjau gemürbigt (56 tft aber 
biet am Ott», bie Snnabme, nad) »elcber 
bie Stubenberg feit jener mit $inber< 
niffen oerbunbenen Hermälung ben 3°Pf 
«bnfrau eingeflößten in ben «Ring be« «nferß 
im ffiappen fübten follen, butcb ben (Sin* 
roanb ju entfräften, bat ber 3«>pf in ©er« 
btnbung mit bem «nfer erft com IS. 3abr- 
bunberie an auf Siegeln bemerft wirb. — 
Ofine anbete Sage beiwäftigt i;d> n ie ber 
51u6bebnung ber von bem t?6bmenfönige 
Dttotar um 1268 gefdjleiften Stammburg 
ter Stubenberg gleichen «Hamen«, meldte 
fo geräumig unb jugleid) fo belebt gewefen, 
bat bie «aniie ©efafeung ntdjt ju glricber 
3dt in ber Ätrdje <|Jla& finben tonnte. — Die 
Sage oom Stbafee ber Stubenberg lautet, 
roie folgt: ,Ulrid)6 oon Stubenbeig 
Untertban ©rorg ö er 6 g r ub e r (oberÖJefe. 
grübet), mobnbaft ju ©ftbatb, braefa am 
19. December 1314 vor $age«grauen auf, um 
jenfeitö be« Srbotfrl fein aufifbbenbe« (Selb 
e njuforbern 9Bte er fo in ber Dunfelbeit 
babmging burebbrang biefelbe plöfclid? ein 
feurijer QManj, weither bit ©e|talt eine« 
licotäugigen Änaben umfloi ber ibm mit bem 
SJorrourfe entgegentrat, loarum er um wenige« 
(Selb fo tont laufe, ba er in ber Stäbe einen 
re:djen Scbafc beben fönne. Unb ooran fdnitt 
ber litbte Änabe na* einem ffiadiboloer- 
ftrauebe, neben roelfbem eine bobe eiferne 
2fcür ficblbar ttutbr. Dwcb blffl tiaten fte 
in ein gto&e« ©eroölbe, unb weiter ging e« 
burd) einige anbete, tn renen Äoblenbaufen 
lagen, tU fte |u einem ©elafi famen, 
in meldjem Reben mädjtige (Stl'entcubfn 
ftanPen, auf beren mittlerer ein groler 
frbroarjec fcunb bocfle. 31(8 fte nun burd) 
bie ©emäcber )urü(fgingen. btrfc bet Änabe 
ben Jauern jwet pänbe oed oon ben jtoblen 
einfteefen. 93or bet 2bür ober fragte er ibn, 
toa« er iuor>( glaube, ba§ er in ber Jafcbe 
babe. Da griff ber t»auer nad) ben jtoblen 
unb fanb fte ju Stücfen ©ölte« oerwanbelt. 
„So bole bir Denn ade Za/tt jroei fcänbe ooQ 
oen ben Jtoblen au« bem mittleren ©eroölbe, 
bed) büte bid) ivobl, ba« ©ebeiuiniB ju Oer- 
tatben, ba fonft wer-er bu be« teid»en fflolDe« 
langet genieien wirft, noch ein änberer. 
Dann abet roareft bu oerpfliebtrt, biefe jwet 
Sifeaftjcblüffel, bie id) bir biermit übergebe, 



(aittuil ben baranbängenben «Uergamenuetteln, 
melrbe mit flotbtidjen «udjftaben befebrieben 
ftnb, tein. t ©runbobrigfeit einiubänbigen". 
SXit biefen ÜBorten entiebivanb bie 8td>t. 
geftalt. Der S?auer aber luctote täglid) feine 
öoloquelle auf, f jufte fid) oerfebiebene (Srunb- 
flüife unb erregte baburd) bie ^ertounberung 
ber Van..' roelcbe nidt glaubten, bai bie 
plöfclicbe ©eränbetung in ben Hetbältntffen 
be« dauern mit reebten Dingen jugebe. 
fonbern ibn für einen 3<-*uberrr bielten. 93or 
$errn Ulrid) oon Stubenberg gebrad)t, 
weigerte er ftd) ftanbbaft, bie Quelle feine« 
9teid>tbuni6 anjugeben, tnbem er betbeuerte, 
bo§ er nidjt auf unrbrlicbe SBeife }u bem 
$olce tomme, unb fl* überbieß bereit ep 
flärtr, nun aud> Hinein (Srunbberm täglid) 
eine .^anboell be6 WetaQeS «u bringen. 
9?ad)bem er längere 3«t mit feinem $ertn 
ben Sebaß getbeilt batte. würbe er neuer« 
bingfi oon ibm beftürmt, ben gunbort ju 
jeigen, ungeadjtet er ntdjt unerwähnt gelajfen, 
bal mit ber Cfntbedung feine« öebemt' 
nifftl ba? öclb für fte beide oetloren fei. 
Unb als er über wieberbolteS Drängen enb- 
lid) ben v- oon Stubenberg jur Stelle 
fübrte, fanben fte bafelbft nid)t« weiter alfi 
bie 28ad)bolDerftaubr unb bie Sd)!üjTe(. bie 
et täglid) barunter oerborgen batte. Da • 
erjäblte er benn feinem 4>erm cie ganje 
Q6efd)id)te oom Sdjabe unb übergab ibm bie 
S (bluffet mit ben ^ergamentjetteln, auf 
benen bie SHabnung gefdjiieben ftanb, jene 
wobl }u bitten, ba bureb fte ben Stuben» 
berg feinerjeit ein gto§e6 ffllücf brfebieben 
werben fotle. Die beiben Sd>lüffel, welche 
aüerbingfi einet (päteren 3*«t anjugebören 
febeinen, werben nod) ji^t in ber gamilie 
aufbewabrt, weil nadj einer Variation ber 
Sage bem legten männlidjen Sproffen ber 
Stubenberg ober einem oon Äranfbeit 
befaOenen $)itg(iebe biefe« (ScfcblerbteS e« 
beftimmt fei, ben in ber Stäbe be« Sd>ö<fe(< 
freujeS oerborgenen Scbag ,iu beben. [®r a^ e r 
Jageßpoft, 1863, 9Jr. 132. im geuilleton 
,Det Sd»a$ ber Stubenbetg". — D i ef el b e, 
abencolatt, 2». OTat 1875. 9?r. 119: ,Der 
Saja^ ber gamilie Stubenberg". SBon fflil« 
beim «jron Jtalcbbetg. — jtellerbau« 
(^enneu« 8« J ), Srauerrebe auf ben am 
lt. 3uli 1708 begrabenen Seopolb f>crm 
oon Stubenberg. — ö t a | et Q o l f «b l a 1 1, 
1868, *?t. 32*. im geuilleton. v Sage übet 
ben Urfprung be« Sd)a$e6 ber Stuben- 
berg-] 



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10 



C. Heppen. 



Tat ältefie 2ÖQPPCM 6fr Stubenbe rg, 
welche« ficb auf einem an einer Urfunte oon 
11«8 bangenben «Siegel mit Der tfegenfe 
„Sig...m Ulrici de Stubenberch- befinbet. 
jeigt ein rechts aufipringenbeS Ibier — SBolf 
obrr gucbS. 3tbod> febon berfrlbe Ulrid) 
änberte Frin fflarpen, benn 1215 ifl im Siegel, 
felbe rtott beS SbiereS fin einfacher geftürjter 
'änfer ju leben Der 2lnf f rttng untrn ifl aber 
noch leer, trft im rierjebnlen 3abrbunberte 
wirb Der bureb D.n SHio^ gezogene blonce 
fcaarjopf 6er '.'Ibnirau. beren in ben Sagen 
Qrmäbnung gefebab, wabrgrnommen. Später 
»«lieben fcerjog Silbe echt Der ÜBeiie oon 
Qefterceid) unb feine (»emalin 3obanna 
(Srbgräfin pon 'Ufirt mit Dem Briefe ddo. 
23ien 4. grbruar 1347 Dem Slhnberrn ber 
23urmbergcc tfinie, Ulrid) (IV.) oon 
Stubenberg (1321 — 1303), pctS .fccint. 
fleinob ber perrfebaft ^Jtict . „ein gulbinrr 
^üoftbt - . SeDorb in feinem fflappen ber 
Stubenbe rg enefaeint Dicfer *oirben golben. 
ionbern immer nur febwarj unb weife tlaion. 
nirt. Der römiiebe Ä6nig SScnjel oerleibt 
mit Dem OTajiftälSbriefe ddo. Drag «9 Dr. 
cember t4lo 3acob oon Stubenberg, 
oon welchem Die nod) Irbencen (SeicblecbtS. 
angeborgt« abftammtn, eine g^lDene Jerone 
auf btm Schübe res SBappenS. 3« gpItK 
btr 1432 oolljcflenen SJermälung 8 e u t b o I D S 
oon Stubenberg mit SgneS, öer Cfrb- 
todjter oon Vrttou. nabmen Die Dicfer (Per- 
binDung entflammen? en jlbfommlinje DaS 
•Kappen Der löurnibera an. mocuieb ii* 
allmälig bis jum I? 3<ittbtinbeite ein nto. 
Derne« fieiberrltcbeS Wappen bfiouS.iebileet 
bat. DaSfelbe beftebt au6 einem quabtirren 
SthilD mit fceijfchilb. Der leitete |dgl in 
'Jiotb einen werten 3lnfer mit Drei filPernen 
Stachen C.lnfenftein); ber yaupt|d)ilD 1 unb 
4: in Schwarj einen geftürjtin »nfer. Dur* 
Den ÜRing gejogen brn blonDen fcaarjopr. 
alS DaS Stammwappcn ; 2 unb 3 : in ©flb 



einen febwarje:: 9Curm, für 20urmbcrp. über 
beut Schilpe brei offene fcelme, bie bnben 
äu&rren gcfionr, auf bem mittleren ein ge« 
rounDener rotb ■ werter Bunt. Die fcrlm- 
jierDen ftnb rechts fechS StraufcfeDern, jur 
fcälfte febwarj, |Ht fcälfte weis. linfS ein 
fchroaner $JajiI-6f (Trache) mit werten ober 
auch fcbwarjrn glüarln, in Der Witt« über 
btm ^unbe ein werter Slnfcr, oben grjicrt 
mit einer flrinrn polbrnen ftcone, auS welcher 
l'ccbe gebern apirethfclnb wert unb rotb. 
beroorwallen. Die fcelmberf en fmb rechts 
fdiwarj.wert, (infS febwarj gelb, in ber Witte 
rolb'Wert. Die norl) lebenben Stub'nberg 
ber Ä a p f e n b e r a e r Smie fübren ibr Stamm, 
wappen tn ber urirrünglichen (Jtnfacbbeit: 
3m irbwanen »chilbe einen pfablweife über 
neb tieftürjten etitrnen l >lnffr, mit feinem 
'Biteibaffii. Dem Cuetbol,e, uns unten be. 
finDlicben Simge, rureb welchen ein geflorh« 
tener blonber jpannepf aejogen ift. Ter 
auf bem Schübe rubenbe offene gefrönte 
fcelm mit icbw.uj rilberner Decfe trägt einen 
SJufeb oon fedjS öet 1 "«. brei rechte filberne 
unb biei linfe fchwatje Uon ben Folianten 
be6 ©appenS, welche in aOappenbücbern, 
wie i. in letiem DeS 3 Jt hariaS iöartfcfa 
auS bem 3^bre 1S67. unb auf Siegeln oon 
Urfunben, •© einer ddo. Saljbura. 
3. Wärj 1247, aufbewafcrt im SDiener f. f. 
JpauS'. fcof> unb itaatSarcbiP. porfommen, 
leben wir ganj ab unb erwäbnen nur noch 
ium SchluiTe, ba§ bat 3Bapren ber Stu. 
benbera. auf Die »itteiBol fg a n g S (XVI.) 
aus biefem jpauje. mit bem WaieftätSbriefe 
Äaifer JerbinanbSII. ddo. Sßien 30. <Ro. 
oember 1635 bem jur .{terrfchaftgrauenburg ge. 
börigen Warfte Unjmatft in Cberfleier in fein 
©arpin einnerleibt würbe, unb in golge beffen 
ftebt im Warftwappen im rotben Sduite auf 
einem gelfeit ein pefrönter ffhwarjer 3lDler, 
welcher in feiner rechten ftlaue ben geftür)ten 
filbernen l'lnfer ber Stubenberg bält. 



D. törab- unb fonftige Hrnhinfilfr. 



Seltfamer JUeife iß in btefer «ejiebitng bie 
gamilie Stubenberg in Unbedacht ibreS 
Alters unb ihrer einftijen ^ebeutun^ auffa'- 



lenb fpärlid» bebarht. Die gamilienbegräbnift. 
•l .'Htm }u St OSwalD in itapfenberg. bann 
näeb'l ©uterberg juerft in 'ißatTail. (päter, oon 



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11 



1563 bi« 1 75 1 ju «Maria am '.löeijberae unb 
in neuer« 3*'' Waria Soretto in ©utrn« 
bttn, finb nur bur» ben allgemeinen 4>tn« 
»er«, bat ficb bier bie «Bioilbe ber gamilie 
befinbe, a(« feiere erfenntli». Den allen 
©ruften in Cen Ätöflrnt Serfau unb Kein 
feblt au» biete ^ejridjnung. Senfuniler 
einzelner Sprofien fommrn an biefen Orten 
gar nitbf, anbermärt« aber au» nur in 
geringer änjabl oor. 3n ledere Äatrgorie 
geboren in ^affait ber ©rabflein be« im 
3abre 1400 oerflorbrnen ($riefter«?) $an« 
oon Stummbrrg; in ber 0«n>alc>8fircbe 
ju Äapfenberg ba« »oiiogniiälPe ffiotf« 
gangS $errn oon Stubenberg. angeb« 
Ii» au« bem 3abre 1490; auf bem 6t. War» 
tin«'Äii»bofe bafrlbft ba« ©rabmal ber am 
30. 3uni 1862 geftorbenen Slngelica fcrrrin 
unb (SVräftn oon Stubenberg; in ber 
3acob6firae nä»it ber grauenburg bie Örab« 
mäter tr« am 1:«. gebruar 1574 oerf»irbenen 
griebri» unb be« am 10 gebruar 1598 
oeibli»enen 21 n b rd $erru oon Stuben« 
b e r g . (totere« oon prä»tigrr ftulfubrung ; 
in ber Tom!ir»e }u ©rafc ber ©rabflein 
ber am 15. September 1544 oerftorbenen 
grau 0 { i f ab et b , geborenen oon Stuben* 
ber g, SBiiioe be« Stepban greiberrn 3« t fai 
|fl Oberumbach in Ungarn; ju SAlofc 4>au6« 
amba»er in Unterfleier ber (Stabflein be« 
am 6. September 1636 oerbliArnen Sefifcer« 
bafelbft granj oon Stubenberg ber 
SBurm berger 8inie; in ber ©eorg«fir»e 
ju "Ufitau ber unbaiirte ©rabßrin Da Jlnna 
Su f anna SBetter (oon cer SJilie), gebo- 
renen Stubenberg; in fflien in ber SMine« 
ritra*, lorotbeer« unb 9lugufitnerfir»e bie 
©rabfleine beßöraömu« oon Stuben» 
berg« SBurmberg, gefl. 1521; ber $e« 
lena, geborenen oon Stubenberg, ©e« 
malin «Äubolpbß oon £ob enfelb, geft. 
1515; ou St. Xorotbea) be« fltnbe« Söul« 
fing, geft. 14. September 1575; (bei ben 
äuguftinern) be« taiferli»en (Sbelfnaben 3 o« 
bann SRepomuf, geft. 19. 3änner 1767. 
3n ber S»loScapeüe *u ^Jotrenboif in Wie« 
beröflrrrei» ber ©rabfltin be« 1585 orrflor« 
benen (5a5par oon Stubenbtrg; in 



St. 3nna |U Sbalbtiut nd»ft 30el« in Ctcr« 
öflerrei» ba« ©rabmal be« 1565 oerfajiebenen 
Äa (im ir 4>erm oon SJoll beim unb feiner 
am Oftermontag 1563 gefterbenrn ©entalin 
Gupbemra, geborenen Herrin oon 6 tu« 
benberg; ju i'bfiburg in Aärntbrn ber 
®iabflein be« jtiuben 3 «? f e p b , «eil. 
26. Hugufi 1665. 3n ber X>rr i«aIti L if (ittSf irdye 
)u Siegenfiburg bie ©rabmdler ©e c r g 8 . be« 
älteren t»errn oon St u benberg, gifl 1630, 
bannbe6 3obann9Bilbehn 4>errn oon St., 
gell. 1663 unb feiner ©uuaiin g e l ic i t a « $> o» 
rotbra, geborenen greiin oon (Sibi«roa(b, 
geft 1667; auf bem 3obannr*fir»bofe ju 
Dumberg t>ie ©ebäajinifctafei ber am 30 <Ho« 
oember 1665 oerftorbenen ©rinalin © e o r g 8 
$errn oon Stuben b er g, Ulmali«, bet 
2eBten be6 fcauie« ?ie»tenftein.SWurau; 
in (SiAftäbt Dir bieiem 3abrbunbertr angebori- 
grn Xenfmale ber beiben 'üifdjöfe 3<>fepb 
unb g e I i r Herren uno ©rufen oon S t u b e n« 
berg. — Sin f»one« $otio>©la6gemälbe au6 
bem 15. 3ab>bunbrrte. mabri AemliA oon 
5i e u t b o I b oon Stubenberg, bem $errn 
ber naben $ollenturg, geioibnut, befttjt 
bit ÄirAe be« ehemaligen Älofler« Mietling 
in Ädrntbtn. — Uenffleine mit 3nf»tiften 
uno SBappen, jumeift )ur Slnjeige ooüjoge« 
ner ©auten, finben fi» in ben Scblöffern 
©utenberg uub ©urmberg, im Crte grauen« 
berg unter ber grauenburg, im iBarfte 3}fur« 
ert unb an ber ©renje ter »JKurecf'frben 
äQilbbabn mit ber 3jbrr«}ab( 1626, an ber 
3ieinii»mubi< nä»|i S»lo6 SBagna bei 
?eibni*}, in ber Deuif* « OrbenfifirAe ju 
griela» in Ädrntben. unb an Dem 4)au(e 
Wr. 6 (einft 107) in ber Stempfetgaffe ju 
©raj »ar im 3<>brf «787 ein fol«er oor« 
banDen (äJlaper'S Steiermdrfif»e Mlter« 
tbünier 1788. S. 99J. 3J}it bem ©appen 
ber Stubenberg finb beieianei bie Air« 
»en St. Slegib in ©raj, St O«n?alo unb 
©L SRartin in Äapfenberg. St. Äatbrein 
in ber Raming, SlUerbeiligen im Würitbale, 
St. Ulrid) in ber Stain). St. Siuprcdit 
nj»ft ©utenbaag in ben 3Btnbif»bübeln uno 
»obl no» anbete mebr. 



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12 

£. Befitmngen. 



Die ©tubfiii > ; brfaften foroobt au«, 
«eöfbnim SUIobial». als aucb lebenmäiigen 
S5eft& unb waten überbie« ff Ibft »eben«, 
beeren 3n ber ©teiermarf (aa, ibr Gigen. 
tbum in ber $Mütbrieit be« ©efrblecbtr«, 
vom 13 biß 15. 3<Jbrbunbfrtr, befonber« 
im «Dlurtbale. bann um Äatt'cb , grauen» 
bürg unb Äraubatb; im «Dlürjtbale geborte 
ibnen ba« ganje (SVrbtet t>on Sapfenberg, 
ferner jum großen Zbcile bit ©eitentbäler 
ber 8ammina unb ber ©taini , rnblicb in 
ber mittleren ©teierinatf bie Umgegenb oon 
6t. 3obann bei $etberflrin. oon SJölIau 
unb SJanail. »ort biefen »eft&ungen et- 
bielten ftcb biä beute in ber gamilie: Ober« 
Äapfenber;*, mit iEQtrbrn, unb Vturecf al« 
Sainilifn.gibe!commi§; bann at« »Uobialbefifc 
©utenbern mit SRabegg unb glabnifc, rnblieb 
©tubega mit $kffail. <5inltmal6 roaren )u 
oeriitiebenen 3ei>en fürjer ober länger nod> in 
ibrrm S5»ft$e, unb jirar nör blieb oon 
©rc|t: grauenbutg bei Unjmarft. 1437 bi« 
1698, flaiferßberg bei Äruubatb, flatfeb, bi« 
1465 ?ano6fron ob Skucf, Üeonrotb im 
Äainatbtbale, ?ie*ten*cf im SHiiritbale. ?ie*. 
tenftein bei 3ubenburg, bi« 1437, 'JRünirb- 
boten, St H 15eter am Sammerfibrrg. Jttoienfel« 
bei Obermolj, ©tubenberg, ©turmbetj bei 
©etj , Sreuenftein (Iraroenfirsn), bi« 1617, 
©olfenftem, 1354 pfanbroeife, ©ülfingfrein ; 



füblicb oon Örafc: Snfenftein. 1441 bi« 
1443, 'Bertbolbflein, <5ben«frlb, (yibiewalb, 
Sbrenbaufen, graubeim, greibiebl, ©lettben» 
bera, foolbrnretn, $au« am ©a*er. fcart- 
mannSborf, fcoQenecf (?t. 6t, Jobann am 
Draufelbe. Äle*. $ettau<?). Dber.Stabfer«. 
bürg, JHitger«burg, 6cbletnifc. 6cfamieren' 
berg fammt 9Äele»in bei 8eutfebaeb, ©rbroan« 
brrg, ©eUein (SDöQan), 1437, ©ilbon 1441, 
©urmberg. oon 1432—1603. Hu&erbem oft. 
frhiebene fleinere ©efi&ungen. meingärten, 
fecb« Käufer in ©rafc (bermalen jiuei) 
ebenfo berjett ein $au« in ©irn. ©ebon 
im ^Mittelalter, roo bie 9Hautben nceb 
ianbe6fürft(icbe JRegale waren, etboben fie 
biefe 6teurr oon jtapfenberg. Ueberbieß 
befaSen fie in O e ft e r r e i * : ©uttenbrunn bei 
«runfireben, fcaugenftein (?), $öflein, Rotten, 
borf, Hutten, ©äaUaburg, ©rböngrabrn, 
©iebfenberg. ©impaifing ; in * 6 b m e n : 9Jeu» 
ftabt an ber SRettau näebft Sofepb^abt, ber« 
mal: ©eper6berg bei ©tlbenfebvoert mit *3 
Orlfrbaftrn unb ein'm Areale oon i 57 
Quabratmetlrn; in Äärntben: Drauburg, 
oor 1375. fcollenburg, 1432 bifi circa 1470, 
SanbSfron, 1436-1447, JReifnifc, 1436 bi« 
1447 ; in griaul: 6eblo§ Stubein, 1417; in 
Ungarn waren fie ÜHitbffi&er in ©jala» 
ffijerfjeg. betmal notb in ©jefelubib mit 2 60 
Quabratmeilen. 



ienftroiirtrige §pro([en te Saures ^tubraliEig. 



1. 9lngclica (geboten 13. 3uni 1808, 
geflorben 30 3uni 1862), rine geborene 
Gräfin irautlmonsborff UJeinsßerg, beut ©ra- 
fen ©olfgang € t u b e n b e r g 

am 16 »DJai 1833 angetraut. Bemerfen«' 
toalb erf*eint e«, baft biefe Dame in ben 
Genealogien CeS gürftenbaufe« $ r a u t t< 
tu a n S b o r f f nirgenb« auägeroteien ift. 
Ta« Sinbenfen ber ©tartn , becen (Sbc fin< 
berlo« blieb, bat fub nur bureb ba« ebenfo 
(cböne al6 toflbare SRonument erbalten, tvel< 
cbe« ber ©atte ber ©rceroijtfn auf bem 
griebbof Sjnct Dlartin |u Äapfenberg in 



©teiermatf \)<xi fe&en laffen. »luf quabra. 
tifibem Slarmer'tyebeftal geroabtt man jroei 
beinabe lebenSato&e giauren au6 ©ronce in 
ft&enber Stellung aneiuanber grlebnt. Die 
eine mit etbobenem Areuj. ba« (Soangelium 
in ber 8infen. ben »lief na* oben geri*. 
tet, petfonifteirt ben ©lau ben. bie an» 
bere in bie gerne iojauenb , bie brennence 
2ampe in ber ^anb . bie Attribute be« 
©eintrüge« unb örobe« )u ibcen güien, 
ftbeint bie * a r mb e r | i flf ei t ju oerfinn« 
li*en. Im SRance be« ?Jtebeflal« über ber 
3nidjrift befinben ft* bie oereinigten fflap» 



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13 



prn ber Käufer Stubenbtrg unb 
Xrauttman«borff in ©ronte. Die 
SnfArift. mit ben 9iamen bec ©ererotgten 
an ber itikt lautet: öngel h e t &* i d) 
unc Ongrl roar i * . $om Gimmel 
fam td), }um Gimmel fobt' id>. 3« 
dfrfrlben liegt aud) bie ganje iMograpbie 
b« SDerltorbrnen , bit eine SEBoblt^äirrin 
bfr Sinnen, tinr ÜRutter ber ^»tlfloff n unb 
3}erroji*ten war. Da« Drnfntal mürbe, 
nad) einem öntrourfe be« SMlbbauer« 
Strefdjnaf, oongerntom in ©tonte 
gegoffen. Die Jtoften be«felben erboben fid) 
auf 6000 fl. Die Snlbütlung tes TOonu» 
mente« fanb im Oftober 1864 flatt. — 
2. ttnna, fiebe ben befonberen »rtifel 
15 30J. — 3. Q?a«par (geft. |u Sit» 
maning im 8ungau am 25. Cclober 1*78). 
(Saepar. ein Sobn be« ibomaS oon 
S t üben ber g uiid beffen ©attin öl«, 
betb oon Jtranidjbtra. unbmele fid) 
bem geiftlidjen Stanbe. 3'« 3<>bre 1*78 
jum Dompropft in Saljburg gemäblt. ge» 
rietb er mit brm (Sribifdjof ©ernbarb oon 
Stobt in idjroeren unb nad)baltigrn $aber. 
Sirfec entbrannte, als ©ernbarb, ibm 
unb bem (Scpitel jundcbfl ba6 9led>t ber 
$3efe&ung ber 'Urcpftet ju $öaelivarb ab« 
frredjtnb , ben tjorbettn ä&ilbelm Stein» 
bauf mit ffleWJlt in birfe Stelle einfübrte. 
*alb barauf rooüte ber Grjbifd>of bem 
Dompropfte ben bieiem gebübrenben SBor» 
rang cor beut iMidjof oon tfbirmiee neb» 
m«n. Darübrr fam e« am 27. «Dlärj 1478 
roäbreno ber $$roceffton |u offenem Sran« 
bat. (Snlrüftet legte ber Dompropft S t u» 
benberg 3nfu( unb $>anbfrbube ab, 
befdjwerte fid) laut über ba« ibm jugefügte 
Unred)t uns oerlufc bie $roteffion, fid) fo- 
fort ju $ferb an ba6 faiierlid>e $of(ager 
begrbent, reo er bem $errfd)er feine 2ad»e 
felbft oottrug. Diefer lub nun ben QErj« 
bridjof cor fid). 91(6 aber Cernbar b nidjt 
golge triftete, fonbern rrfi al« Slbgefanöter be« 
t>erjog6 8ubroig oon Oapern in Sadjen 
be6 Xürtrnfriege« in Sinj erfdjif n , roo ber 
jtaifer eben $of bielt, i.tfc berielbe bie iür» 
fenfad>e fallen unb brachte ben Streit be« 
tjrjbifdjof« mit beffen Dompropft }ur 
6prad>e . roobei er jenen an reffen oor 
mrbrtten 3<>bren aulgefprodjenen SEBunfd). 
ba« (JijbUtbum abjutreten, erinnerte. 3u» 
gleid) brmerfte ber Jtaifer. bafe burd) bie 3tefig« 
nation be6 tfrjbifdjof« nidjt nur alle £cin» 
bei , fonbern aud) bie mit biefrn für ben» 



felben oerbunbenen ©erbriefrlidifeitrn am 
einfadtften beioelegt würben. Dem jtaifer 
aber lag fr r>c barait, bie Sacbr in birfrr 
SBeife beijulegen, ba er längft im sinne 
batte, feinen (Sünftling ben tfrjbtidjof oon 
(Sran 3obannr« <D e t e n f d» l a g e r , ber 
fid) com $>ofe be« Jtonig« a t b i a 6 
(5 o r o i n u 6 mit oielen £d)ä^cn unb 
5t(einobien }u ibm geflüdxet. auf ben erj< 
bifd)öfdd)en ;:u;i oon Salzburg erbe» 
ben. schon mar bie Sadie im beflm 3uge, 
aie be« <3r)biid>of6 b'f'igfter (Regner tropft 
(Süfpcr, welcher, feit er iriber jenen 
beim Jtaifer Jtlaue geiübrt, al« brffen 'Jtatb 
am ^oflager fid) autgebalten. eine« p!o|< 
lidjen lobe« ftarb. "Jtun rooüte Sern» 
barb. it>rld)eiii ber an Qa«par« Stelle 
jum Domprorfte geipäblte Qbrtftopb öbron 
eifrii) ergeben roar, aud) oon riner Stefig» 
nation weiter nid)t« roiffrn unb regierte 
nod) bi« 1782. 3n tiefem 3abre enblid) 
entfagte et bod) unb lebte nun bi« 1487 ju 
ütmaning, roo et an einem £d)IagfluiTe 
ftarb. (3auner (3uba« Ibabtäu«), (ibro. 
nit oon Salzburg (Salzburg 1 79s. gran) 
Xaoer tuple, 80.) Seite 134—161 in ber 
,©rfd)id>tt bt« (Srjbifdicr'S « e r n b a r b 
oon SRobr]. — 4. CFaepar (geft. 1524). 
Son ber 8mie ffiurmberg. (Sin Soljn te« 
J>an« Stube n berg [S. 19 «r. 22J, 
ber burd) ieine Öbe mit "JRartba. einer 
iodjter be« 3Jlatbia6 Oaum f ird>er, in 
bie Sßermirtlungen feine« Scbiviegeroater« 
mit bem Jtaiier bineingeitffen unb fuid) ben 
SOerluft mebierer ©efifcungrn an feinem 
Serm6gen ftatt grfd)äbigt rouibr. (Ja«par 
befanb fid) 1319 a(« Sluftfcbuimitglirb ber 
fteierifdjen Stanbe bei ber pultigung. rptldje 
biefelben Jtaifer Jtarl V. unb benen *}ru< 
ber (Srjber)og gerbinanb barbrad)trn< 
(Sr oenniilte fid) jmeimal, »uerft mit Bar- 
bara oon 2?inffy, bann mit Jnno oon Jtuers- 
perg. 3u6 ber erftm Qbe batie er nur )ipei 
2öd)ter, oon benen eine ben Sdjlcier nabm. 
Der erftgeborrne Sobn^ranj au« ber 
imeiten <f be pflanzte bjß > tdjt fort. 
— 3. <E6riftian (I.) (geft. 29. 3anner 
1744). ©out Jt a p f e n b e t g e t Sllt. Det 
jüngftt Sobn gtanj ©totg6 unb IHa» 
ria Jtatbarina« gebotenen tiJräftn 
3tinb«maul. 9nt 23. Sprit 1713 ju 
<Sra$ in ben beutfdjen SRitta-Crcen auf» 
gr(d)ivoren. rourbe er ipätrr öomtbur ju 
Sritfad). 3m Dienfte ber faiferlidjen Slrmee 
fodjt er roäbtenb cer Kriege in Italien. Un» 



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14 



garn unb im bruti*f n SReidje. 8m S. <JRai 
1733 routce rr faiferltrb innrtöflrrreid)tfibrr 
.StrirgÄratb, toirfltcber Oberft unb Gomman- 
bant ju Soanic, einer befcfttstc-rt Stabt in 
ber aoalifdjrn tDh'liidrarrnjf, 1732 ©eneral 
unb Gommanbant von ©rafc, reo rr jrooff 
3abre fpäter rtatb. — 6. QNa6tnut (geft. 
cor bem 3uli 1*66). Soiu jtaprenberger 
9lft. Gin Sobn be« öan« (III.) Slu< 
benberg unb ber Unna oon »ernerfb. 
Cr erbielt 1*63 bei bec Grbtbrilung jroi. 
fdien feinen Brüban 2boma6 unb SBolf« 
gcng Sted)trnflctn unb graurnburg, oon 
meldten et erflerr« 1*63 on ben Äaifer 
oerfaufie. Huf bei« Leibnifea Lanblaje oon 
1462 rourbe er angefidjt« ber inneren Un> 
iuben jiiui flänbtfdjen getcbaupimann für 
Obetfteier mit 200 «Dfunb Pfennige 3abrr«. 
gelb ernannt. Gr blieb unoe ruuilt. [Bei- 
träge jur Stunbe ftnermärftfcrjer ©efdjidjt«. 
JDueOen. Bb. XI, S. 37]. — 7. gfeli* 
(geb. 13. Dctober 1748, geft }ioifd>en 1824 
unb 1833). »on bem nodj blübenben 3n>eige 
beS Äa pfenberger 21'te« Gin Sobn be« 
in jtoet (Iben mit 28 Äinbern aefe^neten 
©raren Leopolb auß beffen erfler Gbe 
mit \H n n a Barbara, einer geborenen 
Sttaffolbo. ©leid) feinem älteren Bru- 
6er 3ofepb fcblug au* er bie geifllictoe 
Laufbabn ein; erwürbe 1790 äBetbbifcbof in 
Gtdjftäbt unb nad) bem iobe ee« ©rafen 
(loben jl im War) 1793 3)onipropfl , al« 
meldjer er ben Ittel eine« Biidjof« oon 
Jenagrta füb'te. ©eine LebtrnSfdjitffale tnü« 
pfen fi<b au jene frineS Bruber« 3offPb. 
be6 regierenben gürftbifcbofS oon Gidjftäbt 
unc Grjbifdioiö oon Bamberg |ftebe bie 
befonbere ?eben«frij<e Seite 32J. g e l i t 
liegt in Gidjftäbt begraben. — 8. ,uaiM 
(geb. 22 9iooember 1722, flf ft. 1795). »on 
einem bereite etlofdjenen 3weige be« $t a- 
pfenberger Slfte«. (Sin Sobn be« f. f. 
gelbmarfdjall . Lieutenants 8 r a n j b e 
»aula oon Stubenberg unb War ia 
2 b e r c i i a 6 oon © e r a. (Sr bleute gfrfcb 
feinem Bater in ber faiferlitfoen Srmee unb 
roar oon 1773—1776 Oberft unb Common« 
bant be« 40. 3nfanterie • Regiment« , oon 
1776 bis ju feinem lobe ©rneralWajor. 
— 9 ."rram ©tote (geb. 23. 3uni 1645, 
geft. 1715). Born älteren 3ioeige be« 5t a- 
pfenberger StfieS. (Sin ©obn SBolf. 
gang 6 (XVI.) auS betfen erfter Gbe mit 
Snna GreSrentia greiin oon Sdjeitt. 
Gr mar 1677—1688 ftänbiidjrr Berorbneter, 



bann Witglieb beS inneroilerreidjncfaen ge> 
beimen 8atb<«, feit 17üü LanbeSbauptmann 
in ©örj. 1670 oermälie er fid» mit ber 
©rärln ülaria Katharina oon Hinosmaur unb 
ivurbr mit tbr ber Stifter beS jüngeren 
Slfte» ber Stubenberg ju Ober. Stapfen« 
berg. ber jur 3eit im TOanneSftamme er- 
lofdjen unb nur nod> in ben beiben 2ödV 
fern beS ©rafen »iuS (gefl. 1824), in ber 
unorrmälten ©rann Watbüoe unb in 
3obanna oermälten ©rärln bobifc unb 
SSolframifc forlblübt. — 10. ,vranj be 
*Patita (geb. 1688. geft 10. 3uni 1751). 
Bon einem fdjon erlofcpenen 3roeige be« 
Äapfenberger «fte«. Cfin ©obn granj 
©eorgS unb flRaria ÄatbarinaS fflrä. 
fin JRinbSmaul. (Sr betrat bie mifitärifdje 
gauibabn unb mürbe fdjon mit 31 3abten, 
1719, faiferlitber ©rnrrat, 1729 gebeimer 
Starb , 1733 ge(bmarja>aa> Lieutenant unb 
brei 3abre fpäter commanbirenber ©eneral 
an ber croatifdjen fflrenje. ör mar mit 
fltaria Cr)«rr(la oon Q3erd oerbetratet. Ob bie 
auf btr II. Stammtafel aufgcfubrten Äin« 
b<r bie feinigen finb. ift nidqt feftgefleQt. 
[t b ü r b t i m (änbreaS ©raf), gelbmar« 
fd)att Otto gerbinanb ©raf oon 9lben$perg 
unb Jraun 1677—1748. (Sine militär-biflo« 
rifdje LebenSffijje (fflien 1877, BraumüUer, 
gr. 8° ) €. 337.) — ||, $rfebtid> (II.) 
(geft. iroiftben bem 2l>. September 1318 
unb bem 29 Drcember 1319) (Sine ber 
rittaiirbften ©eftalt^n beS <D)itte(a(ierS , ein« 
ftebenb mit feinem Leben für bie verbrieften 
Siedjte feine« LanbeS. Durd) ieinen »ater 
Ufrirb (II.), ber fid) mit QlSbetb oon 
Orten bürg oermalt batte trat er in ben 
StreiS ber oornebmllen gamifien feine« Lan. 
ott. grübteitig totbmete er ftd), roie e$ 
bamal« Sitte roar, bem SBaffenbienfte. (Sr 
forbt für ffaifer 9iuboIpb im ÜRarrpfelbe; 
befanb r«b im ©efolge beS (Sr^biicbofS 9iu> 
bolpb oon Salzburg, als biefer fida ju 
3ubenburg am 11. Wai 1286 mit bem ^>er« 
jog Sllbrrdjt auSföbnte; ertoarb 1288 mit 
feinen Brübern Ulrid) unb b einrieb oon 
Leutbolb oon Äuenring bie nod> beute im 
tBefife ber gamilie befinblidje Burg unb 
berridjaft ©uttenbrrg um I2üü Warf 6tl< 
ber«; idjirmte 1290 ol« »oat ber Stift 
8ambrr<bt'fd)en ©üter im SMürjtbale ba« 
5tlofter gegen roibetred>tlid)e Snfprürbe ber 
apfalterer; 12»! eilten er unb fein Bru« 
ber beinrid» mit bem größten aontingente 
unter allen fteierijcben (JMen (200 Leiter) 



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1 



5 



Dem v«ioge 91 Ib recht ju tylfe. um bie 
in Oefterrrtcb eingefallenen Ungarn jurücitu« 
roeifen. 911« ber $erjog barauf nach ©ra(? 
fam, um ergiebige 33eitrdge ju ben 93ebürf- 
niffen ctS Staate« ju begehren, erneuerten 
bie Stdnbe tbre (djon früher ooraebradjte 
Bitte um 93efrdtigutm ihrer SJrioilegien, 
fanben aber rein ©ebör Die Cfrfldcung Der 
Stdnbe. in bieiem gaQt btn ffieborfam 
aufjui a«en , führte ju gegenfeitiger (Srrr. 
fluni}, D:e Stän:^ mit bem 93i(diof tto- 
polb oon Setfau an bet Spifce. traten 
nochmals ooc ben perjog mit ber 93itte 
um 93eftdtigung ibret greibetten unb um 
Slufnabme oon einigen Stetermdifern in ben 
SRatb , unb hierbei ipracb ber ?3ifcbof bem 
gtirften gegenüber bie DenfroütDiaen Worte: 
# Dai ben 'JJfJichtci: ber Untertbanen auch 
Siechte gegenüber ftänoen, benn mürben Die 
Hrtoilegien De« ?anDe« oerlefet, fo böte 
bie (SiDefipfticbt ber Untertbanen auf 
91 b t t tb t ermiberte barouf, ,bai er bie 
Sanbeeprioilegien btßber in bem 3uftanbe 
babe beuten (äffen . ivie fein Sater bietet' 
ben angetroffen, als Da« 8anb ber $ffii 
febaft O 1 1 o f a r 6 enttinen mürbe". Da 
fiel geiebri* oon ©tubenberg bem 
$et*og mit ben Worten in bie Siebe.- 
,$dtte 114 ber ööbmen jtdntg nicht fo 
oiei ©erojlttbaten gegen un6 erlaubt, für 
roabr, er fönnte noch immer (eben unb 
$err biefe« ?anbe« fein, aber er jroang unfi, 
beim Deutfcben Sieicbe fcilfe ju fueben" Die 
t 9ieimcbronit"Cittof a i«, ttrig genannt oon 
Vorn >• et . berichtet (Gap. 2S9; ringebenb 
über riefen Streit jiv.idvii ben fteierildjen 
©tdnben unb bem $>«<og SUbretbt, roeldj 
Setjterer übereil an bem unbeugfamen 8lbi 
& e i n r i d) oon 21 b m o n t einen fcblinv 
men SRatbgeoer befas , ber. ftatt ben fper 
jog ju befdnftigen, ibn gr.ien Den 9iDel 
nur autftacbelte 9luf bie »rage be« ver- 
jag« - „ ob Die( eine Strirg6erfldrung brDeute", 
entgegnete Der üötftbof: „Da§. fo lange Der 
fcerjog fdume. feine Pflicht |u tbun, auch 
bie ©tdnbe feinen 93rf«bl be«|'elben befol- 
gen, feinen Sttiegfijug für ibn unternehmen 
mürben". Damit touroen alle roeiteren Un- 
terbanDlunaen abgebrochen. Der v«Jog 
81 l b r e cb t febite nach Wien jurücf, bie 
©tdnbe febieften RA im Spdtberbite 129t 
jum bemaffneten WibetfUnbe an unb »er- 
bünbeten fieb ju 2eibtti(j jo-vobl mit bem 
(Srjbiidjof 6 o n r a D oon Saljburg, oeffen 
beabftebtigte 2Ju«iöbnung mit 21 I b r e cb t 



fte oerbmberten , al« au* mit Dem v«' 
joge Otto oon Bauern, ©ifrbof ?eooolb 
mar mittlertorile .nben, unb ©raf Ulrich 
oon iJfannberg. vattnib unb §tt- 
ranb oon Wtlbon, bie 93rüber oon 
C?renfel6 unb B r t r b r i <b oon ©tuben- 
berg maren bie ^dupter be* Sunb<6 
Örnftlid) oerbanbelte ^efterer mit bem 
©rafen Ulricb oon^eunburg, feit 1*70 
(Semal ber SigneS oon 93 a Den, um beffen 
@obn jum fünftigen pericg oon Steter« 
marf )u canbiDirm. Die 93unbe8berren 
brachten einige b'r)og[id>e ©cblötTer , bat 
ganje ®nn8- unb HaltentbJl in ibre ®e. 
UMlt unD nötbigten ba4 $a\t»t ber ber)og> 
lieben Partei im Vanfre, ben 9bt $ e t n< 
r i d> oon 21 b m o n t jur %iu±t auf Die 
Hefte ©aUenttein. VlUein Da8 ©lücf manste 
ftcb balD, vfr»'onn oon 8 a n b e n b e r g, 
Wülfing oon 6onau u. 91. oettbeibig. 
ten tapfer Die £d)löiTer 93rucf, ©ra$ unb 
3ubenburg , unb £>erjog Wibrecht felbfl 
jog mitten im Winter, bei totem ©d)t>ee 
mit {>eere<n-a(bt über ben ©emmermg. um 
ben in 93rucf belagerten Vanbenberg 
ju entfern. 93et ber ?Racbrid>t oon bem 
2lninarfcb 91 I b r e cto t 6 err'üUte ©rbrerfen 
bie 93erbünbrten. unb obne ftcb in einen 
Stampf einjulaiJen , entflohen Die 93apern 
unD Saljburger nach 9taftabt inS ©alj- 
burg'fcbr , bie Gleitet aber oerloren ft<t> 
in« ©ebirge. Der TOarftfeall oon ?anben- 
b e r g oerfolgte bie gliebenoen bis na* 
Subenburg unb traf auf bem iKücfroege 
bei Straubatb mit grieörid) oon ©tu< 
benberg jufammen, ber eben jur 93er< 
theiDigung fetner 93urgen in« «Dlürjthol jie» 
ben troll te unD nun allein Den Stampf auf« 
nahm. 9iacb bartndetiger ©egenmeht mürbe 
berfelbe gefcblagen, gefangen genommen unb 
nach 3uDenbutj gebracht. Um Der ffiefan- 
genfebaft ju entgehen , habe Der jmeintal 
oermunbete 8 rieb rieb, al« ihm ba« Woi 
unter bem Beibe erftochen mar , einen fei« 
ner 8rben«leute ©ölfl oon Büchel unter 
groBen Setfptecbungen erfuebt , ihm ftin 
SRo» ju überlaffen, aber bie 9lntioott em« 
pfangen: „3* entrinne al« gern, al« 3ht". 
(So berichtet O 1 1 o f a t 6 „ffleimebronit" 
pag. 495— 493.) 3n 3uoenburg mürbe Stu« 
benberg oor ben $erjog geführt, tvtfcber 
ben 9tath feiner Umgebung, ben bartndefi. 
gen ©egner btt Erhebung mit bem 2obe 
bü6en ju tafTen . ablehnte unb fut nur 
bciTen idmmtlirbe Scblfffer: Stubenberg. 



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©uttenberg, Äapfenberg unb Änn'd) über- 
antworten lief, fbn aber pteitfcroobl nod) 
roriler auf Offenburg an ber $ö(< unb 
bann ju painburg gefangen fcielt. Cfrft ot6 
ber perjog nad) Unterwerfung bet £teirrr 
biefrn au« freien ©türfen ddo. greifad) 
20. gjfärj »2*2 bie alten greibeiten uno 
?anbe«aervobnbeiten neu oeibrirft . feroie 
bfn SJioerftanb be« ©rafen Ulrid» oon 
.p f u n b u r g gebrod>m baltr , oermittelte 
grirbricp« oon ©tubenberg, wnir di 
oud) perjea 8 I b r e d) t 8 bocpanaeirbener 
Cbeim ©raf 8 r i t b r i d> oon Orten« 
bürg einen SPerglfid). qem<5§ beffen grieb- 
t i d> oon © t u b e n b e r g tooo <D?ait 
für feine prrfönlidje grribei» . SOOü «Warf 
für bie 9?ü(fgabe fetner ©mlöffer, jufam 
mm 4000 TJarf i.ilb»rS pbtie unb in ber 
Urfunbe ddo. ©rap ben 24. 9uau(t 1293, 
unter bem ©ieael feine« Cbefm6 ©rafrn 
grirbria? oon Ortrnburg unb feine« 
93ru&er6 peinrid) unb unter feinem eignen 
Gelobte, bem perjeae 5(1 brecht oon Oefier> 
reid) treu ju bienen. Düfer «ertrag rrürfie 
ben Tpnafirn oon © t u b e n b e r g nur 
aJlinitlerialität berib. Deut poliiifdjen ?e» 
ben fcfaeint g r i e 0 r i d) nun fid) fern, 
grbalten unb nur fein 93rubrr p e i n r i d> 
barin nod) tfeätia geblieben ju üin. Den 
Flamen feiner ffiotlin fennen wir nirbt. 
roobl aber ben feiner Zodxer (J l 6 b e t b, 
rpetrbf er um 1300 an Ulrid) oon Stinb* 
fdjeio oermältr. [©artori (granj), ?e« 
ben«beidmibungen berühmter gelben u f. ro. 
(SHJien 1814, 8« ) ©. 3»« : „griebri* oon 
©tubenberg - . — SDi a i l & t b (3obann 
©raf), ©ei"d)td)te be« 6flerrrid)ifd)en StaU 
ferftaate« (pamburg 1850, granj SJerlbe«. 
8».) 93b. I, ©. 70 unb 73. — g r i 1 b< 
rid)« 9Jieberlage bei äraubatb bebonbelte 
3- 3- P a n n u f d> poetlid) unb befinbet 
fid) ba« ©ebidjt abpebrucft in ber „Orfter- 
rricbiidien »ber^baUt - (SBien 1842, granj 
3Bimmer. 12«.) ©. 303, in rceld>e eS au« 
bem formal) r'fdjen „laidunbud) für 
oaterlänoifdje ©eiajidnc", roorin e« juerft 
abgebrucft mar, aufgenommen würbe.] — 
12. orrifbridi (III.) (gelt, um ba* Safer 
137»), «in ©obn ©ülfing« (VIII.) au« 
brffen (Sbe mit O f f m e p, iodjter © t e< 
p b a n « oon ÜJI e i 6 a u . WarfdiaH« in 
Oefterreid). Die jablreidxm flaute unb 93e- 
fifoeränterungir. , weldje griebri d) oor- 
nabm, findet man im „piftoriid) -toro^ra« 
Pbil'djen gerifon Der Steiern-arf" oon (Sari 



©rbmufc (1?r. IV, ©. 121 innerhalb ber 
3abre 1348—1372) auSfü&rlid) oerjrirpnet. * 
?JuS bemfelben entnebmen roir aud), ba§ 
er bie SBogtei über ba« jtlofier ©t. ?am« 
bredit befa§ unb burd) eine berjoglidje 
Urfu.ibe ddo. 1 Octobrr 136S jugleid» mit 
feinem ©rubfr Olto (III.) roieber in ben 
23ene ber »Jtoatti oon ©ö§ aelanate ©d>on 
1345 mirb er alß oberfter ©djenf be« ^)er» 
joatJ 9t u b o I p b IV. oon Oefterreid) er' 4 
iräbnt, in beffen ©efolge er fid) 1362 ju 
Ofen aufbielt. ©eine brei (Iben, mie feine 
9tad>fommenfd)aft finb au« ber I. Stamm- 
tafel rrfid)tlid>. ©ein «ilcn:§ (oon 3 51. 
93 6 n e r) in Äupfer nefto*en . }eut ibn . 
mit bem fereraefd»nücften 93arette auf bfiu 
Äopfe . in ber ^»oOfraft feiner Sabre. Un- 
ter ber Unterfdjtifl ■ ^Friedrich Herr von 
Stubenberg, Herzog Rudolph! in Ost- 
reich Hoff Herr 1300.- fiebt man oon 
einem (fiduntrange umgeben ba6 X>oppe(> 
roappen ber ©tubenbera unb Qorrara. 
CJine (Sarrata. 5od)ter be« faiierlicbfn 
©eneraIoirai6 granj oon öarrara in 
iPabua, roar £ t u b t it be ra'fi jiveite ©e> 
malin. — 13 ^riebrid? (IV.) (tieft, um «< 
1443). (Sin ©rbn U I r i * 8 (IV.). (fr 
wirb neben ft inen 93rü?ent Ulrid) unb 
© ü I f i n b als Begleiter be6 JpeijogS 
91 I b r e d» t III. oon Oefterreid) auf beffen 
3uge nad) freuten miber bie Reiben 1377 
genannt, toobei er ba« 93anner ber ©trier» 
mart trug. SRon 1404—1421 mirb er al6 
.fcofmrifter be6 prrjortfi 91 I b r e <b t oon 
Oefterreid) aufgeführt. 1412 unb 1413 be« 
fanb er fid) mit bem v>erjeg Cr r n ft in 
^oläflina unb roirb com 3abre 1417 ab 
alfi SRalb biefe« gürflrn bejeidjnft. <Wad) 
bem 1403 erfolgun 2obe feine« Obeim« 
Otto (III.) ber ältefte be« © t u b r n> 
b e r g'fdien pauie« . batte er na* ben , i 

nod) ootbanbenen Urfunben einen dreien 
©runbbrfift. 9?ad) feine« $ater« Zoit tf v 
bielt er 1383 ©luberf; nad) jenem feiner 
93rüt>er 3B ü I f i n g unb U l r i d) Äatid) 
unb $öf(rin , burd) feine ©emalin (Efs6et§ 
oon Hranid)6erg 1386 bie >Befte ©teperberg, 
roetibe er aber fdjun 1392 feinem 93:uber 
Ulrid) oerfaufte Daju brad)te er burd) 
Äauf an fid): oom grrifinger 93ifd)of ben 
Jburm ju St. SJftrr am ÄammerSberge, 
1404 ben pammer ju ffiifferleit 1405 oon 
ben ftranidipergrrn brren ©üter ju 
©cbrufling, um 1420 bie ©üter in ber 
93acfb unb 1417 miirbe er mit bem SdjliMjr 



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17 



«Rubrin in grhul belebnt. 2116 lebenb wirb | 
er in Uifunbtn am 31. fljlärj 1440 juin 
lefcten State , ba^egtn am 26. gebruar 
1443 bereite als oerftorben angefübrt. 
1 13 r l> ? : Teilung ooin 2. u 3. 3än« 
ner 1877 : „fllbrtdjt« III., btrjogS oon 
Cefterreid) unb Steier. ©reu&en^ug". ©on 
Dr. böniid)]. - 14. 5rt<brid> (VI.) 
(Übte nod) 1493). ©em äö u c m b < r g er 
9lftr. Sobn VeutbolbS. ob auS betten 
trfter Üb* mit Bant« oon ©et tau, ober 
aus beffen jroeiter mit Urfula SrudjfeB 
con (jmmerbrrg, tann nidjt angegeben 
werben. Gr mar ©age beS örjberjogS 3Ma» 
rimilian. «468 noch unoogtbar unb befafj 
bie unipeit •lH.uu..r.; gelegene örrrftfeaft öauS 
am ©arher (infgentein öaufenbadi genannt). 
1491 erbitit er al« JTaifer gritbrid)4 
jtämiiterrt neben Sibolb barracber unb 
bau« ©euetl ben ©efeb', t>rn Ungarn 
baS £d)loft bodienbrucf ju entreifjen. 1492 
rourbJ er mit iroti anferen (Sblen oon ben 
fteirifdjrn itanben an ben Äaifer grieb« 
rieb abgefanbt. um bieiem bie SefrbmerM n 
ibre« 8anbeS oorjutragm. ©ei ber ©rerbi« 
gung gt i e b r idj« III 1(93 trug er ben 
örlm beS Äaifete üb er ibentiid) mit jenem 
griebnd) oou Stubenberg, roelrbem 
Äaifer tfHarimilian 1518 eint 3ab(ung 
oen 12.000 fl. jufieberte (Sdintufc. ©b IV. 
S. 129), ifl auS ben unfi oorliegenben ©e« 
belfennidit ju entiebeiben. — 13. (Seorg (III.) 
(geb. ju Kapfenbrrg 25. Ortober 1560, geft. ju 
«RegenSburg 21. »pril 1630). ©om Äapfen« 
brrger 3ift. Ter ältere Sobn ffiolf. 
gange (XIII.). eeit 1594 fanerlidjrc Sfatb 
unb Äämmeter, rourbe er 1610 ©urggraf 
ber Stabt £te»er, ivo er im 3»h 1613 ben 
©efueb be« ÄaiierS 9)latbias unb ber ©e- 
malm betreiben empfing. 3m 3abte 1614 
irebnte er beut ju JJtns roegen ©eratbung 
ber ungartfdjen ÄrirgSangrlegenbeifen tagen» 
ben öonoente bei, auf roeldjem er baS ©urg. 
grafenamt nieberlegte. VHS ©roteftant man. 
berte er 1629 mit feiner jroeiten (Sattin 
Tlmulic, btr 8efcten beS 3?amenS unb Statu, 
mefl oon L"ied)lenfl»in-GJurau, nadj ©anern 
auS, roo er fdjon im folgenben 3obre im 
?l!ter tron 70 Saferen flarb unb ju St. ?a» 
jaruS in JtegenSburg begraben »urbe. So- 
roobl feine erfte öbe mit 23ar6ara oon TKjrnen- 
ruU:r, alS feine .iioeite mit Amalie Don 
Siedjtenftein blieb ofene 9}ad»fcmmen. 
fdjatt. [parträt. Unteifrbrift: „Georg der 
Aeltcr, Herr von Stubenberg auff Kapfen- 

Sfpaiatabbrurf au6 0. Söunbacb'S biegr. 



berg, Mueregk, Frauenburg, Geyersperg, 
Obrivter Erbschenk in Steypr, Kaiser 
Ferd. II. Rath und ältester Kammerberr, 
war geboren 1560, starb 1630- (fünf 3«?U 
bobeS ©ruflbi(D). ©efdjabl oon ©eora gen. 
nitjer.J— 16. ®eorg (V.) (geb. 20. gtbr. 
1632, gel. t702). © 0 m alteren 3meiae beS 
Äapfenberger «He«. (Sin £obn9Bolf. 
gangS (X.VI.) au6 t>efj<n erller <5ce mit 
91 n n a <3re6crntia grettn ron Sdieitt 
(nidjt Sdjnpbin, rote e« bii 3eblrr 
beifit). 3m 3abre 1»'»78 ift (Seorg ©rrotb. 
mter ber ftririfd>en Stänbe, ^rrelt .bauet er 
ipätcr mürbe. 3" ben 3abren 1687 — 17U8 
befleioet er baß Hott beS Sant>rebauplmanne« 
ber Steiermarf. 21ud> mar er gebeimer 9tatb- 
Die erfte Cer Sdtencapeaen jur Hfdjten im 
(Srajser Dome lief) er 1695 ertoeit<rn unb 
mit greSfen unb Statuen fd>mü(fen. 3" 
fünften feines Neffen geopolü, älteften 
SobneS feines ©ruberS granj ©eorg, 
9tünbete er im 3abre 1699 ba* Stuben, 
bera'idje gibeicommii tu Äopfenber« unb 
Slöieben. ffr oermälte ßdj breimal: 1. mit 
Biaria ^ranji^üu Gräfin tüatbflein, 2 mit Unna 
(Cresrtnlia gieitn oon t&aflrr unb 3. mit 
Qlaria Unna Gräfin Tillems, oermittveten greitn 
oon 3olTner, bodj iämnitlidje (St-en biteben 
tiiuerloS. — 17. @eor<| ttuciuftin (gtb. 
19. Derember 162«. geft. bei Dumberg 
1691). ©out 'Burmberger 9ifte trtn Sobn 
beS ©eova Sigi6munB unO beffen oier« 
ter ©emalin Regina Spbtlla Öräfin 
Ab'otnbüller. i- ;,r gebenten feiner oor> 
nerjmlid) auS bem ©runbe, n?HI »r in Dru> 
gulin'S .©orträlfalalog" (9tr. 20488) als 
jtunftfammler oerüeidjnet ftebt Sluf biefe 
feint befonbere (Sigenfdjaft meist aud» ein 
ibn barfteüenbeS ©tlbnifj bin. roeldjeS bie 
Unterfdjrift tiägt; „Goorg Augustin Herr 
za Stubenberg auf Wurmberg, Ebensfeld, 
St. Johann, Hausambacher, Klöch und 
Halbenrain,Obersterbschenk in Steyr, geb. 
1628«. ©entölt (SlauoiuS ©fleger, geft. 
©artlmä jtilian 1669. (SS ift baS Änic 
bilb eineS im oollen SJianneSaltet flebenttn 
(Joeiberrn in reirber ©emanbung. 3m binter« 
grünte gtroabrt man oerfdjiebene ©egen< 
ftänbe ber jtunftitiDufirie. lleberbaupt febe in t 
in biefer gamilie fetir oiel Äunftfinn flefterft 
ju bafctti, benn oon feinem ©ater ©eorg 
S i g i S 111 u n e ftnb jtvei ©ilbnine rerbonben, 
oen btnen baS eine benirlben im flnaben» 
alter, baS anbeie al6 ülann rarflrllt. Ö« iit 
fomebl baS ledere, als aud) baS ©orträt 

erfon XL. i 



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18 



oon ©eotg Sigifimunb* jroeiler grau 
91 n n a 8 1 i (a b et b, geborenen oon £ t u b t et) 
unb nach einem (SrinälDe Don T>. <)3rei6ler 
Da6 (einer oierten grau JR eg i n a 6 d b ill a, 
nfbore Äbeoenbüller. oon ©artbolo« 
mauS jtiltan geflodjen. Sann enflirt rin 
Siid> oon ©eorg Sigi«munb* ic*:;t 
au« elfter (Jbf. Slnna 3u|tine, ein Silatt 
in 12*., aeft. oon 3- grancf, unb noch 
i>ier ölätter: ©eorg 8luguftin6 jwri ©f« 
niaünfn unb jroei Äinber barftedenb, näm« 
I * ämufie, geborene oon BrjrpenrJiilTer (* 0 .), 
geft oon ». Äiiian. ein (d>ön<* SMatt, 
unb Couife, geborene Äfreingräfin oon Daun, 
gemalt oon 4$re i ö C er. gt|l. oon $b. Ki- 
lian; bann ber Sofcn rrfler tfte. ©eorg 
9B i [ b e l in , im jtnabenalter, geft. oon 
©. & SBolr'gana, unb bie loebter ^weitet 
Gbe. örnefta ßbarlotta. im Silier oon 
«rr 5lf 3abren, geft. oon ©. (S. (Simmart. 
3um Sdjluffe feien nodj jroei Stidje ermdbnt: 
©eorg Sluguftin* «ruber Otto ©al> 
I u 6 unb reffen ©e malin £eöttigSopbie, 
tieborene £ e r b e r rt e t n , bribe 4Mätt*r ;Ha< 
Dirungen oon 3. g. ?eonart au6 bem 
jabre ltiüs. _ 18 $ettiri<f> (1.) (gefl um 
ba« 3abr 13I6>. Sobn Utrid)6 (II.) unb 
CrISbetb* W»II Orten bürg. 3m 3abre 
<28* brfanf fid) .£>rinrid) im ©efolge be* 
fcerjog« »Ibrerbt ju Srucf ; 1289 im Ärirge 
negen ben ©rafen 3«>an oon ©ü (fingen 
(®ün*). reo er neben (einem Brüser Ul- 
r i d» butdi SKatb unb $bat fid> giän.tenb 
beioortbat Unter ben im 3«rjre 1298 an 
Jperjofl 311b red) t entfenbeten „poten oon 
fer gmain" bet Herren oon Defterreid) wirb 
in ber Ottofat'toen „SRetm-Gbronif" ein 
■paömar oon Stubenberg angefübrt. 
unter roeldjem fremben Vornamen Od) roabr- 
fd)rin(td) $einrid) oon Stubenbera 
birgt. 3m 3abre 1309 rourben fceinrid) 
unb ber Burggraf oon ©ör< aufgeforbert, 
u>ioer ben neuen ?anbe*berrn gtiebrid) 
trn Scfrönen in eine 3)erbinbnng ju treten, 
n>eld>e* Sinfinnen aber $einrid> jurücf* 
ioie6. 9tad) ber SBabl (eine* jüngfien $ku> 
ber« SJülftng jum öifdjof oon Samberg 
ift er oon 13o4 bis 1307 Hauptmann 
tiefe« &od> flirte* J« *WitIad>, unb bie(en 
Jitel fübrt er aud) nod» 1311-1313. 3m 
3abre 1318 batte er nl« ?lnroalt ber ©tuve 
b'* ©rafen ¥ubroig oon ^orjilti* («Bot« 
*ia) einen Streit, roelrfta oom flöiiig 
Ariebrid) Dem Sdiönen, unter «eiratb j 
be« ÄdnigS $einrid) oon WlfcffiCit, be* | 



4>er<ogS oon Äämt&en be* «tfetof* oon 
greifinpen bonn ber ©rafen oon ©örj unb 
$eunburg, gr(d)Iid>tet tpurbe $ e t n t i 4 
mar brrimal orrmält, Dorr» blieben ade feine 
öben finberlo«. [8ufd)in (?!.), Sie (fnt. 
flebungSjeit oeß öilerreidjifdjen 8anftfd)te* 
(©ra& 1872. gr. 40.) e. 88.] - 19. 3a« 
coi (I.) (geft. jmifdjen 1434 unb 1437). 
Öin Sobn griebrid)6 (III.). <$t mibmete 
ftd» bem Uienfte (einer ?anbe*fürften. 1407 
unb norb 1409 al6 Hauptmann [tt Sttain, 
1418—1419 urfunblid) a|6 Hauptmann in 
ber Steiermarf. Äaifrr Sörnjel getenft 
in bem CDipIom oom 19. !December 1410 
bet ,manid)felbige binfte onb tremn", bie 
3afob bem Äaijer unb bem Sleidje „orte 
onb bitte nufclid) ono roiQitlid) erzeigt onb 
getan bat", unb jiert jur Sinerfennung 
biefer ?eif»ungen ba* Kappen br* Stuben- 
berg mit einer golotnen Ärone. Surd) bie 
im 3abre 1394 erfolgte tDermäiung be*. 
felben mit Unna oon l'ied)ienfK-in-3lurau fielen 
bem £aufe ©tu benberg fpäter bie 4>err« 
fdjaften ¥ied)tenftein unb grauenburg ja. 
»nna gebar tbm einen Sobn ^an* (III.) 
unb eine 2odmr tireSren». 3ocob« 
jroeite grau Barbara ron (f6ers>orf idjenfte 
t'rni brei Xörbter: Slnna. oer malte *JJ t cl a s 
oon SJiedjtenftein, läNartba unb 31 av 
garet fra. — 20. 3ot)onn (J^oii#). öin 
Wetter ber £ö&ne griebrid)6 (III). 5Bon 
(einem Sktcr ift nid)t* befannt, Cr felbft 
lebte oon 1380 an unb ßarb jivii'dien bem 
11. »Ptil 1412 un6 2ß. »piii Uli. 3m 
3ab.rc 1399 oermälle er fid) mit äÜsßelr) . 
geborenen oon Pudjljeiin, 2Biime beä 3»fiann 
oon Ciedjlenßein'lTirorseitrg, melier al* $»of- 
meiiler be6 t>erjog* 3Ilbred)t in. im 3abre 
1394 au* nid>t ju ermitlelnben ©lünben bei 
(einem ©ebieter in Ungnabe fiel, roobei er 
grose ffinbufee an t'einem «ermogm erlitt; 
er flarb balb barauf (1398;. Unmittelbar 
njd» ber Serebf lidjung (Sl*brtb* mit bem 
Stubenberg flellte biefa namen* feiner 
©emalin (?rbanfprüd)e an 3ebann oon 
ü i e d) t e n fle t n'6 3?rücer unb Oirffen, unb 
e* tarn jrpifdien beibrn ^arteten ju fabre« 
langen blutigen geboen, meldu- cnblidi im 
3nbrf 1406 burd) einen grteoen ihren 31b> 
(ajluB fanben. Cflfibetb bebielt ibre liejen- 
ben ©üter unD befam auperbent 1700 ftfunb 
Pfennig juaejablt. ^adjfldnge bieieS Streite* 
rrieben bis in* 3<abr 1*"3. 1409 hat ^>an* 
mit Vl-i.:.- ii i ii u bem Sn'ernen in ben 
ungarifdjen ^radjenercen etn, nabm (omit 



1 



9 



Stellung gegen ben $?r»og S f o p o 1 1>. Seine 
©atttn (SlSbrtb überlebte ibn. — II. 3*>. 
bann (in.) Chatte) (geft in «Kot t*62) 
Der ©e,jrünber beS Ä ap f e n b e r g e r »fit«. 
Ginjiger ©obn 3at ob6 (I.) au« brffen erfter 
Gbe mit 91 n n a oon ?ietbtenftetn. 
SR u r a u. Cfiner btc reiciften unb otrmogrnb. 
ften ötelleute brr ©teiermarf. war et als 
2anbrSbauptmann bafelbfi oon 1*36—1452 
manniflfadj bei ©Alidjtung grötieier unb 
fleinerer ©trrilfälle tbätig. »u* feine SM« 
lung am $ofe bei Äaifer6 mui eine beroor- 
ragenbe gewefen fein, rote bieS bie folgen, 
ben 9Rad»nd)trn über bie arrignifTr oeS 
3abieS 1452 bejeugen. BIS g r» eb ri rb Snte 
December 1*31 jur Äaiferfrönung nad) 3ta> 
firn jog, liej er bie öfieireirbiicben ©tänce 
unter Ulridi (Sdj inget'6 nübiung in offener 
Gmpörung jurücf. (Seine SBoimunbfdiaft über 
5t cm.; ?aDi$lauS unb bie allgemeine Un< 
jufnebenbeit mit feinet fleirifcben Umgebung 
gabtn ben Slnlai |u ben größten Vrfrbmet* 
ben ©raf Ulrirb oon (Sil Ii ging jur Partei 
ber Gmpörer über, unb )u gieren- empfing 
ber Äaiier beS ©rafen ©efanote, melcbe ibm 
beffen Ablage ju melben unb ju begrünben 
bauen Sie warfen ibm unbefiänbige ©eftn> 
nuno unb bie Umuldnglitbfeit ceS ScbufeS 
wiDer bie Ungarn unb Üürfen oor. grieb- 
rid) oeranttoorietr fidj in längerer, alle 
©efdjmerben betübrenber Siebe t-amit. bafi er 
feinen Untertbonen befofrlen babe, bem ©ra- 
fen Ulrid) roiber Ungarn cber dürfen fo 
tbätig beijuflebrn, als ob er felbft oon biefen 
angegriffen iei. unb fü^te fabli r§liob binju: 
,3obann oon ©tubrnberg fotl unier 
3'ufle fein, ben mir oft am* Defterrrirb nad) 
©teiermarf befebltgt baben. taf» er im »Jtotb« 
faüe ben Heerbann für ben ©raten aufbiete". 
9in feinem Ärönungßtage, ben 19. HRärj, 
ertbeilte Äaiftr grtrbricb bem 6ani, 
SJeutbolb unb grieortd) oon ©tu ben. 
berg auf ber Sibrrbrücfe ben JRittrrfrblag. 
[IN urbar (Ulbert oon). ©efdjifcte beS $et. 
jogtbumS ©reiermatf (®ra& 18*5 u. f.) 
Öb.VII, © 368-376.]- 22. 3o&aitlt (IV.) 
($ant). »orn ©11 rm beiger Slfte. $ie 
unb ba mirb ibm ber Vorname Sfnbreae 
betgelegt, ben aud) fein ©tbwiegeroater, ber 
berühmte SnbreaS Vau m firrber, fübrte. 
<3t ifi ein Sobn 2 e u t b 0 I b 6 ©t au6 beffen 
erflrr Cfbe mit ägneS ron Geitau, Ur> 
funMid» tritt er juerft 1**8 auf, im 3abrr 
1*80 meilt er niebt mebr unter ben Sieben- 
ten. 3>urd) eine eigentümliche Verfettung 



oon Umftänten mürbe er in feines ©rbwieaer« 
oater6 Vaumfirrber blutige ©irren oet« 
roirfelt. berrn närbfte Urfadje neuere £iflo. 
rifer in einem leftamente finben wollen, 
weltbeS $anfen6 üJlutter 91g ne6 oon 
Vettau am 18. Hpnl 1**3 errichtet unb 
worin fie brfttmntt b'atte. bal, im gaUe ibre 
männlicfce Defcenbenj unbeerbt abieben feilte, 
ber Äaifer als ?anbröbrrr brr ©teiermatf 
unb Äärntbtn« ibre $>errfdiaften unb ©ebtö:'. 
fer ©urmberg. ©djroanberg fammt bem 
SJlorfte, unb Dodenburg in SUrntben erbe. 
§cn6. a(8 ber ältere Sobn, erbielt bie 
genannten $errfebaften, ber jüngere ©obn 
griebrieb t>ju6 am Radier ($aufenbad)) 
Der Grftere ftebt ftcs> oeranla&t, mittel ber 
Uifunbe oom 2». Spril 1*63 frine ©djldffer 
©urmberfl, ©djiojnberg. 4>au«, 4»oQenburg 
unb (Sntrad) feinem lieben greunbe 91nbrä 
83 a u m f tr d) e r . ©pan ju iUrfeburg, für 
ben gall als (Sigentbum *u perieb reiben, als 
ber ©tu benberg'fdje 3Wanne«framm erlö- 
fd)en follte. jum Dant oafür, ba| ^aum* 
firrber „unter grofien ©efabren ungnpart 
feine« Seibeß unD ©uteS ibn bei <5rb unb 
©ut erbielt" 9lad)bem er am «. T>e- 
cembrr 1*6* feine tüerlobuna mit Wartba, 
ber taum jur 3ung»tou berangereiften 2oa> 
ter tlaumf treber'« otrfünoet batte, be« 
flätigte er 9auui( irrber'6 Ctrfpeftanj am 
30. ©eptember 1*66 Tie fceirat aber fam 
etwa l*:o jum ©olljuge. ©ie fid) bie Ver- 
mittlungen jroiftben bem Jtatfer unb tfount' 
firrber allmälig grftaltet unb immer mebr 
jugefpi*}t, ift ein ©egenllanb, ber bie neueften 
©eftbid»t«fori*er flatt befd)äftigt bat. uno 
bie in ben QueQen anaefübrten ©erfe unt> 
fübbanolungen bringen menn nirbt enbgiUtge 
Wefultate, ood) auf böd)fler ©abiftbeinlidc 
feit berubenbe ©ermutbungen. gür un6 ift 
efi nur miditig. ju tPtfTen, ba^ $an6 ©tu> 
ben berg treu §u Baum firrber birlt, 
al6 mit bem Sabre 1*63 bie öntfrembung 
)mifd)en bemfelben unb bem Äaifet fidn. 
lieb }u Jage trat. öS ftbrint. bat Oer 
geltere ba« SJbflerben bet ©tubenberg 
nidjt abwarten, fonbrrn ibre Bedungen 
febon eber in feine ©ewalt betommen wollte, 
wogegen firb 4>anS oon ©tubenbetg 
webrte. 3ubem fnüpften bie Vflidit Per 
Danfbarfeit fowobl, olS bie 93anbe ter ndtb« 
flen BlutSoerwanbt'tbaft § a n S an ben 
tapferen fteitifeben Stifter unb wribten ibn 
aud» jum öefabrten im Ungtüd , a!6 © a u m. 
ftrrber'S Stern oerblafite Wit ben 
2* 



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20 



übrigen ©eritbtporrnrn fünbete 3 o b a n n 
von Stubenberg im 3abte 1468 Drin 
bamal« in 3fom ipeilrnbrn flaiier gebbe. 
SüäbrenD betfelben ipurbe Die Dem Stuben« 
bera gtbörige pollenburg oon ben Äaifec« 
lieben etftürmt. bagegen aber audj bem 
ffaiier unb feinen gdnbrrn brbeutrnber 
Sdiaorn jugrfügt, bi« biefec unter bem 
Trutfe ber 9}ad}t>atfd}att De« flönig« 3Ma« 
tbia« Goroinu« unb grbrdngt oon Den 
auf bem Sanbtage oon ißölfrrntarf t per« 
fammelten Steirrrn unb Ädrntbnern. Dafelbft 
am 30. 3uni unb 2. 3uli 1470 mit Den 
©aumfireber, Stubenberg unb ben 
Hnberen grieDen fd)lie§enD, biefelben roieber 
in Knaben aufnabm. äüein Die Sbiertigung 
Der äniprüte ©aumfirrber'« unb bet 
Seinigen oerjog fi±, io bafi Der Ärirg not 
immer fein (Snbe fanD. 9116 Dann © a u M« 
1 i r d) e r unter freiem ©eleite |u neuen 
©etbanDlungen na* ©Top- taut, ereilte ibn 
Irin Sticffal. (Sin mit bem Serlaufe Der 
Tinge befannt geroefener 3fitflmoiTe taDelte 
ben ©aumfirter ob feine« ©ertrauen« 
}u bem ©eleitbriefe, ber bitter babr baburtfe 
gezeigt. ba§ er mebr „»nun al« au die bim* 
befe ffen. 2Der ©aumtirebrr mar gefäbr« 
lieb, man wollte fieb bröbalb feiner entleoi« 
, i e n unb fo ipurbr ibm, e6 febeint. ebne oiel 
©reetbur, am 24. aptil 1*71 Der Äopf abge. 
fcblagen, eine pancluna, bie Dem äaifer 
niajt ju Ounften geredinet •priorn fann. 
3n bem bramatijten Slbfebluffe Der (Smrörung 
tritt ©aumfircber'6 Uiiglücfdgenoffe 9ln« 
Dreaö ©reiffenegger neben bem $aupt- 
belDen ber Jragobie in Den ©orbergruno. 
pan« oon Stubenberg, einer Der ©ru- 
ber Marringer uno 3acpb S cb reib er 
lüerben gefangen genommen unb frftgebalten. 
G« eifcbein; DcSbatb p a n 5 oon Stuben« 
berg niebt mebr in brm 9Del«bunbe, roel« 
eben ©iibelm ©aumfireber, um Den 
idjinoitocUen Job De« ©ater« ju rddjen, 
aQio>iltid) in« Srbrn rief. ©fit Diefem ©unbe 
partirte enblid) brr Äaiier, in c ein er am 
8. Mai 1472 mit ber fflitioe ©aumflr. 
<b e t*f , Den briben Söbnrn 9B il beim unb 
3örg (beffen ©emalin SJtargaretba oon 
Stubenberg), ben Söebttrn üHartba 
(oermdlten Stuben b erg> unb Ä a t t)a r i na 
über ibiv ©elDforDrrungen lieb oerglid). ©ri 
oiefem flnlaff Dürfte Stubenbera bie 
grefbeit ipieoer erlangt baben; boeb mottle 
üierniit mobl faum bie Spannung jipiicben 
btm Äaifer unö Stuben berg natgelaffm 



baben, nort» oiel weniger Da« rolle Gtncer« 
nebmen jtoifcb.n beioen bergeftellt werfen 
fein, .tun« Stubenberg batte bei Diefen 
pdnDrln ivobl niebt Sllefl, jrDod) fo ©tele« 
eingebüßt. Da§ Der ©lanj feine« paut'e« für 
immer oeibunfelt , bie 9Waebt De«ielben 
bauernb gebroebm blieb. SBuimberg mai 
ibm ipobl geblieben, bingegen Dodenburg, 
Sebioanberg unb Sintere« gingen ibm für 
immer oerloren £an« roar in erfter (Sbe 
mit fjefrne oon itfdjememBf prrmdlt, irelrbe 
(Sbe ftnbrrlo« geblieben ju fein febeint; feine 
nrneite grau mar bie bereit« erwäbnte fllarlrja, 
©a um tircbri'6 Joebter, welcfjr ibm bret 
Söfcne gebar beten ältefter, <3a«par[S. 13, 
tRr. 4], Die 9Q u r m b e r g e r 2inie fortpflanze. 
[Wittbrilungen De« biftortieben ©errtn« 
für Steiermarf, 1869, $eft XVII, S. 73 
bi« 129: ,3ur ©efdjicfare ber Steietiuarf 
oor unb in ben Sagen ber ©aumfirter« 
gebbe". ©on ©rof. Dr. granj Ärone«. — 
©ei träge jur jturbe fteiermärfifcber (Se< 
ftbiebtectuenen, VII. 3abrg. (1870), S- 3— 55 : 
,Die jrttgenöfftidjen Quellen ber fleiermdrft. 
feben ©e|d)id)te in brr jmeiten pdlfte be« 
fünfjebnten SabibunDert«*. ©on ©rofeffor 
Dr. granj Ärone«. — geitfi&rifl für 
öfterreiebifebe ©pmnafien (fflien. 8» ) 1871, 
•peft 7 unb 8: ,3eugenoerbör über 91nbrea« 
©aumftreber'6 Jbatcn. 8eben unb (Snbe" ©on 
ebenbemfelben. — a 1 1 i t b (3obann ©raf), 
©efdjieble be« oftetreid»tfd»en Aaiferfiaate« 
(Hamburg 1830, ©ertbe6, »• ) ©b I, S. 302. 
— (po r m apr'8) 8 r cb i » für ©eitbifbte, Sta» 
tiflit. Literatur unb Äunfl (SEBten. 4«. ) 3abr« 
gang 1818, >Hr. 132: „©aumtirtbrr unb 
Stubenberg-.] - 23. ^obann (VI.) (geft. 
um 1372). ©om Äapfenberger 9llle. Der 
ältefte Sobn SBolfgang« (XII.) mit So« 
pbie oon a e uffenbam 3ob<>nn ift Der 
Stammoater be« noeb brüte blübenben Stu« 
benberg'fcben tafle«. (St etridjtete 1565 für 
fid) unb feine 4tacbfommen eine ©eardbnig» 
fldtte ju ^atta am ©eiiberge, in rpelcbe 
4ule$t ber am 10. 3uni 175t oerftorbene 
©eneral granj perr oon St üben berg 
grfenft mucDe; 1567 polljog et Den Umbau 
be« Seblofleß ©uttenberg in beffen bmtiger 
©tftalt unb erriebtete 1569 §u OTurert ein 
Spital, mie bie noeb oorbanbenrn 3" f*r'f ■ 
ten bafelbft bejeugen. (Sr mar ein ftrammer 
©ettreter ber alten ftänDÜdien greibeiten unb 
beionoer« ben pofleutrn niebt gemogen. 
(Sin 3 ! V' f fJ f fr tc ' ( b jiriftcn ibm unb bem be« 
rübmtrn I'tplomaten Si^munD Pen perber« 



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21 



ftein ISBurjbaA'8 „?rrifon", S?D. VIII, 
©. 3*2, Kr 65] gibt 3 f uan'fr Don pif f tr 
fein« iviöerbaarigrn ©tftnnung. 3u ©ra$ 
im ©irlbßboufr famtn betet jufammen. «18 
$rr ber ftein über Daß ^>ofroefen fpradj, 
äuierte ficb ©tubenberg: „Äein ebtlidjer 
SWann bitte bafetbft 3)la&\ J£> e r b e t fl e i n 
erroiberte: „SUo ich ju Tienfl tarnt, vtt- 
bofft* ich mid) auch Dafelbft ju behaupten". 
Kun mfintf ©tubenberg: ,3a. Tu 
näbmeft einen Äbarnier (Ecbreibmappe) an 
ben Ärtn roie ein Seh: - : $erbcrftrin 
fcbleft bann ba? unerauicflitbe ©efprätb mit 
ten ©orten: „ Schämte mid) nidjt, rintß tömt» 
fditn Äaiftrß Schreiber ju fein". [fflrafcer 
Sageßpoft oent 9. grbruar 1864 ] — 
2*. oohantt (VII.) (aeb. 5 September 
1639, grfl I. 3uni 1664) ft»om Ä opfert- 
betgerSfte Gin Sobnfffi ol fg a ng ß (XVI.) 
uno 91 n n a 6 (S re«? ce n ti a von Sebeitt. 
Öi etente in ber faiferlidjen armer foefct in 
Ungarn gegen He Surfen uno fanb in ber 
für bie Crftrrreicbrr fiegrrieben Schlacht bei 
Sl. ©ottbatb Den ebrenoollen Sotbatentob 
auf fem Scblad)tfetbe. — 25. Sodann 
üBühelm, . en nnt ber „Unglücffeligr" unb 
auch Der „un,>Iücf|*elige Selige* (Infortuna- 
tus fortunatus) (g<b. 1619, geft. ju ©ien 
lt. «pril 1663). SJom Äapfenberger 
51'le (Sin Sobn befi bei 3 itn oerunglucften 
SRuDolpb [S. «4, Kr. 32J au6 bejTen 
Dritter (Jbe mit 3 ufli n q »on 3elfing. 
gm ÄmJeßalter fällt in eine bewegte Jeff« 
Tie golgen 6er Scblacbr am weiften SJerge 
batten unter (einen Stanbeßfienoffen unb 
namentlich auch unter ben pamtlien be« 
fteirifrbrn Slbelß mannigfache ^eränDeiun-ier. 
terbeigefübrt unb and) ibn, ber mit fdnrr 
©emalin junäcbft feinem #rimatUinDe Steter, 
matf angebö:te. in bie greutDe getrieben. 
rr»o er, rcennjlrid) in ffflien geftorbrn, feine 
lefcte Kubeftätte fanb dt mar ein SJlann 
oon ungewöhnlichen ©eifteßgaben unb umfaf. 
fenter *ötlbung. lieber feine 3ugenb> uno 
(eine erden SJhnneßjabre liegen nur lüden- 
baftr Karbricbtcn cor. Tie 3ugrnDjeit fdjeint 
er fn tJöbmen oeilebt ju baben, wo fein 
föatec, Der eine Tarne aus einem böbmifcbrn 
9loe[6gtid)led)te, & a t b a r i n a oon © m i f t fc, 
in jroetter Qst nur grau batte. mehrere 
3abre jubrarbte unt> ein oeritbnelleß Gnbe 
fanb. Söäbrenb beS brnfcigjäbtig<-n Ärttgefi 
ftbeint rr gtoitrntbril* im «ußlanbe gelebt 
iu baben. So |. wiflen wir t>ai rr im 
3abre 1638 in OiDenburg bei Dem berjog 



Sin ton ©üntber, einem brr berübmteften 
^3fer6r|üdater fetner 3«it. fi* btfanb; auch 
mar er auf bem SRetcb6tage ju 9legen«burg 
jugegen unb ritt ein VferD au6 Dem gueget'- 
fd)en ©eflüt ju 2rae|brrg. Q6 tfl befannt, 
bat ber äBeimar'fcfee ©ebeimratb unb $of 
• marfdjari <5a«par oon 2 e u 1 1 e b e n im 3obtt 
1617 He natfcmalä berübmt geworbene fruebt* 
bringende ©rfeafdiaft ober ben <)3almen< 
erben grünbete. 3n biefe interejTante ©efeü' 
id)aft, Deren fflefd)id)te roieberbolt öegen. 
flanb literarifdjrr äbbanblungen mar, trat 
3 o bann SB übe Im im 3abre 1648 (rr 
jrtblte bamal« nod) nicht 3t) 3abte) unter 
bem Kamen ber „llnglürffeliae" ein. Qc ge< 
bört ju ben bebeutenberen *DlitaIieDern Dtffe6 
Crbenß, beffen $>aurtaufeobe Die Sfeimguntj 
unb SerooQfommnung Der brutf&en Spiacbe 
bilbete (Sr überfrfete mebrerr Siomanr evi 
frentDen SpraaVn. unb itvat: „Eromena-, 
D. i. ?iebi'6« unb i>elbengebid3te au6 bem 
3taltenifd)en beß Ritter« $)ionbi (1656); — 
K t*on menfeblirber 53otIfommenbeit. auß Dem 
gianjöfil'aVn be6 9titter6 Sorel" (166ü) ; — 
Des SerulomM v 9crtranliA( JHeben"; — 
be« 4 jJ a I :. p i i : ii ; „Samion" ; — beß 8 o r e- 
bant »öffdjidjtlidje jKeben«; — „(Jlölia", 
eine tömifdje (SefcbidKe (1664); — Des 
3ob. ©ap». War int „Goioanber"; — eben, 
beßielben „SBellftreit Der ferjmeiftltf n" ; — 
be# 3obann ©aptill SHancini „Vtm ©ei> 
fen ift t?erboten, ju btenen"; — beS Slffa. 
eint „Temetiiuß" ; — beß gran$. be ffire« 
naille „PlaUir des Dames"; — unter bem 
Kamen „Iufortunatus fortunatus" gab er 
bit ©(triften „«Religion«, unb ItfrefanfrirDe", 
„Ter roabre ©pnrrrttßmuß im tomtfrfcrn 
JUeidie" u. a. berauß. Gr flonb mit ber 
brrübmtfn gretfiau «Waraaretba Waria pon 
VSutvingbaufen in grlebrtem ©tief- 
loedjfel, unb bat er im 9}almrnorDtn eine 
beoorjugte Stelle tinnabm. erbellt auß einem 
Schreiben ddo. ffieimar 9 gebruar 1657, 
tvcld>rß baß Damalige Oberbaupt trß <Ual> 
menorDenß iperjeg fflilbelm oon Sorbien, 
genannt Der „Sdjmacfpafte", an Stuben» 
b e t g richtet unb morin er ibm al* bem 
„werten Uriglütfi'eligen, alß einem .... fo. 
lrrri oon fßerfon alß flattlichen ©rfcfaicflid)' 
feiten uno (»emütbßgaben mobl befonnten 
SSuglieDe", bie »ufnabme ber 6fletret*iidjen 
©rafen ftottbaft. ©prinjenftein unb 
ffiinbtfcbgratj unbbeßgreiberrn Sebmieb 
oon ©rhmarjenborn in ben llalmencrben 
auftragt, «ber aud) — rote bereitß oben 



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22 



ongebrutrt worden — in ben Gaoaliert* 
SJaffionrn war et. mebr alt «Dilettant, wenig, 
ftrnt weist barauf bin feine 6d)rift: „Norm» 
seu regula armentorum recte ac perfecta 
Instituendorum", weldje im 3<>bre 1662 in 
latet'nifaVr Spradjr in SBien erfd>ien. Sd)on 
■Bei':. 4>elni bart oon Jobbern, ©et« 
foffet bet ©udjet „äblid)et Sanbleben*. be* 
merft in feiner „Georgica curio«»" oon 
9 1 u b e n b e r 9'« ©ud>r 1 „Opaa in paueorum 
manibus existens*. Stubenberg bot rS 
ben Magnaten unb bem Slbel Ungarns ge- 
wtbmet unb betbolb in lateinifeber Spradje 
üri'dnieben. E>a6 gebruefte in ©rot). Quart 
beiausgegebene 2Derf jäblt III Seiten; einer 
ber interrff.intrften «bfAnitte barin ifl jener 
über bie ©eftüte oerfdjiebener Sänber. worin 
Stuben ber g «an? auf eigenen güfirii liebt 
unb feine auf ben oerfefctebenen Seifen in 
fiember Herren Sänbetn gemachten ©eobad». 
tungrn nieberiegt. 3m 3abre 1655 war 3o* 
bann SBilbel m «u.,lc* mit feinem Setter 
© olfgong(XIV.) in bie ungarifefae 9)tagna* 
teniafel aufgenommen werben. 3m 3. 1642 
batte er fid) mit iefiritas Dorslfjea grriin 
von <Fi6tswaw (geb. )u ©rat* 13. 3uli 1622) 
ju Sttallaburg in «iebaöfterreid) oermält. 
mrld>e ibm \w 1 S6bne, SRubolpb 33 iL 
beim unb Otto (VIII.), gebar. Tet ?efc- 
teren UJadjfommenfebaft erlofd) in feinen 
flinbern. bie be« (Srfrertn im 3<«bre «771 in 
feinem fifnffi SBilbelm Sugult. Seif« 
citat üorotbea ftarb ju iÄrgentburg am 
16. (Sfcember t667. 3obann äöilbelmt 
©erurtS* unb Hobettag wirb aber febr oer* 
foiiben angegeben. Sad) (Sinigrn würbe er 
1619 geboren unb ftarb am 12. Slpril 1663, 
nad) ainberen würbe er «631 geboren unb 
ftarb am I. 3Rai 1688. SluffaUrnb In beiben 
Sailen ift bie präcife Sngabe ort Höbet* 
taget, wat aber bat fflrburttjabr 1631 bt* 
trifft, fo ift et mit 9tütffid>t auf bie 3ett bet 
Höbet feinet itotert gan} unmöaltd). Slucb 
ber oben eiwäbnte Slufentbalt bei Sin ton 
»Sunt ber oon Clbenburg 1638 fpricfct ba* 
gegen. [Äurje gen ealogifdje »efebrei* 
bung ber Herren oon Stubenberg, ©eidjrie. 
ben in SRegentburg oon 3- Seifert im 
3abte 1703. <Dtanuirript im Selige ber Sa« 
nulie — «artbolb (3. SB.), ©efd)id>tr 
ber frurhtbrtngrnben ©efeüfd)aft (1848). — 
Äurj (^einrieb), ©efd)id)tr ber beutfdjen 
Säiteiatur mit autgewäblten Striefen aut ben 
JUerfen ber oorjüglidtfen Sroriftfteller (?etp. 
itg 1859, ». ©. Heubner, fdjm. 4«) ©b. III, 



S. «35/b. 406/b unb 412/a. — ( {> 0 r m 0 e ft) 
Slrd)io für ©tfd)td>te, Statiflif, Literatur 
unb jtunft. fortgefr&l oon 9JI ü b l f e l b (SBien, 
+•.) 3abrgana, 1825, 3. 872 ■ „fflrabfduiftrn 
ju ftttfrt*. — p«rttate. I) Unterfd>rtft: 
„Johann Wilhelm Herr von Stubenberg auf 
Kapfenberg, Schallaburg und Lichtenberg, 
Erbschenk In Steyer, In der fruchtbrin- 
genden Gesellschaft der Unglückselige, 
Rudolph! Sohn", ©rufibilb in einem ooalen 
Sorbrerrabmrn mit Stuben b er g'täBappen. 
©eftodjen oon Ghnmart. — 2) Unter* 
febrift: „Der Unglückselige". SRecbterfig ein* 
gerabmut ©ruftbilo. — 3) Unteriwrift: 
Johann Wilhelm Herr von Stubenberg 
auf Kapfenberg, Erbschenk io Steir, in der 
fruchtbringenden Gesellschaft der Vngllck- 
selige genannt". SJmftbilb in 3lttongr*iter* 
rüde Coairabmen. 3 »rand sc. (fl 8«.). 
— 4) «ilbnif* feiner ©rmalin. Unterfdjriit: 
„Felicitas Dorothea Herrin von Stuben- 
berg, geborne Freiin von Kibeswald". 
©. CS. (Simmart inc. Seitenftücf ju 1.] — 
26. %o\cph [fiebe bie befonbere «ebenSffiije 
©. 32]. — 27. Äatt (aeb. Ii, Suguft 
1734. grft. 10. 3uli 1802), ein Sobn 
öeorgt (VII.), wibmete fid) bem ffiaffen. 
bienfie in ber faiferlidien arntee, maebte ben 
ftebenjdbttgen Jlrieg (1756— 17«3) mit, war 
oon 1778—1787 Cbetftlieutenanl, oon 1787 
bit 1792 Oberft unb öommanbani bet 3n* 
fanterie ■ Regiments 9?r. 49 unb würbe 1792 
Cöemr [ gelbwawtmeifter, alt weldjer er im 
?llter oon 67 3abren ftarb. Seine öbe mit 
Ifjertfe oon Danfon blieb fmberlot. — 28. geos 
pol* Urb. tu ffit II. Hpril 1663, geft. 
9. 3uii 1708). itorn Äapfenberger «fte. 
2?er äitefte Sobn bet ©rafen g r a n | 
©eorg (IV.) aut beifen öbe mit TOaria 
Äatbarina ©rärln 3tinb6mau(. Sie* 
manb ©eringerer alt Xaifer Seopolb I. 
war fein $Jtbe. fflir ftnben ben ©rafen 
Sieopolb im 3abic 1703 unter ben ileter» 
inditildien SBetorbneten. 1708 war er 3Jfit» 
glieb bet innetöfterreid)if*en gebetinen jRotbet 
unb t f- Mmmtrer. <3r ftarb einet gewalt* 
famen Höbet •••im 7. 3uli 1708 fanb jwiitfcen 
ibm unb bem ©rafen Simon Bauran, einer 
Stidjelet bietet 8eßterfn wegen, in rer ©ür* 
gergaffe )u ©ra$ rin Sencomre ftait, bejfen 
Solgen ©raf Seopolb fdjoit jwei Hage 
fpater erlag Die Stidjelet bejog fid) auf 
bie grage, weltbet oon beiben Käufern älter 
fei, bat ber Stubenberg ober jenes ber 
Strattmann? tut 3ebler'id>e SJerifon 



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23 



berirbtet ben ©Organa fo!arnDrrtiia§en : „Ta 
fr SRittagl aufi bem grbeimen 3?atbS.<2oü*egio 
nach paufe fabren roollte. mürbe er oon amei 
betannlcn ©rafen angefallen unb ju einnn 
Suelle auSgeforbert. Unb ba tr (old)e6 ob. 
l'Alug. btfant tr jmei töbtticbe Stid)e, woran 
er in furjtr 3eit feinen ©rift aufgeben mufjie". 
Ibatiädilid) mar baS ©anje nidjtS weniger 
als ein Duell, fonbern ein oon bcn ©rafen 
perberftein unb ©aurau auf ben ©raten 
Stuben; t: unternommener UlorbanfaU. 
Saft ©rricpt ertannte argen Vr.:t auf jrpn. 
jäbtige par't auf Dem ©raßer Scblofie. Seit 
17ül mar ©rof tfeopolb mit JKaria Hegina, 
geborenen Are tu ooffner oon Olaffenperg, orr< 
roimvten Bernfjaro ©taf HinosmaBf, oermält, 
ivelaoe ibm einen Sobn ©eorg unb brei 56aV 
ter [Hebe bie Stammtafel IIJ gebar. [SaaeS- 
poft (©rafcrr polit. 93latt) Är. 1*1 unb 131: 
,Da« Sittentat auf brn ©rafen üeopolo oon 
Stubenbrrg ju ©ra&". 3n biefem fluffafcr 
mirb Stubrnberg'6 «ater (Sigbert ge- 
nannt, er birfe «ia nj ©eorg.] — 29. »eilt* 
f>olb (geft. um baS 3abr 1*68). Sin Sobn 
griebridjS (IV.) [S. 16, «Rr. 13] unb 
<5 1 S b etb 6 oon Ä r ani * b e rii , ber curcb 
feine ©ematin Sgnes oon pellau, oermitmete 
Dogann JBrinrjaro ©raf oon £yrd unb tforj, 
|n grölen tteicbtbümern gelangte, benn mir 
finben Seutpotb als prrm ber ©cblöjTrr 
poQtnburg in Äärntben. JHa&frrSburg, 35)urm> 
berg, pauS am 93ad)er (paufenbad)), Älö<p, 
palbenrein , Scrroanberg u. a. in Steier- 
marf, moju 1447 nod) ffiilbon tarn, ba« ibm 
ter äaifer leibgrbinnroetie gegeben. 9US 8eut« 
bolb* jmeiie ©enialin roirb im 3abre 1453 
Urfula, $od)ter beS Dieteg $rud)fe| oon 
Smmrrberg, genannt, roeldje er als 
UBitroe ptnteiliel. Seutpolb, ber bereite 
1436 ben flatfer grirbrid) nad) 3'mfalrm 
begleitet batte, (inbrn mir 1441 als be6 
ÄaiferS flatb; er beteiligte fid) 144ß an 
Sern Aufgebote gegen bie Ungarn , empfing 
1433 <u 3iom ben Stitterfdjlag. mar Dann 
oon 1453—1461 SanPeSbauptmann in ©teier- 
marf unt> jog 1*62 bem in 3öien bebrängtrn 
Äaifer }u ptlfe. 3n fpäterrn 3abren fdjeint 
ftd) SeutbolDS SntbnfiaSmuS für bie Sache 
DeS flaiferS merfliep abgefüblt *u boben. 
benn Per Vetter? fincet e« notpivenbig, ibn 
mittels SenbfeprribenS oom 18. iäpril 1*68 
oor ber ibeilnabme an Dem „puntnul... 

etlicper üanbleut" ju marnen, unb Die 

Üuffcrbetung com 25. $Nai 1*6!» an 8eut« 
bolb, ftcb bem faiferliebrn gelbbauptmanne 



3an polupp jur «rfämpfung te6 93aunv 
tirrpei an jufcplielen, entbält am ©cplufff 
Pie antrobung oon ©eivalt im gatlr beS 
UngePorfantS. Xa SeutpolbS Scprorfter 
(SlSbet b mit einem auS bem Jpauie ber bei 
pof orrbaftten oon »4Juct>beim unb ?eut. 
polDS Sobn pait« mit einer 2ocptcr 
^anmfirdjer'S oerbeiratet marrn, fo 
mären Die allfälligen Spmpotbien 8eut» 
bolbS für bie ©egner beS Äaii'erS immer, 
bin erflärlirp. SQaS aber bie Urfunbe bebeu. 
ten foü, in roelcber ddo. UtruftqPt 5. 9Jlärj 
1466 floifer griebrtd) ber SBitroe 8eut« 
bolbS oon Stubenberg für fid) unb 
ibre Äinber baS lUioilegium ertbeilt. oor 
!einem anberen Siebter, als bem 
Äaifer felbft ju erfrbeinen, lä^t Rd» 
nidit gut etdärrn. SeutpolbS jtinber ftnb 
auler einer 3od)ter pelene, melrpe mit 
einem ©etter. ©olfgang (XI.), oermält 
mar, jroei Söpne. ber berübmte panS. ber 
in 53 a umf ircpei'S »ebbe mit bem 5taifer 
griebrirp III. oenvirtVIt unb baourtp ju 
grofem, ber gamilie nie iriebft erfe^ten 
SdjaDen gefommen mar, unb g r i e b» 
r i d) (VI.), ber trat jum Äaii'er fcielt unb 
burd) feinen ÖmfluB bei ^oft oeibintert 
boben nia«, bo6 fein «ruber £ans um 
iflaeS ram. (p«rträt. Unterfcbrtft : ,l.eu- 
told Herr von Stubenberg, Landeshaupt- 
mann in Steyer, Anno 1432«. ^nnerbalb 
eines ÄranjeS oon (Jirbenblättern mit bem 
Soppehvappen Stubenbera>$tttau 
(3. 91. »öner sc.)) — 30. Otto (V.) 
(geft. um 1456). (Jin Sobn Otto 6 (IV.) 
unb StnnaS perrin oon <Prttau. (Ir 
begleitete 1436 Den flaifer g rieb rieb nad> 
3erufalem. 93on ibm empfing er nod) im 
nämlitpen 3abre jugleid) mit feinem «ruber 
91 n b r ä leibgebingvoeift tie perrfd)afl*n 
^antSfron unb Äeifnift in Ärain, bod> beibe 
©üter mürben 1447 Dem Kaüer roirber jurücf. 
gelteUt. 9lad>bem Otto 1**0 auS ber Qtt« 
tau er (Srbfcbaft 4000 "Ufunb Pfennige erb.al« 
ten batte, cermenDete er biefe unb nod) 
anbete Kapitalien ;u «oifcPüffen on Pen 
©raten ©ilbelm oon go t rb t e nft ei n in 
Ungarn, mofür ipm bie .pälfte Der per:« 
fdjoft ?ar.bfee pfanbmeiie oerirptieben rourbe. 
jugleid) mit Der tnwariMafl b»S 9lnfaUeS 
ber anberen pälfte, mit aud) Der .pertfdjaf« 
ten goicptenftein unb ÄomelSCorf. im galie 
Der ©raf fincerlo« ftürbe. 1446 erbte er 
nad) feinem Creim ©ülfing Die perrjd>aft 
ÜJJuretf. 0 1 1 o feil niefct oermält gemefen fein. 



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24 



(Beiträge <ur Äunbe ftrierm<Stfifcbrr öf- 
fdiidjtf. Bb IV, ©. 136 — porträt 
Untei|d)rtft : „Oito Herr Ton Stuben- 
ber*. Anno 1450". jtntrbilb, in Lüftung 
unb Tia tu-:l fro6 $uupt mit einem SJorbeep 
franje ummuneen Die Unterfdjiiit ift oon 
tinem tfiajenfranir umfdiletjeo. in meldiem 
ba« Doppelroappen ©tubenberg>9öilbon 
angebratbt ift. golioblatt in 3. $1. Böner'6 
Lanier, ohne «ngabr be« 3eid)ner« unb 
©ted)er«. Sit ba« 9D 1 1 b o n'i'cfcf SDippen. 
meldjeS nad) tri» 91u«fterbrn be« paui>t< 
flamme« ber SBilbonrr. alleibing« noch 
uon abgejiorigten Stämmen, fo brn Dür. 
renfleinern nädjft gtiefad) geführt mürbe, 
neben ba6 © tu b r n b e r ö'idjr fomnit, tafüt 
gibt e6 feine feften 9lnbalt«punfte ] — 
II, Otto (VI.) Bern Äapfenbrtger 
Iflfte. (Sin Sobn be5 Iboma« oon St. uno 
btr (SUbetb oon Ära nid) b er« 3m 3otHe 
1493 roirb « ol« Sfatb be« Äaifer« Mari- 
milian genannt unb finbet fid> 149.} untei 
bfn Unteneidmetn beS Bahnte« ber oon 
brn ftftri'cben ©tänren ju jablenben ©teuer 
oon 38 000 H für bie b.miUigte Slu6meifung 
rer 3uben. — 32. SXuvoipp (I.) (gelt. 
1620). ©egn 3 o bann« (VI.) [5. 20, 
9?r. 2JJ unb Benignas oon ©ctoärffen« 
ber,i. (Sr roitb 13»» a;« Kämmerer be6 
Qfjbt , i • v ]){ a t b i a 8 genannt. Durcb biefe« 
DienfloetbältniB tourbe er fpäter juin Bartei- 
manne feine« gütften gegen Kaifer JRu- 
bolpb 3n feiner 3ufltno modiie er in 
Ungarn gelebt baben, loit mit bie« au« 
finem Bilbniffe oermutben . ba« ibn in 
lugencltdiem alter unb ungartfdjem iSoftum 
barftrQt. Seine erfle grau mar btr im 3<>bte 
156» geborene 2o*ier f rS grrtberrn Üöeorg 
Äbeoenbüller. (EfilaBtlr), roeldje balb nad) 
ibrer Brrmäiung flarb. Dann ebeltd)te er 
bie greiin Katarina au« brm berühmten 
böbmifdjen Ü)e(d)led)ie berer oon Smirifc. 
Diefe Berbinbung ioütr fpäter. al« rr nad) 
bem Ableben Katbarinaß int ö irr.' 1612 
in ieiner Dritten (Sbe. mit Uuftina oon 
oefdtng, Batrr be« Did)ier« 3» bann SOil. 
tel in oon ©tuben berfl [5. tf, <Rr. 2J] 
tieiooicrn mar, feinen iragiicben Untergang 
berbeiiübren Durrtj Katharina oon 
©mifie ermarb SRubolpb $>rtrid>ait unb 
©tabt «Keuilabt an ber ©ettau nädjft 3oief* 
flabt, mdbreuo ibr «ruber auBer Stein nod) 
eine iReibe anberet (Sütrr feinem einjtgen 
©obne Gilbert bintrrltefr Dtefer, an bem 
lürajer ö^nflrrfturje bitbeilitli. fiel am I». De. 



cember 1618 bei ber Belagerung oon Milien, 
alfi ber ?rfcte be« 3Kaiine€ftamme«. Da oon 
Ulberts ©cbtoeflern Äatbarina unb 
©alomr, oermdlten Ulbert ©(aoata 
4>errn oon Ä o f rb u m b e r g , bie Cfrßere f*on 
oon ibren öltern auS unbefannten ©rünben 
juÄumburj bei 3icm jmolf 3abre eingefperrt 
gebalien morcen unb nod) immer b-ifelbft 
gefangen fa6. fo trat tte Sediere allein bie 
gro&r örbf.taft an. 3obann Baron oon 
23art<nbftß aber marf ftdj junt JKitter 
ber (befangenen auf. rrftieg bie Jtumburg, 
befreite Aatbarina. beiratete fie unb 
nabm bann in ibrem 9tamen oon ber $>rrr- 
fobaft 3ictn 4}efi$. 3»l 'UroccBivege oerlor 
3öartenber,i , murte n.id) Qrafl gefotbert 
unb ba auf «efebl be« 43inlertonij« ringe- 
ferfert. 3M'td) fd)-dte berfelbe (5ouimi|Täte 
na* 3'cm, um Katharinen bie $ierr» 
fdiaft toieber abnebmen »u laffm Unter ben 
9lbgeianbten nun befanb fid) aud) Äatta. 
rina6 Detter ttubolpb oon © t u b e n« 
berg SSJabrenb ber 3noentur im gdjloffe 
iammelte olrfc eine fleine gebaar ©ölbner, 
um bie öommiiTnre ju oerttetben unb fid) 
geioaltfant im iBefife DeS ©ibloiTe« ju ertjal. 
len. Bei ber Bnifcfilung Ce* ltiiloer-5 ent« 
limbete nd> baflfelbe. unb eS flog am 1. ge. 
bruar 1620 caS 3d)loB mit Ä atbarina, 
ben (JommiiTaren unb allen anoeien Beroob* 
nern in tie ?aft fcm oon Söartenbetg 
fiarb tarüber ju i»rag oot Sdjterf unb 
flu Hinte:, aber aud> Salome ©laoata 
oon Ä o f di u m b er g erfreute fid) nid)i lange 
be« ü-ftses. beim ftt muBte fid) nad) ber 
©d)lad)t am iveiBen Ber^e flüdit^n unb öle 
(Sonfi6cJtion ibrer ti>üier über fiit ergeben 
laffen. 3tdin erbtelt iÖalienftein. bet 
nachmalige .fceno«; oon grieblanb, eeffen 
fluttet Wargatetba eine grau oon 
©mififc mar. unD er erbaute auf ber 
©tdtte be« alten gd)!ojTeS bie grofeattige 
neue JKefiDen^, in melcbei er nad) leiner 
9!bie(;ung auf bem Kurtage <u 9irgen«burg 
fein fürftlidje« voflaa't bielt. JHubolpb oon 
©tu ben berg mürbe unter ben liümmern 
obne £aupi auf.iefunben , nad) tReuftabt 
überfübrt unb bafelbrt neben feiner (Seuialin 
beftattet. Da er ju ben Slnbängrrn be« 
9öint rföni,i6 gejablt batte, fo erfolgte nad) 
bet Brager jtataftropbe bie Qonftßcation 
feiner £eufd>aft, meldje juerft ©raf Z rcj f o, 
nad) bem (Sjetet Blutbaöe 1634 aber ber 
an bief^ni betbeihgte Oberft ?e«lie al« 8obn 
erbielt |3eiNer (Waitin), Serograpbie 



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25 



ccn fcöbmen. S- 30 uns 7», in ben Slrti« 
fe(n: „Q&itfAin" unb „SAntufir<" — Por- 
trät. UnterfArift „Rudolph Herr von 
Stubenberg auf Kalenberg, Erbschenk 
in Steyer, Keysers Rudolphl II. und 
Mathiae Kammerherr*\ ÄieineS ^cullbilD 
in unaoriirter WagnatentraAt. 3- grancf sc. 
Sloit bemfelben Äupf ecfttdif r ift auA baS 
^ilonil oon SH u t o i p b ' Weitet ©emalin. 
mit ber UnterfAlift. „Katharina Herrin 
von Stubenberg, geborene Herrin von 
Smirsiz«, geftoAen.] — 33. ftupolpt) iSBit* 
beim (geb. 2. 3annrt UM, arft. ^ Sän- 
ner 1677). 11 om Äapfe nb erger »fit. Gm 
Sobn Sobann ISilbrltiiS f Seite 21 , 
Är. 25) unb TorotbeenS gelicitaS 
oon Gib i 8 mal b G»ieiA f ine m BdlCI mar 
fr OTitglieb ort fruAtbringrnben QeftOfAafl 
(ieit 16(51) uns befallt roie 3 f&l 't beriA- 
tet, brn Manien brr ,11 f g ü t i ,i f n c r". »um 
(Semalbe „2 einbot tet" uns »um iBei- 
mortr „fcif iar $ a u p tro f b". (5c prrmciltr 
fi* in erfle r (itt (am 13. gebruat 1666) mit 
JBaria Qa.Timidanr, be6 nad> Una «rn eriltrtf n 
SigtSmunb GraSmuS g eibetrn pon 
Hncrtperfl loAier. tt>e!d}< aber fAon am 
4. ?Wot 1667 im er:1en Jtinbbett fiarb; in 
umeiter Che (am 4. 3ult 1670) mit einer 
ScAter beö 5Hbeiii<uafrn Slbolpb 0011 
©lumba*. Dutianrt (geb. I. gebruar 
1650. aeft 20. SUarj 1721), cie ibm einen 
Sobn. 91 0 o I p b Bilb rlm, melAer tiefe 
Sinie fortpflanze, unb Pier lödjter (ftebe bie 
Stammtafel I] gebar. SRil »Ibolpb ffiil- 
bei m 6 ÜinDern erle'd) biete ?inie. [Por- 
träte, i) 3m un40ttftf)en 9Ha,»nat<iHoftum 
auf brr uffc teil almenorben, am SedM | 
baS Stutenbrrg'i'Ae ©arpen 8. örif §■ I 
lerptnxlt, 3 Ä Veenarc fecit. Ratls- 
bonae (gefdiabt). — 2) 3m Sagbcofhime. 
ftarf antiauiftri . eine £ogge jur Seite 
* * 1 o (f pinxlt, ©. fflnb. 3S o l f g a n g fecit 
(geiAabt) tfeibe öilber ebne UnteriAtift. 
— 3) UnteriAtift: „Rudolph Wlllh. Herr 
v. Stubenbirg auf Kapfenberg, Schallaburg 
und Sichtenberg («ic), Erbschenk inSieir". 
WH SlUongrperrüd'e . im $efgeipanbe , in 
einem SotPrerfranjf mit bem Stuben« 
berg'i'Arn SBappen. ¥entt fecit. — 
4) 9IuA baS ^Ktnife feiner erftell im «Her 
uou 26 3abren im jtinbbett geworbenen 
grau Iii porbanoeit, mit fjlßenser Unter- 
fArüt: „Maria Maximiiiana, Rnd. Willh. 
Herrn von Stubenbergs Gemalin, geborne 
Herrin von Auersperg". 3;i einem GtArn« 



franse mit fem Soppelroappen Stuben« 
be tfl.91 uerSperfl] — 34. Xpoman (Ibo 
mo*) (oeft. jtpifAen bem 11. September 
1469 unb 18 »ooembfr 1471). Kern Sta. 
pfenberaec Ufte. Scbn 6t6 $>on8 (III.) 
unb 9inna6 Pen Demrcfb. (Stnmal rpirb 
er olß Slirebom in ?eibni& bejeiAnet. 1466 
aber als ©iener be6 Äaifer6 griebriA 
genannt, un& in biefer GirjenfAcift fämpft er 
ouA Pon 1*69 ab mib'r *3 a u in f i r A e r, 
oon ipelA-nt er in eer gürftenfelDer SAlaAt 
gefangen arnommen und auf beff n SAlo^ 
©Alaning im CJifenburger (üomitite abge' 
fübtt mürbe. (öelegtntliA einet) gluAtoer« 
fuAeG mittels eint"5 SeileS fall er im Sturj 
ben 2cb gefunbrn baben. .'Ii:'- feiner (3be 
mit (ffeßetr) pon Kranid)perg batle er fünf 
Söbne unb btei S&Arer. Ü«on ben (frfteren 
pflanzte nur 3nbrä (II.) biefe ginie fort, 
bte aber fAon mit feiner SoAt<r Sabine 
^orotbea eriofA. Ueber feine Söbne 
Otto (VI.) unb CaSpar fieüe S. 24, 
Hit 31 unb S. 13, <Wr. 3. — 35 l\U 
rid) (I.) lebte jmifAen 1177 unb 1218. 
(Sin Sobn Ctto6 (II.). <St änferte fein 
fflappen, inbem er baß auffpringenbe Jbier. 
mit bem er, mit naAmeiebar. 1188 noA 
fiegelt, oem 3a' re 1213 ab mit einen! auf- 
gefüllten ?infer oertaufAte, melAev bis jur 
Stunbe baS ^Bapptnbilb ber S t u b e n b e r g 
geblieben ift. UlriA mar ein boA augeiebe- 
ner ^err. in ben meiflen Tiplomen foipotl 
DJarfgraf C itofarS. a!6 ouA ber betben 
9iaAioliter beSfclben ^ 1 0 p 0 1 b S be6 

3ugenbb->ften unb be6 ©lorreiAen, ioipie 
in oeriAiebenen Ülerbanbluuaen mirb tr unter 
ben oornebniften ?anseSrbeln als 3 f "fl« 
ober auA als StirbftiAter genannt 3m 
3abre 1216 nabni er baS Äreuj unö jog mit 
•fter*,eg \»eopolb bem ölorreiAen in baS 
beilige 8anb, mu§ aber noA cor (Siflürmung 
pon 1?amteite ben ^efAroerbtu befl gelbjugeS 
erlegen fein, ba eine oon jenem ddo. 18 3uli 
1218 ausgefertigte Uifunbe ibn fAon als 
einen Serjtorbrnen nennt. Gr unb lein 
trüber (ober sobn) fflülfing baben nebfl 
bem GrjbiiAofe 91 b albert oon Saljburg 
unb bem D»naflengefAleA(e ber53ilbonrr 
butA ibre SAenfungen bem SNaltefer-Crben 
in Ste ermaif Gingang oerfAafft UlriA 
mar auA SAirnioogt brr Älöiler St. ¥am> 
breAt unb ©66 in Oberweier, legiere llogtei 
mmbe er jeboA auf ber Sonobe «u gneiaA 
abjuaeten genötigt. — 36. Ulriet) (II.) 
(gefl. oor 1291). Scbn Ul ri AS (I.) Gt 



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26 



erbte «230 ncdj Um ?obe fiintß Cbeim6 
(WaUtt • HruDeiS) Jßülfing (IV.) Den 
Äapfenberg CeiTtn Hefifcungen ju Äapfen- 
berg. fEurcb feint- SBerrbelicbung (125(5) mit 
tffsPtll}, $ed)ter v>f rni ann« II., Sd>rpeiler 
grtebricfcS II. ©rafen ju Crtenburg 
[fiepe Stammtafel III], trat et mit Der 
bamolS in ÄfJrntben regierenbtn Spnaflie, 
bann mit ben ©raten oon (fikörj unb Strcl in 
SJermanbtfcbaft unb Srbroägerfcbafl. EarauS 
trflärt eS fid) oud>, tai Ulrid) als 3*"8' 
Der foniglidun UrfunDrn unmittelbar nad) 
bfn ©rafen genannt mirb unt> ibm nur 
manchmal Die 2öilDoner oorangeben. — 
37. $Bi(r)e(m Hugufit (geb. 4. Tecember 
1709, gefl. ju DreSDen 30 September 1771). 
OD« Äapfenberger Säfte, ter 2*$te be« 
tüfle« Der Stubenberg, melcber pon 9t it> 
üolpb (I) gefiiftet mürbe, Deffen Sobn 
3 ob an n SB il beim in geige bre Stellt 
gioneoerfolgungen. roeldK Bie ebetllen Banner 
auß ten faiierlirben SanD^n trieben, in ber 
greuire 3 u fl"dit fudite. SB tl beim 9Iuguft« 
Hater mar SlDolpb IBtlbelm, meldjrr 
an brm furfäljfifcben pofe Die Stelle eine« 
Äammerterrn befleibete, Die üJlutter Hl a g» 
balena Henriette eine geborene greiin 
von 3)lil:i .; Cr« fdjeint. al« babe Der Sobn 
(eine ö'trrrridjifcbe StammeSangebörigfeit 
ntdjt aufgeben mellen. ba er, obgleid) im 
fädifu'efcen Sienfte, Bie 3lnerfennung feine« 
31 i idi ■ ..l ■-, [i n tl .i n : .. 5 einbolte, a(6 eß galt, bie 
3meiftl ;u beieitigrn. Die roegen feine« boben 
unD alten «Del« angeregt mürben. liefe 
Jlnerfennung routbe ibm au* oon Äaifer 
Äarl VII. mit Diplom ddo. G 9Mai IW 
ertbeilt. ($r befaf) bie ©üter Stiafcbu;g unD 
Ulauenbor, mar furiäd)fifd>er pof> unb 3uflM' 
ratb. fpäter fuiMdifiidjer gebtimec 3icitb. 
Staats, uns <Sabinei«' , JNinirter unD murDe 
für leine Herbtenfle mit bem roeisen Sloler« 
oroen aufgejeidjnet <Sr mar unoermält ge. 
»liebe». — 38. ©ulffng <9Bolf) (II.), 
aud) Obelfing, lebte im jivölftrn 3abr- 
bunten (in ber 3ett pon 1146-1197) Cr 
ifl ein Sobn SBülfing« (I.). 3m 3abre 
1 1 70 beffnDet er fid) in ber Umgebung De« 
jfaifer« griebrid) I. ju griefadi. 3»' Sabre 
1197 ifl er nod) am geben unD teftirt ju 
fünften ietnefi Neffen (fratruelem tuum) 
Ulrid} (I.), Sebne« Otto 6 (II.) Pen St u« 
benberg. — 39. iEBtilfmg (III.) lebte 
jmifd)tn 1166 unb 1830 <5c ifl ein Sobn 
Ott 06 (II.). 3m 3abre UM tefanb 
et fid) ju ¥eibn& in Der Umgebung Be« 



ffarfer« gritbrieb. 3ladj tem 3abre 1180 
rciro er meiflen6 nadj fetner 3?urg Äapfen« 
brrg benannt, aud) untrr bielem Manien 
1230 ju Sedau jur Srbe beDattet. narbbem 
ferne Üßittte (Pertruo für feine Hioilbe Daielbft 
bem Stifte mebrere HeRBungen gemtbmet 
batte. — 40. gBütflng (IV.) lebte im Drei- 
jebnun SabrbunDftte (1210 — 1258). (iin 
Sobn Ulrid)« (I.) unb ©ertruDen«, 
Deren ©efdjled'tSname nid)t befannt ift« 
(£c mirb al« Ibtilnebmer an brm 1224 tu 
greifad) in Äärmben jur Herföbnung jroiid)en 
bem SWarfgrofen Pen 3ftrien unb Hern, 
b a r b oen Äärnlben abgebaltenen glänjen' 
ben furniere genannt, auf melrbem er mit 
bem flattlid?en befolge i>on nirbt meniget 
a(« 34 «BaiaUennttern erfrbien. Ulrid) pon 
Sied) tenftein feiert in feinem „grauen- 
bunft* in ebrenben äßerfen (80—83 unb 212 
bi« 21S) ©ülftrtfl« rttterliibe« ffltfen unb 
eDelmdnniidje Jugenben. Slber nidjt nur im 
SBdffenipiele. aud> int örnfte reifurbte üd) 
Söülfina, Der mobl ibentiid) mit grieb« 
rieb fflüffing rJttucbar, 6b. II, 6. 120) 
ifl, meldur Den peijog Seopolb auf Befjen 
3uge nad) Spanien (1212) begUiteie, Dann 
1228 Den Äreujjug itaifer grteDrirb« II. 
oon vcbenftaufm miiniodjte, fieb nad) glücf« 
ltdjer iHürffebi mit (einer ©emalin tPalruo 
t230 an oer ©rünDung be« ronünicaner« 
flofler« ju Hrttau brt&eiligenb. Ä u m a r 
uno pormaur in Den unten benannten 
Smriften laden Jöülfing aud) an Der 
:Heid)«ererution Äaifer griebrirb« II. gegen 
perjog grieörid) Den Streitbaren ibeil- 
nebmen. ma« anbere gorfdjer beilreiten. 3>" 
3abre 12U nabm er Den burd) räubern'djf« 
©efen teiüdjtuten v^rmit opn Ort gefan- 
gen unb oermirfelte fi* unmittelbar nad) 
Dem Jote De« Verjog« griebrtd» (1241) 
in eine gebDe mit Dein Saljburger Cirj. 
bifdiofe SeerbarD II., Der oon ibm Die 
Verausgabe mebrerer StiflSgüter cerlangt 
batte (iö mirb baicbiet, er fei im Heilaure 
teö paDerS in ©efangenfrbafi gcratben, babe 
am 3. üJiärj 1247 in ©egenroart feine« 
peirn, be« .perjog« von Äärniben, oer» 
fprod)en, Die unred)tmä§ig an ftd) gebiadj« 
ten fjljburgifdjen Sfblö)7er berau«jupeben, 
unb gei'd)moren, re.tilo« fein ju moßen, 
menn er ieine ©eiangenfebaft an Dem Örj« 
bifdjofe irnencmie rädjen merte. 2)ieie unter 
Der 3eugcnfd)ait Dt« Hifrbof« oon Jacant 
unb mebrerer oornebmer 'Dtiiflrr unD Saien, 
fo aud) Der III riebe oon SBilDon unb 



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27 



Sie dite nfte i n aufgefüllte Urfunbe ift mit 
einem Siegel bedangen, *i<dd>e« SBülfing 
al« einen 3*'** Äampfgen offen Cef 

Sänger« oon ?ied)tenilein legitimüt. 
$>o« Siesel iil eine 9lad)abmung beSjeniflen, 
roelrbe« biefer Didjler führte, et bat im 
gelbe eine fünfblattrige Siofe, unb bie berjfor- 
mis Dargeitrlltm ^Blätter ftnb mit bem ©tu- 
b en b e rg'fcbrn «nfer belegt, tiefer ganzen, 
bod) inuiirrbtn bebeutenben «ngelraenbett 
gebenft J :i n t ; in feiner „(Sbronif oon 
©aliburtT (4*0. I, S. 201—263) im Slb« 
fdjnitte über öberborb II. mit feiner 
Splbe, unb tiefet Sifdjof batte überbir« 
fdjon oo r bem obfn ermahnten iHrrfprrcijm 
— am 2. December 12*6 — ba« 3eitlid)e 
gefegnet. 3um leiten -Ulale joa ©ülfing 
gegen 'Ubilipp per^og oon Äärntben, ben 
friegaifdun (Srjbifdjof oon Salzburg, tri 
roäbrenb feiner neunjährigen perrfdiaft mit 
Striermarf. ben ©rafen oon ©örj unb bem 
fflrafe n Ulbert oon ürol g<bbe fübrie 
unb mit feinem friegerifdjen Sinne enblid) 
fo ipiberioäriig ivato. bat tt im 3a&re i 2ä6 
ju feiner förmlidjen ^Ikfegung tommt. [Jt u* 
mar (3- %) . ©efd)id)te ber ©urg unb 
gamilte perbetftein. 3n brei Steilen (©ien 
1817, ©rrolb, S..1 2beil I, 6. 29. - p or« 
maor t3of. greiberr oon), ©eiträae §ur 
8öfung brr Preisfrage Pe« I" li l ri. . . 8ri|ber. 
$og« 3obann über 3nneröftrrreid)6 ffleogra- 
Pbte unb ©efd)id>te im SJlittrlalter u. f. ro. 
(ffiien 181», Strauß 6b. I, S- 158 unb 
1S9J — 41. «Rülfing (V.) Irbte jroifdjen 
12*0 unb 1278. (Sin Sobn © ü If i n g * UV.). 
Urfunblid) firbergeftellt ift. bai er in bet 
3eit a\6 b-e perrfd>art über bir Steiermart 
oom .fldnige Stepban oon Ungarn an ben 
936bmenfdnig Ottofar überging (125'j unö 
1260). judex proviocialis (Sanbridjler) ba- 
felbfl mar. pinftd)iiid) biefe« Tpnaftien. 
roedjfel« finb nun Slnjeictoen oorbanbrn, roeldje 
eint ^jrieigängrrfcbaft Söul fing« für 
Ottofar orrmutbm laffen. S>ton am 
24. -Jldrj 1255 rrfäetnt Qrftrrrr ju Stabt 
©teoer in ber Umgebung be« ibobmenfönig«. 
ebenfo aur" Dem ©eridjtstage, roeldjen bie 
fec 1262 ju ©rat, bielt. iflon Dauer mar 
aber fBülfing« (Sinorrncbmen mit bem 
neuen ©ebieter nidjt. Die parte unö SDill. 
für, nad) intern — uns bie« bürfte baß 9iid>. 
tige fein — bie <Sntfd>iebenbeit. mit roeldjer 
Ottofar bie perrid>gelüfte feiner iöafallen 
in Sdjranfen mir6. Dafür bem SRrdjte ber 
Sperrigeren eine fidjrrr peimftdtte im ?anbe 



tu bereiten ftd) anictoiefenp, madjtrn ibm bie 
©rmütbet be6 öiterrrirbiidun unb fteirifebrn 
bobrn »bei« abrornoig. unb biete Vlbneigung 
fanb enblid) in einer oon griebrid) oon 
Geitau bem .Hönige oerratbrnen &rrfd>ro6< 
rung brr ©raten CernbJrb unb Ulrid) oon 
Pfan nberg. <»artnit> oon SBilbon. 9Bftl* 
fing oon Stuben berg unb be« S.5n> 
ger« Ulrid> oon 2ied)te «Hein. Vlußbrucf 
12fi8 oon bem Äönige nad) Breslau jur 
©erantroortung gelaben, erflatten fie, bö*« 
midig oerlrumbtit irorDen }u Irin, unb -vj Il- 
ten getrau jum 3n'eifampfe forbern. Dir* 
geflattele Ottofar ntdit, ionbern Uti alle 
in ftrrnge paft nebmen. ©üliing, irrldjer 
mit Ulrid) oon 8 ir rh t r n ft ei n auf bie 
SJurg itlingenterg fam. tonnte nur tura> 
bat 91ufiieb(n feiner SdblötT r jtapfenberg. 
jtatid), ©ülfingflein unb Stubenberg, bie 
fämmtlid) gefd)leift mürben, feine gretbeit 
mirber erbalten. 'Mod) feiner paft oermüflete 
er bie ©ütrr bet föniglid) geftnnten jtlofler* 
St. 2ambred)t. Diefe getnbfeligfeit mag toobl 
in ber $artrinabme beefelben micer ibn 
gerourjelt baben. Seine paft auf Älingen« 
berg. bie Schleifung feiner Burgen unb ber 
Griafc. ben er brm SUofter St. ?jmbrrd)t 
1272 Liften mu&te , alle biefe UiuftanDe 
ertlären übrigmS genügenb bie Stellung, 
bie er nun gegen jtönig Ottofar einnahm. 
9uf brr am 19- September 1276 gehaltenen 
5ünfammlung be« fleirifdjen Slbel« gelobte 
er mit ben Stänr-en treue« 3"fammenftrben 
im TMenfte brS neuen beutftben Sönig«3tu« 
bolpb oon paböburg Sofort feto rite man 
baju. bie Bobinen auS bem SanDe ju Prän« 
gen. DaS oereinle 3ufammenmirfen mit ben 
Oeftrrreidjrrn unb bem ÄeiAebeece fübrte 
balb )um tfrfolge, unb idjon am II. 3?o» 
rember 1276 leiftete Ottofar auf bie 3teidj6« 
länDer $er)id)t, meld)e nun jtönig 'Ji u b o I P b 
oon pabeburg in ^rrmaltung nabm. 9n 
beiTrn pofe ift Per alte Rülfing nid)t 
mehr ;u finben, ivobl aber feine Settern; 
oon ibm baben mtr nur nod) barüber jtunbe, 
bafc er am 22. gebruar 1278 in ÄJpfenberg 
ju ©erid)tr faft unb einen Streit um bie 
Saljquclie im palltbale bei ^(ariajell ui 
©unften DeS jlleft r« St. ?ambred)t fdjlirb. 
tete. Seine 1262 unb 1272 genannte öemalin 
gebar ibm jioei S6b«e, griebrid) (I.) 
unb fflülfing (VI.), mit benen jrbod) 
fein Stamm erloldjen ju fein fteint, ba e8 
nicht feftgeftellt ifl. obpan« mirflid) ein 
Sobn griebrid)« (I ) [W i 1 1 b e 1 1 u n g e n 



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28 



beS b:ftariid>rn ©ereinfi für Steiermark 
$et't XXVII (1874) ©. 4t u. f.: „Die 
fcerrfdjaft Äonig CttofarS II. oon ©öbmrn 
in ©teiermarf 1252—1276". «Bon UrofifTor 
Dr. g ÄroneS. — SWudjar (Slb. oon), 
©eidjidite ber ©teiermarf. ©o V, e. 321 
bi6 323. — 9tei mrferonif DttofarS, 
Öap. 56 ] — 42. ©ülfing (VII.) (flrft. ju 
©amberg 19. "SERär* 1319). (Sin ©obn Ul« 
rid)6 (II.) unb (SlöbetbS »ort Orten, 
bürg. (Sr trat 1277 in ben Dominicaner. 
orben. war fpätec ©taotpfarrrr ju ©ruef an 
ber <Dlur unt> mürbe 130» ©i[d>of oon ©am. 
berg, weicht ÄirdjenmürDe er bi« ju feinem 
Ableben bcfleibete 35a er angefebene ©er- 
wanbte batte - feine SDlutter war eine 
O r t e n b u r g — unb bie ©ifdwfe oon ©am. 
berg ©ütrr ju ©illacb unb im Kaoanttbafe 
befaften, wo aud} bte Orten bürg begütert 
waren, erflört fidj leiebt feine Qhbebung jum 
Sifrbof oon ©amberg S1I5 foldm erbaute 
er ba6 Dommicaneiflofter ju Bamberg. 1314 
auch jmeS ju ?Reufird)en. (Sr foH ein gelebr« 
ter «Wann gewefen lein unb bem flaifer als 
©eianour am päpftlicbrn $ofc, bann bei 
Stuftebung teS SempelorbenS widHigr Dienfte 
geUiflet baben ©egraben liegt er auf feinen 
ÜÖunfd» in beut oon ibm gegn'inbeten, jffet 
ju einer (Saferne iimgewmbeltrn Dominica« 
rtf rflofte r. ;©p a n ge n bera , 4>ennrberg'id)e 
(Sbrcmf, 1399, ©b. I, © 319. ©t>. II, ©. IIS. 
— Porträt, öd ift ei« ©Übnil oerbanben 
mit ber Unterldirift: „Wülffliug Karo & 
Stubenl.erg". (56 (leOt einen Dominicaner- 
mönd), ebne 3ir>eif«l unferen ©amberger 
©ifebof vor, ber ja uifprüngltcb Dominicaner 
war.] — 43. QBüCjtng (IX.) (aeft. im 3abre 
U13). (Sin ©ob" grt*t>r« * 6 (III.). auS 
welcher oon befftn biei (Sbrn i ft nid>t firt>er> 
uiÜcUcn. (Sr erbält bei ber (Srblbeilung im 
3abie IIIS "äNureef, weld)e6 er mit Unter- 
Jtapffttbctfl bei feinem Sobe nod) beiafc 
141S foll er mit Jpajefl <S t rt ft bem Sihrneti 
in btr neuem 3 f,t bezweifelten ©d)lad)t bei 
jRabferöburg grfämpft baben. ©je legten 
•JHeifmalc leineS Däferns ftnb Edjenfungen 
an taS fliofter iHein, burrb meldte er fia> 
eine «öegidbnifcftätte Dafelbft fieberte. — 
44. CEBülfinß (X.) (gefi um 1397) um. 
©obn UlriebS (IV.). (Sr mar neben bem 
„geivaitia.cn Jpofmeiftrr" 3obann oon Sied)« 
tenftein als 3 f u9* bei bem gtieben6(d)luffe 
oon ©d>ärting ddo. 29. ©fptember 1369 
zugegen, wobei Jperiog fl 1 b re eb t oon Detter« 
icirt} ben $>rtjoa.rn in ©apern für bie SIbtre. 



tung aQer ibrer Sinfprücbe auf bte ©raffebaft 
Itrol einige (Sntfdjäbigungen juftAerte 8ud» 
nabm er mit feinen ©rübent 1377 Jbeii an bem 
3uge fftic; Sl(bred)t6 III. nad> tyteuften. 
Sdjlieiltd» ift er im October 138« föeooU- 
mädjiiater befi 4>erjogS Sllbrecbt bei ben 
Srtebenfioerbanblungen mit ^erjog 3 obann 
©al taue v 43iSccn: üon 3)}ailanD ju ©ojen 
in Ztrof. Qr roobnte auf btr tßefte Äatfd» 
unb erwarb ftdj bureto flaut" 1392 Kit ©efte 
©teuerfäberg oon feinem ©ruber griebrieb. 
Cr binterlirfi oon feinet ©attin, beren @e> 
ld)led)t nidjt brfannt, nur jwei Jörbter: 
Urfula unb©arbato, wetebe b'ioe bei- 
rateten. — 43 •Sßütjwia, (XI.) (geil. 1511). 
tfin €obn 4>anfen6 (III.) unbSlnnaS 
oon «Demerfb. 1*83 wirb er a\6 ©efißet 
oon Unter-flapfenberg unb Wurecf genannt. 
Sr ntufs unter ben <Stänt>en ein b"be6 SJtt- 
f<b>n bebauptet babfn. benn Ber Äaifer «Dia- 
rimilian leiftete am aHartin6tage be« 
3abre6 1493 ba<3 91narl6bni6 olS SJanbcStürft 
oor bem ©ifebofe 9Jlatbta« oon Sedau, 
Üöolf oon ©tubenberg unb üRupreebt 
2Qinbifd) gramer. 'JJacb bem Sobt »Hfin. 
breebtö oon 9teicüenbura mürbe er 1506 
jum 9anbrfib->uptmatMie oon €teiermarf 
bcftrUt, unb in tiefer <5i*eni'rbaft erbielt er 
oom flaiier ddo. 21. Ulpril 1506 bie 9luf. 
forbetung, fid) am 15 Äugufl mit anberen 
fetner tfanrSlrute jur ©ffpredjung flaaclid>er 
©eburfntffe in ©raß einjurlnuen. Urber bie 
©enfungfart unc bie ^rbenäerfabrungen bie> 
Ui ^Oolfgang, jugleid) auch über bie 
bamaligen aUgemeinen 3uftdnbe, ttt ein 
tntereiTante« Senfmal in ©eftalt eines 2efta' 
menteS auf uns gefommen. Rülfing 
Warnt tarin feine Söbne oor ©enrrungen 
na* Sltt ber ©aumfireber • ©i'incnt|Te. bie 
feinem Jpaufe fein ffllücf gebradjt; oor bem 
©ertrauen gegenüber ©erwantten, bie nur 
fommen. wenn e6 ibr 3ntercffe erbftidjt, unb 
oor anberen ganbleuten, bte ibin „allweg 
f«-i not geroöjen onci betten mil) allweg gern 
omb mein guutt braebt". (St matnt fie oor 
Sluiidjretttingen mit SBeibern uno mabnt ft« 
jur ©rbutfamfeit bei ter üjjbl einer ©attin, 
btemit auf eigene böfe (Srfabrungen an ieinec 
erfien ©attin, etner (Eymburg oon jrabni^, 
anfpielenb. (Sr empfjeblt tbnen Me ©orae für 
©«rwanbte, für arme fromme Keute unb 
oor allem „buetS enfer ©lief ono ftgl, faSt« 
ntembt barüber, e« traut im bann fo wobl 
als enf felber". [TOittbetlungen beS 
biitoriicbeii ©errtnö für Stiermarf, 4>eft 



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29 



XXIII (1875) 5. 3-60: „gtubirn |ur 
<S>ef*i*te Do« f»eirii*fn «Brie im 16. 3abr« 
bunDertr*. 33on 8 u f * i n« (5 b e n g re u t b ] 
— *6 Sßolfgana, (XII.) (geft. im 3abre 
1566). Pom Äapfenberger 9lf»r. (Sin 
Sobn SSolfgang« (XI.) au« beffen jmriter 
;x:< mit Seltne oon Stubenberg. 3"f 
3'- t Cr« SRegierunglroe*fe(S na* bem lobe 
taifer Warimilian« I., 1519. flanDü*er 
iflrrorbnetrr, in ben 3abren 1333 unb 1338 
Goinmiffar in 39er4iverf6fa*f n in Obtifleier, 
Mlfl er 1540 Der cur* Die friegerif*en Berbalt. 
niffe in ©elbnötben geratenen ¥anbf*aft 
bur* ein r jrl ben unb erf*eint 1543 in 
eigner ©eifon im fteloe, mit 35 SJferben, 
bem gtölten (iontingente, n>ei*e« ein einiel 
nrr <5c el b- rr »u Heilen oermo*tr. 3Mit feiner 
1527 ibm angetrauten (Semalin Sopt)ie, Jo*> 
terpanfen« oon Jeuffenba* ju £euf' 
fenba*, pflanze er Den Stamm fort. — 
47. SSolfgang (XIII.). ©om Äapfem 
berger 3fte. Sobn SB olfg ang* (XII.). 
Cr lebte in ber »njeiirn Hälfte De« IG 3abr« 
bunbrrt« (1364—1396) am §cfe be« ön« 
berjog« Äarl, Regenten ber ©leiermatf, 
von roel*em er am I. October 136» juni 
obeiften 3äjermetft<r. ffäter au* juni gi» 
beiuitn iRatbe unb obtrften .fldmmrrer ernannt 
rourDe. Cr battr sur flbrmalin Sufanna p.uf 
an« beut teüben. im SJötttbale nu Steifen- 
ftrin grfejfenen <8en>frrengef*le*tt. "Rad) 
brm am 21. 3<>nnrr 1589 ri folgten lob* 
Sühn na« orrmälte er fi* mit Jnna oon 
iranltmansborff (Sr bat |<in «ntienfen au* 
Dur* eine f&öne (öeDenfmünje au« bem 
3abre 1593 crbalten, mel*e oon »Brofejfor 
S*r einer in DciTn topograpbif*em SBerfe 
über ©ra$ (S 444) ol« Da« fettenfle StüfJ 
in Der münjenfammiung be« 3oanneum« 
bejri*net wirb. Tiefe in <S»olt> geprägte 
IDenfmunic ift oool. 17- fco*, lv breit, 
bat im Soerie ba« ©ruftbilb eine« bejabrten 
SWanne« mit S*nurr>, furigef*orenem Soll- 
bartunbfcauptbaar, im parnif*,um Den $al« 
einen galienfragen. Die Unteri*rift: „WO: 
H: V: S: OB: E: I: S: F: D: G: R. V: 
OB: CAM: U lautet aufgelöst: „Wolff 
Herr von Stubenberg. Oberst - Erbschenlc 
in Steyer, ftirstl. Durchlaucht Geheimer 
Rath und oberster Camerer"; im Steoerfe 
ift Der aufgftteüte E t u b e n b e r g'f*e Slnfrr 
mit Dem Dur* ben Sting gefio*tenen 'paar- 
|0pf ju febril ; bie Umj*rift lautet: »MEA* 
ANCHORA'CHRISTVS'MUXCIII". — 
♦S. ©olf9ttl1 9 (XVI.) (.eb. 2?. 3uli 1600 



geft. 1668) »Pom «älteren 3me igt br« Ä a p f e n. 
b e r g e r Sitte«. Sobn öeora v> a rt m anal 
oonSt. unb rorotbea« grntn oon I b a n n« 
baufen. (Sr mar 1630 — 1633 fi<irii*er 
Stänbeorrocbneter unb erlangtr fpaier Die 
SBürbe einet faifrrli*en gebrimen SRatbefi 
Unter ibm rourbe 1656 Dir über 200 3aDre 
im ȟefife ber gamilie erbaltene t>rrtf*aft 
grauenburg bei llnjmarft oerfauft. Pagegen 
Die mit feiner rrflen (Semafiit Unna (Ire*- 
rentia greiin oon Sdjeill ftroorbene perrf*aft 
S*mierenberg in Unterfleier Dem Stuben. 
berg'i**n giDeicommi|Te einottleibt. VHuna 
(SreAcentia gebar ibm fiebenjebn flinber, 
unb neun Söbne unD a*t J6*ter. 

©on Diefen fiebenjebn ÄinDetn fiarben ni*t 
weniger benn fwbrn in einem 3^bte. 1651. 
Bon ben Sobnen pflanjten oiKiflßolf« 
gang (XVII.). Otto (VII.), S i g i «. 
muno (I.) unb granj IStorg bat 
<Sef*(e*t fort. Tie9la*fommeni*ar't O 1 1 o 6 
unb SigitimunbC erlof* aber f*on in 
Deren Äinbrrn ; jene © o I f g a n g I (XVII.) 
unb granj ®eorg6 jebo* blübt Iii jur 
Stunbe. legiere ivobl nur no* mribli*er 
gute ÜBolfgange jroeite (Sbe mit Qlarta 
Dfußeffa gniin oon tfronegR fibtint finDcrloS 
geblieben su Um. — »9. SBolfgang (XVII.) 
(geb. im 3abre 1629. geft. }u itarfenberg 
3. SWdrj 1676). Sobn fflolfgang« (XVI.) 
auS Deffm rrfler <3i)t mit St n n a (äiefcem 
ti a greiin oon S*eitt. (Sr ift, reif eben er' 
roäbnt, ber Stifter De6 no* blübenf en älteren 
3r»eige« De6 Äa p f e n be r g e r «Iftefi ju Stub' 
egg unb ®utrnbrr,i. 1653 envarb er fi* baS 
ungarif*e 3nbigrnat unb oerfab Da« Sitit 
eine« inneröftrrrei*if*en SRegierungeratbeS. 
3u< feiner (Sbe mit Qiarta Hiaiimitiana greiin 
oon pu*9eim battr er breiiebn Jtinoer, oon 
benen jebn jung fiarben, jmri ben Stamm 
foitpflanjten : Äarl. beffen 3u>eiq mit feiner 
Xo*ter <9 a b r i e 1 e erloi*, unb 9) u b o 1 p b, 
beffen (Semalin d&i<3brrta. eine geborene 
Strattmann. jener gamilie angehörte, 
über Deren «Her ibrr« "äWanneS IDetter 2eo- 
polb [S. 22, «Rr. 28] mit Dem örafen 
S a u r a u in einen 30ortftieit gerietb. 
roel*er fein oor[*neüeä GnDe beibeifübrte. 
— 50. SBotfgartg (XIX.) (^eb. 8 Sonner 
1788, geft. in 2öien I. tfooember I86S). 
öin Sobn 3Solfgang6 (XVIII.) au6 
beffen Dritter (Sbe mit 3obanna (Sr.ifin 
Sambieri. (Sr Diente in Der faiferli*rn 
ärmer, au« mel*er er al« Hauptmann f*ieD. 
(Sr ma*te in ben iraniöfn'*en Äriegen 



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30 



itifbrf« gflcjüaf mit! bfi Slfptrn ffiagram 
unb Stipiü fdmpffne. *u tötof ©irren, 
bürg, (Souprrntur btr Cttitrmorf. im 

3abt« IMS bit fttitifcbtn grtirPiUigtn i u l 

Sötrtbfieigung bt* ron 3talitn bfbropttn 
Stütferfkaatf6 aufrief, rpurbt ©raf SBolf« 
aang mit btr Crgantftrung brrfrtbrr. bt> 
traut. 3n SBürbigung fdrur Ärt«8bitnftf 
trbiflt fr btn Or&tn per tiftrntn Äront 
3m 3abrt 1833 batte fr fid* mit flngrfira 
i?V i-". <Ii lullmans&orflr, @trrntrru)«0rbfnfi< 
bamt. Dermal», rotlctof ibm nad) nabfju 
n i'i-i!. iSbrigri G&f im iobe noranging 
|S. 13. Kr lj. 311« btr ©raf 1868. int 
?iltfr von ftfbjig 3abrtn. in Söitn flarp, 
tvurbt mit ibm btr SJt&tf vom WanneS- 
Rammt Crr & a p ff n b t r a f r Unit btgrabrn. 
Ston biff<r finb nur nod) bif jiprt 
Sicht» r bfS ©tafrn ^JiuC oorbanorn , Pic 
ältrrr . 9JI 0 t b i I D r blieb unuftmält unb 
ift ®tifrSt*amr, bit jünarrr, 3 o b Q n n a 
ift (frli 24. 3uii 184*) brat r. f. DbtrR 
3 u l i u 6 <&rafrn £ o b i t . *0 o t f r a- 
tu t ongitraut. — 5t »Pesti Naplo" unö 
lirfrw na* anftrf 4Märtrr. fo bif t-fi t> a 1 1< 
brrgrt in Stuttgart encpfiitfnDf „311 u- 



Rtlrte ttflf (im UrafAIagt btl to. *efte« 
1879), triabirn tinf Sdiaufrgtftbicbtt. in 
tptlcpft eine äBiiror QMfjn (Camilla Stu« 
brnbtrg, gtbortnr 3 o I an t V r rf r v i c | a, 
in Äoitoflofß bit JpauptroHe fpitlt. CS ift 
ftn ftprfaQ, mit tr nur in §d)autrromantn 
fltidjüptrt au ipirbtn rfltgt. tit SHittbfilung 
bitf<6 SJorfottt«, btr. rptnn tr roabr wärt, 
folebt vtrbifntt, unterbleibt, rotil fiefe baS 
(Sanjt als tint 3titungS(ügt bfrau6geRtüt 
bat. Dtr fcfrauSstbfr Dtefrö «trifonS btrlt 
nämlitb »aebftagt bti brr gamilir, tvtlrbtr 
bie (Sriftrnt tintr SEBitive Camilla ©räftn 
Stubtnbfrg. grbortntn 3olan>93trft< 
pieja. in Äörtoflpt« gänjlid) unbtfannt ift. 
viu.ii fübrt ftagp 3o»n in fttntm ungati' 
febrn JäPflSItrifon „Magyarorszag csalidal 
czlmerekkel 4t uemzekreudl tüblikkal" 
bit Bamilie ©tubtnbtrg a!6 SWagnattm 
Fant litt Ungarn« auf. obnt nur mit einer 
Srjlbt tinrr Camilla (Sräfin Stuben« 
btrg, atbi>rfntn3olan» , 6trftDitja ju tr> 
tvabnrn, mir Ptnn aueb tint Dornt birftS Sauf« 
unb «amilifnnamfnö burrbauS in frtner genta» 
laiiiicbtn Tarfteüuni ciefer »amilit pac« 
femrrt. 



gefmiiiers öraMiiiige §pio|[en lies laufes gtubenbera 

feit 1750. 



Slrnta #crrin unb (Gräfin bott Stubenberg, bermätte <$räfm 
bott Buttlar, Freifrau ju ©ranoeitfelS, 

loncudjlfrin 
(grb. tu «tu> 9. ttugujt 1921), 



Der SiJter, ©uftao $bolpl) (geft. 
15. ©ec. 1833) biente im (Sürafftet-Siegt- 
mente Äaifet §ran», totlctie« er a[« Dbet« 
lieutenant üecliei. um bie 9}etfDa(tung ber 
ftatniliengüter )u übernehmen. 3bte ÜRut« 
ter granjiöfa »acia (geb. 15. SWai 
1792. geil. 2. «ugujt 1876) entframmt 
ber fteir)etrti*en gamiiie b<r 6tau' 
bacb, über bie ffi u r jb cufö ,?exifon* 
(«b. XXXVII, 6. 248 u. f.] auSfüt)r- 



Itcbere 9lacbtid)t gibt. Oräfin ^Inna üer. 
lebte btn gröiten ibeil ir)rer 3ugenbiett 
in ^eftt), roo fte in einem $tit>alinfiitute, 
in meinem Jodjta ungarift^ft SRagna* 
ten :hr: (Srjiebung )u erbatten pflegten, 
auf bo« forgfältigfle audgebilbet rourbe. 
33on $au& aui mit nicht gemöbnlicben 
©ei|le(Jgaben audgeflattet, lernte fte leidjt 
unb oermöge tE>reö fef>r lebhaften Htm- 
p<ramente3 pflegte fte au* bie fogenann- 



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31 



ten .noblen ^jfftonen*. al« Jansen, 
Jurnen, leiten, unb erlangte barin f*on 
in ihrer SWäbcbenjeit grojie gertigfeit. ©er 
Aufenthalt in Ungarn begünftiqte übrigen« 
tiefe Otiebtung. aber bie ©cäftn betrieb 
au* mit Sifer bei« etubium ber ©pracben 
unb interefftrte ftcb für 'äiacfl. wa« in« (ge- 
biet ber ffnnf) gehört, ©aneben jeigte fie 
eine ganj uugewöhnl»cbe »Jlaturaniage 
für SRuftf, worin fte bereite al« tfmb 
Üienuenöwenbe« leitete. SBofyl würbe fie 
fron einem tü*tigett SRufiflefjrer audge« 
bilbet. boeb ba« angeborene Talent übet« 
wog balb jeben llnterridjt. Sie febroierig- 
flen Gompofitionen friede fie fofort au«, 
wenbig, unb baju gefeilte fid) ei« 3m* 
prooifatiou«talent ungemobnlicbfier Slrt. 
«Iber ohne fünftlerifde ötitwicflung (tefj 
fte e« frei walten, unb fo entfranben ad« 
malig jene Sonfcbopfungen, weltbe balb 
ibren Warnen in mufifaliuten Greifen 
befannt maebten. $lu« biefen SSerfen 
fpriebt eine feltene muftfafifdje ^Begabung, 
eine ungemein fcbwungooHe ?ßt)antaftc 
unb großer 2Relobienreifttr;um. ©ie 
Äritif bat aueb alle biefe 93orjüge aner- 
fannt unb mehrere bie'er Gompofitionen. 
wie Opus 8. 19. 21. 26, 27, 31 unb 44. 
beren geiftooflet cbaraf terifrifeter Haltung 
unb fcbwungooDer Sluöfübrung wegen 
in gatt) befonberer Seife beroorgeboben. 
3ene namentlid, in weldien nationale 
Slnflänge oorberrfd^en, wie bie $olfa«, 
SKajute unb Gfarbi«. mabnen in if>rec 
apaltung an bie originellen Sonftücfe, 
welrfie man in ben SJrobuctionen unga. 
ri|d)er3igeuuerbanben ju boren befommt. 
(54 betrfd}t in ibnen eine ®(ut ber (Sm- 
pfinbung, üerbunben mit einer elegi|d>en 
Söehmutb. weldpe ben 3 l *t)örcr ebenfo 
hinreißen, all werjmütbig ftimmen. Ob 
eö nun bei ber $rotuctioität ber ©räftn 
ju bebaueru i|), ba§ fie i r>c t'cböne« Talent 
tvebt we ter au«gebilbet, fonbem e« eben 



nur al« lytcli.te 9iaturanlage frei bat 
matten (äffen, muß ben Gontrapunctiften 
unb gefdjulten SRjRfern ju entfd)eiben 
überlaffen bleiben. 3m 19. 3abte (am 
15. gebruar 1840) beiratete fie einen 
ungarifd>en (Sbelmann. 3 o bann 0t e- 
mefbÄjt) oon ©uraboncj. ©lefe 
Öfye mäljtte nur brei 3abre unb wenige 
SRonate, benn Otemefbajn ftorb am 
25. Stuguft 1843. «im 22. gebtuar 1848 
öertnälte fie tut mit griebrit (Braken 
3id)t) oon 3'* unb 93afonnfeö, 
f. f. Dberlieutenant im 3. Uhlanen'töcgi' 
mente Crrjberjog Äarl. «Iber ©taf 3id>ö 
wurbe im italienifcben gelange be«ielben 
3obre« am 20. ÜRai bei ber örjfiirmung 
oon dceuia töbtl icl" rerwjnbet unb et lag 
feinen 3Bunben am 28. SKai. 28. Sep- 
lember 1872 oermaite fid» bie ©röfin 
noebmal«, unfc }mar mit bem f. f. .<Päm« 
merer unb -£)a;ipt.nanti o. ©. Otto 
ffiiafen 33 u 1 1 1 a r greibeun ö i a n- 
ben f e l«. ©räfin s 2l u na ift ©tetnfreuj« 
Drbenöbame. ©ie Prüfungen, w.«ld>e 
ibrem <$emütb«leberi in f über 3«9e»b 
bureb ben lob jweier ibrer ©atten auf« 
erlegt würben, fühlten ihren Qbarafter. 
©leßfall« erinnert bie ®rnfin mebrfad) 
au ir)re SKatter unb an eine Crigenart 
ihrer ©tammfamilte. Cr« ft bie« bie an 
h: wahrnehmbare unbeugfame IBiUen«« 
fraft, jener euergt|\te 3»3 ber bei ben 
6tubenberg in oergangenen 3af)r- 
bunberten oft }u Sage trat unb ihnen aud) 
^u man*er ©ebramme oerbalf. SKit ber 
Äraft oereiuigt ftd) gern bie ©üte. »u« 
einem an fte geridjteteu ©elegeuheitäge- 
biebte erfahren wir bem: o : t oon ihrem im 
©tillen mirfeuben SS}obltbötigfeit«fitine, 
unb wie fie febon, eine unermübdebe 
ffiohttbatertn unb görberin humanitärer 
3werfe, piele {>er)en aufgeridtet, manebe 
*Rotb gelinbert unb oiele Shräueu ber 
Slrmut getrocfnet bat. 93ou ihren Söer- 



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32 



fen führen toit bie butd) ben 6ti* be. 
fonnt gerootbenen ber 9%eif>e nac^ an. 

CompofUionen Finnas fleborrnen Cr, Hui Ba- 
benberg, orrmalten Britto Rattlar. [6ämntt> 
litt) für baß iManofortf.] „ Z i I in f u * f. 
Sir» für eint Sinaftiinuie mit $rglfituna 
br« »JJianofoite. Op. I. — „«Bier 3)1 ajur*". 
Op. 2. — „1 raifdj.^Jolfo". Op. 3. — 
w Ublanen«£ragonrr.3Jlarfd)". Op. 4, 

— „<Jlraten«2öaljrr". Op. 5. — „$la. 
jutfo". Op. 6. — „Quaorillf". Op. 7. 

— „iarantrlla". Op. 8. — „«uciff r- 
itfolfa". Op. 9. — „ffiallinocen.Ublfl 
ntn . SÄarfcb*. Op. lo. — a 1 1 (• 
*$olfa". Op. II. — „Antonia • Oua> 
brillr* Op. 12. — ,« n ÄrifDrid) 
(3i*D)". Jraurnnarid). Op. 13. — „Sdjif- 
fftß «rbctoobl". ©arcarolle. Op. 14. — 
B £ o U or n i r» ol f a ÜJla^urfo" Op. 1J 

— „©rbtnte mein". $olfa. Op. 16. — 
„Mes adieux k la Polka". Caprice. 
Op. 17. — M £d>n>arir.»uarn. Volfa". 
Op. 18. — „CJUbl innen* (?icb obn» 
2Bortc) Op. 19. — „91 a d) b a 1 1 a n © r a f f n 
SliclaS 3idjp'. Srauermarfd). Op. 20 - 
„Hederviri Emilie«. Csärdds. Op. 2t. 

— „Tie Ungar in". Helta ÜJlajur Op. 22. 

— „(Srinnerung an Sobbfran" (iitt> 
obne fflottf). Op. 23. — „Amoretten- 
$olfa". Op. 2*. — „Loiii Buadir. 
Chanson raelancollque. Op. 25. — B 3n 
trübrn ©tunben" (8irb ebne 2ÖJitr). 
Op. 26. — „A n na- Quabrill t". Op. 27 



— .Pf rminrn.Oua Drille". Op. 2S. — 
„Valsc de Salon". Op. 29. — „SJrr* 
ai&meinnid)t". 'JJolfa irrmblantf. Op. 30. 

— „Jraurr m arid)" Hn (Braten (»nuta 
Sic ja». Op. 31. — „3 in a t i a • Q u a» 
brtllt*. Op. 32. — „SBörtbrrfre. 
«rrlM.". iöaljfr. Op.33. -„öabriele". 
Solfa i'ia^ur Op. 3». — „9 i o in • $ ol f a*. 
Op. 35. - „3m in ort eile". Solfa SWajur. 
Op. 36. — U Z rannt lieb*. s Bolf.i IBajur. 
Op. 37. — „3 m 3fon|c*. ^olfa ÜJlajur. 
Op. 38 — ,DJfin ©trrn" (?ifb obne 
ffiorte). ©eorq .ftjoti ron Sttrtningen 
bfbictit. Op. 39. — „Aufi ber gerne*. 
Dolfa IRajur. Op. 40 _ m Z arantrlla*. 
Op. 41 - /»lajurf a". Op. 42. — /Jlu« 
be« v>fr|cn6 tiefe" (Sirc obne SOorte). 
Op. 43. — „peimatSfldnat". £rd)6 
gänbler. Op. 44. — „ ö u 1 1 1 ar- «DJ a r f d>". 
3lr. 1 uns 2. Op. 43. — „(Smma* $}olfa 
SWajur. Op. 46. — /auf SBieberfeben*. 
Iraueunarfd). Op. IT. — „21« ber ölbe*. 
llolfa Waiiir. Op. 43. 

2Stener Z b t al r r« 3? i i n n a . 1852. Jlr. 36 
uno 200; 1851 <Jtr II; IS55, Sir. 6 un» 
49; 1857, Sir. 8, 37 unö 133; 1859, 9lr 3, 
35 uno 30; 186«. 9ir. 30 un» so. — 33 i f. 
ner 3 ro i f d) e n a et, 1859. iJlr. 183 unb 286; 
1800, flr 333; 1861, 9lr. 342; 1812, 'Jtr. 99. 

— 9?tut berliner 3)1 u ii t-3 eil u n |, 
1857, 9lr. 8; 1863, 3lr. II. - vambur- 
ger Speele nöbrontf , 1857. Sir. 57; 
185», 9lr. 67; 1860, «Rr. 1; 1863. 3lr. 26. 



3ofepl), -v>crr unb (Straf Hott Sttt&cttfcera., 

5ur(l-ffrjtui.l,.if oon BamEtrg, 5nr|M?if«|of ju (Eidjfiaot 
(jtb. \<t Otaj & Rcscmb» 1740, gcjl. ju Qhd)iHi>t 29. $fyu«t 1694). 



©raf 3 o f c p t) , 6ol)n beö ©eneral« 
(Sinnef)mer6 unb &riecjä$af)(mei)1er$ ber 
(teieifeben Sanbfcbaff, ©rufen 8 e o p o Ib 
auö beffen etflet (Srje mit il n n a ©a r« 
b a t a ©räfm 6 t r a j [ f o l b o , ftu- 
bitte ©ra^, 6a(iburg unb jule^t 
in Otom, roo er bie pbi!ofopf)if(t)e Soc- 
totroürbe erlangte uno gut» ^rietfer ge- 
n>etE)t rourbe. 5)^ö erfte äÄeßopfer f)i«lt 
er in ber ton feinen fthnen erbauten 



Äirdje ju ©uttenberg am II. ^uni t*764. 
Dutd) SBermittlung feines Db.eim* ( bed 
Öictjjtäbter öifct)ofö Dtaimunb 2lnton ©ra- 
fen von ötraffolbo [2B u r j b a ct)'d 
.^erifon", Cb. XXXIX, 8. 295J gelangte 
er batö }U einer ©ompräbenbe ju Kcgenö* 
burg, mofelbll er auch tropft be« ©tifte« 
St. 3of)ann muebe. Später fam er an 
baä Uomcapitei ju öicfcftäbt, roelcbe« ibn 
am 21. September 1790 $um regieren- 



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33 



ben 9ieid)3für|ien unb ©ifdjof wählte. 
>Jiad) feinte (Sonfectation am 13. 3lo- 
oember 1791 blieb er in biefer SBürbe 
bifl bem am 9. gebruar 1801 ge« 
fd)loffeneu grieben oon SuneoiHe, buta) 
welcben bic ©äcularifation bet geili- 
lieben Territorien erfolgte unb baö ©e« 
biet oon (Sicbftäbt jum Iheil an Äur- 
banern, jum %^tU an baÄ für ben biö- 
berigen @ro§ber$og ton Soöcana neu» 
gefdjaffene «fturfürfientrjum ©aljburg 
tarn. 3m ^rejiburger giieben fiel bann 
öiitjrdbt banernb bem neuen Äönig* 
reiebe Sapern ju. öom Sluguft 1802 
an mar gürftbifebof 3ofepb nur auf 
baS gei|t!id)e $irtenamt befdnänft. *(« 
(Jntfcbäbigung für Die »erlorene Ate- 
gentengeroalt et&ieft ec füt feine Ner- 
ton eine 3abrefipenfion oon 48.000 fl. 
unb blieb jugleicb im lebendlänglicben 
©enufie ber bifd)öflid)en SBiuter» unb ■ 
©ommer • ffteftbnt) , foroie bet Sujt« 
fctl&ffcr oon $fin}, ©rebing unb £irfcb- 
berg. SBäbrenb feiner für(ilirt>en Ötegie- 
rung mu&te ec }roeimal . 1796 unb 
1800, feine ffiefibenj bei bem «nrürfen 
bec gran^ofen oerlaffen , roetebe bem 
Sanbe btircb fafr unerfdjroitiglirbe Gon- 
tribulionen großen ©cbaben jufügten. 
Siefen na* Gräften $u milbern, mar er 
lletö in freigebigfier SBeife bereit. 3m 
3af)re 1796 (tanben bie graujofen nur i 
oicr Jage, oom 12. bi« 16. ©eptember 
in (Sid)jtabt, benupten aber biefe Seit 
baju, fid) oollauf mit $rooiant ju Oer- 
fefjen unb ifjre Äriegöcaffe mit 67.000 fl. 
|u bereitem. Um biefe Ärieg«fd)äben 
roieber auSjugleicben , gab ©ifebof 3 o- 
f e p b fein eigenee lafelfllbcr in bie 
SRünje. Sie barau6 geprägten Ibaler 
fünben auf bem Öteoerfl ibren Urfptung; 
auf ber SloetÄfeite geigen fte bad Silb- 
ni§ beö öifcbofö, beffen «uöbruef io 
bejaubemb mar, ba§ im 3abre 1800 
^fparotabbrud aus c. ffi u r j b a * « bioar. 



ber franjöfifd)e ©enetal JDominif 3»ba, 
jubenannt „©eneral ©ebiebein', fid? mit- 
telö eine« artigen ©ebreibenö an bie 
öicfefiäotec «tattbalterfrbaft 100 folrber 
ZfyaUt erbat . „roeil fte feine grau, 
mela>e in ben ©efidjtöjügen beö gürft. 
bil'ebof« fold)' eine unenblicbe ©üte unb 
Siebenßroürbigfeit eutbetft bobe , alö 
©pielmarfen roünfrbe*. Unb in ber 
Ihat, alle Ötegierungöfjanblungeu 3°' 
f e p b 3 fennjeidjnen ben beefrbetiige». 
roorjtmollenbeit £errn , ber ftds ni*t 
nur bei ber ©äculartftrung refignirt 
in ben gebieterifrben Srang ber Um- 
jiänbe ju fügen roujite, fonbern aueb 
ungeachtet aller ^Demütigungen feingeifl- 
lidjeö flmt ununterbrorben fortführte. 
«Ifl im 3abre 1795 burd) ben Ärieg 
unb fcblecbte (Srnte £b e "« un 9 entftanb, 
öffnete er feine ©peieber , unb feinem 
I Seiipiele folgte bafl lomcapitel, fo baß 
man am Otatbbaufe ju billigen greifen 
»tob unb a»ebl oertbeileu Tonnte. 3m 
Äriege 1796 batten bie Deflerreicber in 
(Sicbfräbt ibr fcauptfelbfpital errietet; 
bei ber ^luflofung beöfelben im 3abte 
1797 übernabm ber S3i«'rf)of 36 un- 
traniportable Äranfe in eigene Skr- 
p|)egung. ©ein legtet 9{egierungdact 
beftanb gleict)faQd in einer ^)anblun.) 
ber SBor)ltf)atigfcit : im 3abre 1802 
fjerriebte Xt)tuewt\Q im Sianbe, ba öff- 
nete er feinen Untertanen feine ©e- 
treibemagajtne, gab 5000 3Refcen Äom 
um ben *Jrei« oon 30 fl. per ©cbeffel 
ab, »äfjrenb ber allgemeine tfaufpreiä 
63 fl. betrug, unb liefe" au bie «rmen 
bafl 33rob unentgeltlici) oertbeilen. SWatt 
oergaß bied bem eblen gürfTen nidn, 
eö jeigte ftd) bie« bei ber allgemeinen 
Ihcilaabme an feiner (Srfranfung 1804. 
bann an feinem 50jäbrigen ^riefler- 
jubiläum am 29. 9Äai 1814, foroie bei 
allen feinen feineren ?eben«fd)irffalen 
Verifcn. XL. 3 



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34 



3n golge b<« bur* bie päpfili*« ©nQe 
uom 1. «pril 1818 abgeicblojienen Gon- 
corbat« würbe ©rat 3 o f e p t) 6t» 
b e n b e r g jum Gcibifc^cf oon söam« 
berg unb öifcfcof bon <Si4)jiäbt, unb 
vglcirti (um 9teid)«ratf) beö Äonigreicb« 
Sarjetn ernannt, Äm 15. »Jtooember 
1821 empfing er in feierlidjcr SBeife 
}u SRünrben Pom räp (Hieben ÜRuntiu« 
ftranj pon (S a f f a n o bas Pallium. 
Sein höbe« Sllter gemattete ihm nicbl 
metjr, feine neue ©iöcefe ju bereifen. 
«I« er, 83 3apre alt, am 24. 3änner 
1824 entfcblief, >t)«, roie fein »iograpfj 
((treibt, .ßiefcftäbt feinen unermüblicb* 
fron örnaprer unb Unterfiüfcer in bie 
©ruft finfen". 9lod> fyeute lebt er im 
So(f«munbe unter ber traulieben 33e> 
^eiebnung „Unfer §ürfien.$errle". ©ein 
Xejtament bot einen neuen ©eroei« fei. 
ne« guten £>erjen« unb unergrünblicfcen 
SBobltbätigreitdfinne«. «Racfcbem fein 
S?ruber, ber SBeifjbifcbof ©taf gelij 



Stuben berg bie Unipenal • <5tb. 
fdjaft abgelehnt patte, erhielten je ein 
Drittel feine« ©ermögen« bie Domfirdje 
oon (Sicbfiäbt, mehrere fpeciell benannte 
©erroanbte unb feine au« 21 $erfonen 
beftegenbe Dienerfdjaft , roelrb Unteren 
aber auperbem noch 16.000 f). an %<> 
gaten gugebaebt roorben. Dem Firmen« 
inftitute pon (Sictifläbt beftimmte er 
24.000 ft ober, roenn er fein Scblofc 
unb Dcfonomiegut ^ftnj bei feinen geb- 
eerten nie^t oerfaufen foQte, biefe bamal« 
auf 40.000 fi. bewertete Seft&ung unter 
ber ©ebingung ber Unr-eräufcerlicbfeit. 

© q r <3uliu<). örfd)id>te bc6 fcocbftifttS unb 
b« ©tobt (Stdjftäbt («ürnber« 1857, flr . 8o.> 
©. 366. — Deft»rrri*ifd>t national' 
Gncnf lopäbit oon ffitdffer unb (Sjr 
fann (SBten 1835. 8») ©ano V, ©.228. 
— Steifrradrfifdjc 3'iM'*nft. 
Ätbiairt oon Dr. ©. g. ©Are ine r, 
Dr. 91lb»rt oon 3R ud> a r, (3. ©. 9ttttfr 
oon 9 ritner, % © 4r 6 t t er (ffirafe, 
8«.) üRtur golae. VI. 3aor«. (1841). Jpeft 2, 
©eite 32. 



<=o§§oo 



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K r 0 t ft r r. 



A. (Brncalogie unb Duellen jur (Senealogie unb öef*i*t( j 

Ü. Sagen, bae £au6 Stubenberg betreffenb 8 

C. SBappen 10 

D. ISrab- unb fenfliflc Tenfmäter _ 

E. «flefieumgen U 



tfngelita -hir.n oon Stubenberg, geb. Gräfin oon 2rauttman6borff (fllr. I; Ii 

»nno (Stöfin oon Stubenberg, vermalte »räfin 0011 Buttlar tUt. t) 3i» 

(Saftpar ^>rrc Den 2t., ©rmpreplt in Salzburg (flc. 3; 13 

Uaspar $err oon St <>)Jr. 4; — 

(Sbriftian (I.) >perr von St., ßeintbur ;u griefacb (9lr. ») — 

ßraemuß Jperr oon St., Iteirifcber eelbbaupfniann («Jir. ß) 14 

«elir (Sraf oon St., Skibbifcbef in tfidjftäbt (»Mr. 7; - 

ötanj Ü4raf pon St., r. f. i»eneral («Jir. !>) — 

Scan» Ü&rorg |»err oon St., ttanbefthauptmann in <&drj («Nr. i»; — 

granj be $auU (»rar Pon St., f. r. gelbntar|cball.8ieuifnant (3lr. 1"> — 

griebrid) (II.) fcert von ©1 («Jir. 11) — 

grübri* (III.) $en oon St («Hr. I») 1« 

griebrid) (IV.) $err oon St («Jir. 18; — 

örirbri* (VI.) fcerr oon St ($ir. 14; 17 

©eorg. (III.) fcerr pon St ($ir. IS; — 

©eorg (V.) $err oon St., 2anbe«bauptmann in Steiermarf (9lr. 16; — 

<&et>rn Vluguflin #err ton St OJir. 17; — 

jpeinn* (I.) £err pon St., Hauptmann ju SüUaai («Nr. 18< I» 

3accb (I.) fcrrr Pon St., Üanbeöbauptmann in Steiermarf (<jtr. 19; — 

Sobann (.{jane« £err poh St (»iir. 2u> — 

3obann (III.) (fcanö; Jprrr oon St., üanbefibauptmann in Steiermarf .... Oir. 21) 1» 

Sobann (IV.) (fcanß) fcerr opn St., ÜUrbünbeter #aumfird)er'« (»Hr. 22) - 

3obann (VI.) ($an$) Jperr pon St (»)ir. 23; so 

3oeann (VII.) ($ane; Jperr oon St (*ir. 24 ( 21 

3obann Söilbelm $err oon St., Siebter (Ar. 23; — 

3ofepb ©raf oon St., Grjbiicbof ju Bamberg unb »ifcoof ju Cidjftäbt .... (»Jfr. 26, 32 

Jtarl (»raf oon St., f. f. (Seneral («Jir. 27; 22 

üeopolb (Skraf oon St., f. 1. geheimer jRatb, («Jir. **) — 

Srutbclb $err oon St., «anbeebauptmauu in Steiermarf (Sir. 21») *3 

Otto (V.) $err oon St. («iir. WO) — 

Otto (VI.) $err oon St («Jir. 3t) 24 

Stubolpb (I ) $rrr oon St («Jtr. Sgl — 

«ubelpb fflilbelm $err oon ©t («Kr. 33, 23 

iboinan (Sbomae; t»err oon St («Jtr. 34) — 

Ulncb (I.) ron ©t («Jir. 33; — 

Ulria> (II.) fcerr oon St (»Jir. 36; _ 

«3:1 beim fluguli (»rat oon St., furföcblifdjer ÜDiinifter («Jir 37; »u 

3* 



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II 



SBuIfma (23e!|aana) (II.) oon St (St. 3S>> 26 

Timm » <"'•) oon St (9ir. 39) — 

aBBütfing . (IV.) von St (93r. 40) — 

äBulfinfl , (V.) $»rc oon St., 8antrtd)ttr in Steiermurf (*h. 41) 27 

SBülfina „ (VII.) 4>«r oon St. tfifdjof con «amberfl (*lt. 42) 28 

©ülfina ,. (IX.) $m oon St . . («t. 43» - 

9BüIfina . (X.) £ert oon St cJRr. 4») — 

33ulfin t i „ (XI.) $«r oon St., ?anbr«fcauptmann in Stri.rnmrf . . (flr. 43) — 

aBülftnfl « (XII.) $crr oon St . .' (3tr. 46) 29 

SEJülfinö » (XIII.) $trr oon St., örjbftio>i jtail* öebdmtr iHatb . . (*»r. 47) - 

SBülfinfl ,. (XVI.) $>m oon St , f. f. arbtimtr Stath (« t . 48) — 

STOüIfinti ,. (XVII.) öraf oon St , f. f. SRtgirrunfl«rat& («Rt. 49) — 

Söülnna (XIX.) ©raf oon St., f f. Hauptmann (Hr. 5«) — 

Stammtafeln. 

I. Tif au«ö«(torbfnen älrfle bfr §etren oon Stubfnbfrd 
ll. Dir no* bliifcfnbe 3(1 bifffö ©cfAledjtf«. 

III. Dt* iHerftppuna bfc vertfn oon Stubrnbera mit ben $>äu(«n Ortenburvi > Sponheim in 
JMrntpen unb ben ©raffn oon ©orj unb Ürel. 



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7. Hui 



»in. 3oh 



Jtxtiaan* 
rttb. «6*0. 
t oor 1651. 



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t ». 3"li 

1 oon 3iill:in-, 

ui HinDsmnui 

9. «00. «72». 



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geb. 
oni 1 ) $ 
2) 3«bai 



flau 



f "siuaiirt 173* — 



Ik. 



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rol*). 



rmnni II. (Sraf oon Ortenberg 

1220— 1252. 
lt. oon giftk. 



4t$ iv. 



1267 öro^iHbrrn 



1286 »lJfat}flt< 
+ I 

(guplitmia oon V 1 



flnnnd) II-, 
131» 3?eid)«ofrme| 
in Irtoiio. 
t 1323. 
Bratrir. 

3ol)ann Afinridil 

«fb. 132*. t u*3 



(Snptirmia, 
um. <C*nrafi 
iStof oon planen 
im D j)arbf(K 

f 1260. 
■ ^ s 

(Ciipl)rmia, 
cm. jubtrt II. 
®raf oon (Bärj. 



IStsbctri, 
om. Hindi (II ) 
oon Stubtnbrrj) 

t um 1*01. 



fltrnrid) III. 
t 1363. 



Dtiactd) IV. 
1394 iuctijäbnn 
ntutr örbofittag tu J"JT 
$ab*burfl. 
143« ftnfuert. 



V. 

I*. 

1 1 i cii cm Ii di 
(arbfdi. 




11. irütrid)]!. Dcinrid) Wülfing, 
l2tfl i -".».( im t um 131« tfifdio» 
Äamofr mit.ftfrjo.1 oon ttambttu 

5J 1 b r f dj t oon 
Oefterrrirb. 
t um 1318. 



^Ibrrdit 
t 1333 
jQcUaa VI. tl. 



l£upri<trtm, 
om J)ag« Üftraf 
OOD lUtrDf nbrifl 
1281 



^ii im, 
um. /rifbridi 
oon fTtnOnn. 



Uhtcr «rat oon <8ä 

f 1500, 
bic (Staiidjaft fiel a 
Dtfitrrtid). 



Reibet, flr. *".). unb Äarlmann iangl, Dir ttraftn 

•) «Rad» 3 
oon Ottenburg in .' 



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